Skispringen
31.12.2021
Garmisch-Partenkirchen, Deutschland
Qualifikation Großschanze BEENDET
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Auf Wiedersehen!
Für heute verabschieden wir uns von der zweiten Station der Vierschanzentournee in Garmisch-Partenkirchen. Weiter geht es am morgigen Samstag mit dem traditionellen Neujahrswettkampf. Wir sind auch dann wieder live für Sie dabei und wünschen Ihnen einen guten Rutsch!
 
Swiss-Trio komplett weiter
Komplett im Wettkampf vertreten werden morgen die Schweizer sein. Bei ihnen sicherte Killian Peier auf Platz zehn das beste Ergebnis der Qualifikation. Gregor Deschwanden war 25., bei Simon Ammann geht es auf Platz 33 in den Wettkampf hinein.
 
Kraft verpasst Neujahrsspringen
Richtig reingehagelt hatte es bei den Österreichern. Nachdem Stefan Kraft schon in den Trainings hinterher sprang, passte auch in der Qualifikation kaum etwas bei dem Routinier zusammen und mit Platz 59 sorgte er schließlich für die Negativüberraschung und schied aus. Viel besser lief es bei den Teamkollegen Jan Hörl, Daniel Tschofenig und Manuel Fettner, die sich auf den Plätzen vier, sieben und acht in den Top Ten qualifizierten. Auch für Daniel Huber (18.), Philipp Aschenwald (21.) und Ulrich Wohlgenannt (31.) war die Quali heute keine Hürde.
 
Neun DSV-Springer im Wettkampf
Aus dem deutschen Team schafften es neun Athleten bis in den Wettkampf. Neben Eisenbichler und Geiger war auch Stephan Leyhe als Neunter in den Top Ten gelandet. Severin Freund qualifizierte sich auf dem guten 17. Rang. Constantin Schmid und Pius Paschke folgen auf den Positionen 29 und 29. Aus der nationalen Gruppe kamen Justin Lisso (40.) und Felix Hoffmann (45.) weiter. Andreas Wellinger wird sich als 47. morgen noch steigern müssen. Knapp war es für Martin Hamann und Philipp Raimund, die auf den Rängen 51 und 52 nur knapp den Wettkampf verpassten.
 
Eisenbichler holt sich den Sieg
Markus Eisenbichler zeigt, dass er in Garmisch-Partenkirchen zu den großen Favoriten gehört. Trotz einem Fehler im ersten Abschnitt des Sprungs konnte Eisenbichler mit 137 Metern und 144,9 Punkten den besten Versuch des Feldes hinstellen. Mit 0,9 Punkten knapp hinter ihm landete der Tournee-Leader Ryoyu Kobayashi. Karl Geiger wird Dritter. Ihm hatten 6,5 Punkte auf dem Teamkollegen gefehlt.
 
Karl Geiger (GER)
Karl Geiger zeigt, dass auch er in Garmisch-Partenkirchen wieder zum engen Favoritenkreis zählt. Auch er kann bei Rückenwind einen guten Sprung auspacken und nach 135,5 Metern setzt sich der 28-Jährige auf den guten dritten Rang.
 
Ryoyu Kobayashi (JPN)
Ganz anders präsentiert sich Ryoyu Kobayashi. Der Japaner hat es von den Bedingungen auch alles andere als einfach und kann seinen Sprung dennoch bis auf 134 Meter hinunterziehen. Am Ende sind es nur 0,9 Zähler, die ihm von Markus Eisenbichler trennen. Schon jetzt ist klar, dass der Qualisieg nach Deutschland geht, denn es steht ja nur noch Karl Geiger oben.
 
Halvor Egner Granerud (NOR)
Für Halvor Egner Granerud wird es morgen heißen, diesen Sprung abzuschütteln! Bei viel Rückenwind und einem gröberen Fehler im Flug geht es nicht viel weiter als 124 Meter. Er setzt sich auf Position 25 und wird damit morgen richtig früh an der Reihe sein.
 
Marius Lindvik (NOR)
Marius Lindvik erwischt seinen Absprung nicht, kommt danach aber besser zurecht als Kraft und kann so immerhin noch zehn Meter mehr rausholen. Mit 129 Metern setzt er sich auf Rang zehn der Zwischenwertung. Drei Athleten stehen nach ihm noch oben.
 
Stefan Kraft (AUT)
Bei Stefan Kraft ging es in beiden Trainings vor der Qualifikation nicht einmal unter die Top 60, kommt der ÖSV-Star jetzt besser zurecht? Nein! Kraft kommt auch jetzt so gar nicht in seine Flugposition hinein, wirkt zu passiv und landet schon nach 119,5 Metern. Die Noten sind nur im 17er-Bereich und auch über die Haltung kann er nichts retten. Der Star der Österreicher scheidet als derzeit 55. tatsächlich aus!
 
Anze Lanisek (SLO)
Anze Lanisek kann mit den guten Weiten nicht mitgehen und der Slowene liefert letztendlich einen soliden Versuch auf 129 Meter ab. Damit ist er zwar im Wettkampf, mehr erhofft haben dürfte er sich aber dennoch.
 
Markus Eisenbichler (GER)
Es gibt einen neuen Führenden! Markus Eisenbichler lässt sich von einem Skifehler im ersten Abschnitt seines Sprungs so gar nicht aus der Ruhe bringen und für den 30-Jährigen geht es dennoch richtig weit die Schanze hinunter. Mit 137 Metern geht er durch viele Pluspunkte für den Wind satte 7,1 Punkte an Hörl vorbei.
 
Killian Peier (SUI)
Da hat er noch alles rausgeholt! Am Absprung ist Killian Peier alles andere als pünktlich, durch seine gute Flughaltung aber kann der Schweizer dennoch einen weiteren Sprung in den Schnee bringen. Nach 133 Metern rangiert er sich auf Platz sieben ein.
 
Robert Johansson (NOR)
Auch Robert Johansson kann Hörl an der ersten Position nicht in Bedrängnis bringen, aber auch der Norweger wird sich am Ende der Qualifikation unter den Top 15 wiederfinden. 132,5 Meter lässt er sich gutschreiben.
 
Cene Prevc (SLO)
Zehn Starter stehen noch oben, den Anfang aus dieser Gruppe macht Cene Prevc, der in Oberstdorf einen spektakulären Sturz im Training hinlegte, als die Skispitzen sich bei der Landung in den weichen Schnee bohrten. Davon hat sich Prevc aber nicht verunsichern lassen und greift auch heute wieder voll an. Mit 130 Metern wird er in Richtung Hörl keinen Druck ausüben können, aber für ihn persönlich ist das eine Weite, die ihn zufriedenstimmen kann.
 
Jan Hörl (AUT)
Piotr Zyla steht nun bereits seit einiger Zeit in der Leadersbox, kann Jan Hörl daran jetzt etwas ändern? Der 23-Jährige greift an und zeigt sich in einer deutlich besseren Verfassung als noch in Oberstdorf! Ganz ruhig geht es vom Schanzentisch weg in die Flugposition und dann bis auf 138 Meter hinunter. Die Noten sind ordentlich und für den Wind erhält er anders als Zyla Pluspunkte. Dadurch geht es dann um 1,7 Punkten vorbei am bisherigen Führenden.
 
Kamil Stoch (POL)
Bei Kamil Stoch geht es vor allem darum, sich nach dem Ausfall in Oberstdorf nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Mit 131,5 Metern macht er seine Sache heute deutlich besser und auch ihn werden mir morgen noch einmal sehen.
 
Timi Zajc (SLO)
In Oberstdorf war für Timi Zajc schon in der Quali Schluss, hier lief es im Training wieder richtig gut. Jetzt aber wackelt der 21-Jährige schon wieder als es darauf ankommt! Er kämpft mit viel Rückenwind und kann nach 122 Metern am Ende glücklich sein, dass es sich noch mit der Quali ausgeht. Selbstvertrauen wird ihm dieser Sprung aber nicht geben.
 
Daniel Huber (AUT)
137,5 Meter bräuchte Daniel Huber, um Piotr Zyla von seiner Spitzenposition zu verdrängen: Rausholen kann er die allerdings nicht. Mit 131 Metern findet sich der 28-Jährige auf dem derzeit zehnten Platz wieder. Er wird morgen erneut angreifen müssen.
 
Pius Paschke (GER)
Pius Paschke ist als nächster Deutscher in der Spur. Nachdem er zu Beginn der Saison richtig gut dabei war, passt es bei der Tournee nicht ganz zusammen und nach 129,5 Metern bei leichtem Aufwind dürfte er wohl nicht ganz zufrieden auf die Quali blicken, auch wenn das natürlich locker für morgen reicht.
 
Constantin Schmid (GER)
Auch Constantin Schmid hat keine Probleme, sich die Qualifikation für den Wettkampf morgen zu sichern. Nach 131 Metern und durchweg der 18.0 rangiert sich der DSV-Junior auf Position zehn der Zwischenwertung ein.
 
Naoki Nakamura (JPN)
Naoki Nakamura lässt es wenig später wieder krachen und liefert den nächsten weiteren Sprung am heutigen Tag ab. Mit 135,5 Metern bei fast Windstille übernimmt er Position sieben in einem derzeit richtig engen Feld.
 
Johann Andre Forfang (NOR)
Johann Andre Forfang ist noch nicht in die Tournee gekommen und auch hier hatte er im Training so seine Probleme. Mit einem Skifehler retten ihn jetzt eigentlich nur die Bedingungen und mit 127,5 Metern und Platz 21 ist er im Wettkampf dabei. Sein Gesicht aber zeigt, da hat er ganz andere Ansprüche.
 
Manuel Fettner (AUT)
Gute Laune auch bei Manuel Fettner. Auch der Routinier aus dem Team der Österreicher kann die gute Phase voll ausnutzen und einen weiten Sprung in den Hang stellen. Mit 138,5 Metern setzt er sich vor Leyhe auf Position vier.
 
Stephan Leyhe (GER)
Stephan Leyhe ballt die Faust im Auslauf. Zu Recht, denn auch sein Sprung war richtig stark. Er nutzt Aufwindbedingungen in seinem Versuch perfekt aus und legt sich richtig gut auf das Luftpolster. Erst nach 136 Metern bringt er die Landung hin. Auf Platz vier fehlen nur 2,8 Punkte zu Zyla, der das Feld weiter anführt.
 
Daniel-Andre Tande (NOR)
Nach seinem schweren Sturz kämpft sich Daniel-Andre Tande langsam wieder zurück und die Sprünge des Norwegers werden immer stabiler. Auch heute passt wieder alles zusammen und mit 131 Metern und Platz vier sichert er sich souverän seine Teilnahme am Neujahrsspringen.
 
Lovro Kos (SLO)
Lovro Kos ist nach seinen starken Sprüngen in Oberstdorf mit 127,5 Metern in Garmisch-Partenkirchen alles andere als glücklich. Der 22-Jährige hatte am Schanzentisch Schwierigkeiten mit dem Timing und auch in der Flugphase hat er ein wenig was liegen gelassen. 127,5 Meter bei Rückenwind reichen aber locker für die Qualifikation.
 
Junshiro Kobayashi (JPN)
Junshiro Kobayashi schaut da deutlich verhaltener in die Kameras. Er kann seine Technik nicht sauber hinbringen und landet nur bei 122,5 Metern. Als 29. wäre der Japaner derzeit nicht im Wettkampf dabei!
 
Yukiya Sato (JPN)
Yukiya Sato ist für seine aggressive Flughaltung bekannt, die ihn ab und an sogar ein Bein stellt. Heute aber passt es bei dem 26-Jährigen zusammen und er kann trotz recht viel Rückenwind starke 132 Meter in den Schnee setzen. Bei den Noten nimmt er zweimal die 17.5 und einmal die 18.0 mit, was ihm dann Rang zwei mit zwei Punkten Rückstand zu Zyla einbringt.
 
Evgeniy Klimov (RUS)
Momentan gibt es eine schwierige Phase in Garmisch-Partenkirchen und der Wind wechselt doch recht schnell. Bei Evgeniy Klimov werden es unter diesen Bedingungen 128,5 Meter.
 
Andreas Wellinger (GER)
Bei Andreas Wellinger wechselt der Wind wieder und er geht mit leichtem Aufwind in seinen Versuch hinein. Dafür sind dann die 127 Meter nicht ganz das, was er sich erhofft hat. In den Wettkampf geht es damit zwar, aber nur ganz knapp!
 
Peter Prevc (SLO)
Peter Prevc blickt auf ein wechselhaftes Training zurück. In einem Durchgang war er unter den Top Ten, in dem anderen jenseits der Top 50 gelandet. Was ist jetzt für den Slowenen möglich? Der Rückenwind hat wieder zugenommen und er muss sich strecken müssen, um hier noch einen guten Sprung rauszuholen. Gelingen tut der ihm aber nicht. Nach 122 Metern wird er morgen keinen leichten K.o.-Gegner erhalten.
 
Philipp Aschenwald (AUT)
Jetzt sind die Verhältnisse schon wieder direkt anders und Philipp Aschenwald muss bei Rückenwind runter. Am Schanzentisch verpasst der 26-Jährige den Absprung, macht aber noch recht viel daraus und stellt die 128, Meter in den Schnee. Auch er ist sicher im morgigen Wettkampf dabei!
 
Danil Sadreev (RUS)
Die Bedingungen passen derzeit wieder und auch bei Danil Sadreev geht es bei einem guten Aufwind richtig weit die Anlage hinunter. Nach 135 Metern und 17er-Noten setzt er sich auf Platz drei vor Severin Freund.
 
Piotr Zyla (POL)
Piotr Zyla ballt die Faust bei der Ausfahrt! Er erwischt den Absprung gut, legt sich mit Vertrauen über seine Latten und haut bei leichtem Aufwind die 138,5 Meter raus. Um 2,2 Punkte geht es an Tschofenig vorbei und an die Spitze.
 
Daniel Tschofenig (AUT)
Daniel Tschofenig klopft in Richtung Olympia an. Der Youngster aus dem ÖSV-Team war schon im Training richtig gut dabei und haut jetzt einen richtig tollen Sprung raus. Von oben bis unten passt bei dem 19-Jährigen alles zusammen und er geht mit 135 Metern in Führung.
 
Gregor Deschwanden (SUI)
Gregor Deschwanden springt sich bei der Vierschanzentournee in eine richtig gute Form. Nachdem er in Oberstdorf der beste Schweizer war, passt es auch jetzt bei ihm wieder richtig gut zusammen. Mit 128 Metern übernimmt er Platz drei in der Zwischenwertung.
 
Simon Ammann (SUI)
Auch Simon Ammann hat es jetzt gar nicht so einfach und braucht einen sauberen Sprung, um hier bis in den Wettkampf zu kommen. Die Weite passt für die Bedingungen mit 126 Metern, durch die Landung aber lässt Ammann einiges an Punkten liegen. Zittern muss er als Siebter aber keinesfalls. Er hat die Qualifikation bereits sicher.
 
Daiki Ito (JPN)
Daiki Ito hat es jetzt von den Rückenwinden alles andere als einfach und so sind dann seine 123 Meter schon ordentlich was wert. 8,2 Punkte bekam er da für die Rückenwinde obendrauf.
 
Roman-Sergeevich Trofimov (RUS)
Der russische Konkurrent kann an diese Weite nicht heranspringen, schafft es mit derzeit Platz 16 aber haarscharf bis in den Wettkampf.
 
Dawid Kubacki (POL)
In Oberstdorf war Dawid Kubacki der einzige Pole im Finaldurchgang, hatte dort aber viel zu tun. In Garmisch-Partenkirchen gelingt ihm zwar kein Übersprung, aber mit 126,5 Metern und Platz zwei hinter Freund wird es zumindest sicher bis in den Wettkampf gehen.
 
Niko Kytösaho (FIN)
Die Jury drückt auf das Tempo und schickt mit Niko Kytösaho bereits den nächsten Starter runter. Anders als die Athleten direkt vor ihm hat er wieder mehr Rückenwind und dann hat er doch schon ordentlich zu tun, als er am Tisch zu aggressiv unterwegs ist. Es werden 122,5 Meter. Reicht das für den Wettkampf? Ja, allerdings nur knapp.
 
Fredrik Villumstad (NOR)
Fredrik Villumstad hat weiterhin das Vertrauen der Trainer und darf sich im Weltcup beweisen. Heute bedankt er sich mit Platz acht und der sicheren Qualifikation für den Wettkampf.
 
Artti Aigro (EST)
Auch Artti Aigro hat es gar nicht so übel von den Bedingungen. Der 22-Jährige kommt recht flach vom Schanzentisch weg, liegt aber richtig schön in der Luft und kann durch sein Luftpolster noch viel rausholen. Mit 129 Metern und Platz sechs ist er sicher weiter.
 
Pawel Wasek (POL)
Aufwindbedingungen für Pawel Wasek. Die gilt es für den Polen jetzt ausnutzen und das tut er. Mit 129,5 Metern setzt er Severin Freund auf Platz eins zwar nicht unter Druck, ist als derzeit Dritter aber ebenfalls sicher weiter.
 
Keiichi Sato (JPN)
Keiichi Sato schafft es nicht, seinen Absprung pünktlich hinzubringen und im Flug schleicht sich eine Asymmetrie ein. Dadurch kann er dann kein Luftpolster aufbauen und muss auch schon nach 123 Metern landen. Da wäre bei den Bedingungen noch deutlich mehr möglich.
 
Jakub Wolny (POL)
Jakub Wolny setzt mit 123,5 Metern zwar nicht die größte Weite in den Schnee, bekommt allerdings auch vier Punkte für den Rückenwind obendrauf. Dadurch reicht es ihm dann doch für die Qualifikation für den Wettkampf.
 
Mikhail Nazarov (RUS)
Enttäuschende Miene bei Mikhail Nazarov! Der Routinier aus Russland blickt auf einen richtig guten Sommer, kommt aber im Winter so gar nicht zurecht. Am Schanzentisch passt wenig zusammen und er landet schon viel zu früh, um sich sicher das ´Q´ zu holen.
 
Mackenzie Boyd-Clowes (CAN)
Mackenzie Boyd-Clowes wird seinerseits noch etwas abwarten müssen, ob es für ihn ausreichen wird. Nach 123,5 Metern rangiert er sich auf Platz zehn der Zwischenwertung ein. Drei Athleten müsste er noch hinter sich lassen, damit es sich ausgeht.
 
Vladimir Zografski (BUL)
Vladimir Zografski lässt die Meter vor allem in der Anlaufspur liegen, in der er deutlich langsamer ist als die Konkurrenz. Mit 125 Metern holt er durch gute Bedingungen recht viel heraus und ist zumindest im Wettkampf dabei.
 
Fatih Arda Ipcioglu (TUR)
Fatih Arda Ipcioglu konnte in Oberstdorf als erster Türke Weltcuppunkte holen. Hat er jetzt die Nerven, um nach dem Rummel um ihn, auch jetzt anzugreifen? Es wird zumindest schwierig. Mit 123,5 Metern liegt er momentan auf Platz zwölf. Freuen darf sich über das ´Q´ derweil Justin Lisso.
 
Andrzej Stekala (POL)
Andrzej Stekala muss etwas zuwarten, bis er die Freigabe von der Jury bekommt. Stören dürfte ihn das nicht, denn er hat richtig gute Bedingungen, als er losgelassen wird. So werden dann auch einige kleinere Fehler verziehen und er schnappt sich Platz sechs.
 
Giovanni Bresadola (ITA)
Der Italiener seinerseits dürfte sicher durchkommen. Er kann den leichten Aufwind gut nutzen und ist im Sprung ordentlich unterwegs. 126,5 Meter bringen ihm Platz sechs ein. Sicher weiter sind inzwischen drei Athleten.
 
Filip Sakala (CZE)
Ilya Mankov wird sich jetzt ebenfalls auf den Wettkampf vorbereiten können. Filip Sakala kann nicht vorne reinstechen und bleibt mit 118 Metern in einem Bereich, in dem er noch zittern muss.
 
Sabirzhan Muminov (KAZ)
Sabirzhan Muminov hat wenig später Aufwind, kann den allerdings nicht nutzen. In der ersten Sprungphase muss der Kasache in seinen Sprung eingreifen und lässt dadurch an Weite liegen. Mit 115 Metern wird er ausscheiden. Freund seinerseits hat damit die Qualifikation für morgen sicher.
 
Ilya Mankov (RUS)
Ilya Mankov macht da schon eine deutlich bessere Figur. Der Russe kommt sehr gut vom Schanzentisch weg und muss in der Luft wenig korrigieren, was ihm eine gute Weite von 127 Metern einbringt. Durch die Pluspunkte für wieder deutlich mehr Rückenwind bringt ihm das Platz zwei hinter Freund ein.
 
Andrei Feldorean (ROU)
Andrei Feldorean liegt eigentlich ganz gut über den Skiern, eine große Weite herausholen kann der junge Athlet aus Rumänien aber am Ende nicht. Nach 108 Metern und niedrigen Noten ist für ihn die Sache in Garmisch-Partenkirchen wohl schon wieder vorbei.
 
Muhammet Irfan Cintimar (TUR)
In Oberstdorf schaffte es Muhammet Irfan Cintimar nicht bis in den Wettkampf. Wie läuft es bei der zweiten Station der Vierschanzentournee? Auch nicht viel besser. Nach 112 Metern wird er bereits zusammenpacken müssen.
 
Antti Aalto (FIN)
Antti Aalto vermasselt seinen Absprung hingegen völlig und schon hat der 26-Jährige keine Möglichkeit mehr, einen weiten Versuch ins Tal zu bringen. Nach 121 Metern und derzeit Platz zehn wird er noch zittern müssen.
 
Kevin Maltsev (EST)
Aufwind auch für Kevin Maltsev aus Estland. Kann er damit mehr anfangen als die beiden Starter vor ihm? Ja. Maltsev kommt viel besser vom Schanzentisch weg, liegt dann sehr rund und schön über seinen Latten und stellt die 129 Meter in den Schnee. Damit sollten wir ihn morgen wiedersehen.
 
Valentin Foubert (FRA)
Valentin Foubert aus dem französischen Team hat auch nicht viel zu melden. Auch bei dem 19-Jährigen geht der Sprung trotz guter Bedingungen schon viel zu früh zu Ende.
 
Yevhen Marusiak (UKR)
Yevhen Marusiak hat jetzt sogar Aufwind. Dafür sind dann seine 116,5 Meter deutlich zu wenig und er wird mit derzeit Position 17 wohl ausscheiden.
 
Ulrich Wohlgenannt (AUT)
Im Continentalcup war Ulrich Wohlgenannt zu Saisonstart besser unterwegs als Freund, doch jetzt im Weltcup scheint auch die Erfahrung eine Rolle zu spielen. Ein paar kleine Fehler schleichen sich ein, aber mit 128,5 Metern und derzeit Platz zwei dürfte auch der ÖSV-Athlet sicher im Wettkampf sein.
 
Severin Freund (GER)
Klasse! Severin Freund scheint wie ausgewechselt nach dem schweren Start in den Winter. Der Routinier im DSV-Team setzt den nur leichten Rückenwind in seinem Sprung perfekt um und knallt die 134,5 Meter in den Schnee. Ärgern tut sich Freund aber dennoch, denn bei der Landung drückt es ihn weit hinten rein.
 
Kevin Bickner (USA)
Über Weihnachten musste Kevin Bickner in die Heimat fliegen, um dort in der nationalen Ausscheidung für Olympia zu springen. Eine Strapaze, die ihm durchaus anzumerken ist. Nach 113 Metern ist auch für ihn die Sache schon gegessen.
 
Heung-Chul Choi (KOR)
Heung-Chul Choi versucht es angesichts der anstehenden Olympischen Winterspiele noch einmal und möchte trotz seiner 40 Jahre und einer langen Pause wieder mitmischen. Die Unsicherheit ist ihm aber anzusehen und mit 87,5 Metern hat er gar nichts zu melden.
 
Eetu Nousiainen (FIN)
Eetu Nousiainen konnte sich über den Continentalcup für die Weltcupmannschaft empfehlen. Mit 119,5 Metern geht er nicht an das deutsche Quartett an der Spitze der Ergebnisliste vorbei, könnte aber durchaus bis in den Wettkampf kommen.
 
Danil Vassilyev (KAZ)
Was kann der erst 17-jährige Youngster der Kasachen jetzt runterbringen? Er kommt besser zurecht als noch im Training, doch es scheint ihm noch an Sprungkraft zu fehlen und er kann seinen Sprung nicht flüssig ansetzen. Nach 115,5 Metern und Platz neun wird es auch für ihn eng werden.
 
Viktor Polasek (CZE)
Viktor Polasek hingegen braucht eigentlich gar nicht mehr warten, denn nach 113 Metern und nur Position elf dürfte sein Ausscheiden schon besiegelt sein.
 
Alex Insam (ITA)
Alex Insam gehört zu den größten Talenten des italienischen Teams. Mit 119 Metern kann er sich zwar steigern zu seinen letzten Wettkämpfen, doch reicht das auch für die Top 50. Es dürfte zumindest eng werden.
 
Daniel-Andrei Cacina (ROU)
Daniel-Andrei Cacina aus Rumänien ist der nächste Starter in dieser Qualifikation. Er hat weniger Rückenwind, kann aber trotzdem keine größere Weite hinbringen. 101,5 Meter, mehr werden es für den 20-Jährigen nicht.
 
Sergey Tkachenko (KAZ)
Auch bei Sergey Tkachenko ist die ganz große Weite nicht drin und der Kasache muss sich mit 113 Metern auf einem der hinteren Plätze einordnen. In Führung liegt weiterhin Justin Lisso.
 
Vitaliy Kalinichenko (UKR)
Der Rückenwind ist derzeit wieder etwas stärker geworden und wenn dann auch die Technik nicht zusammenpasst, sind weite Sprünge kaum möglich. Nur 102,5 Meter stellt der Athlet aus der Ukraine hin und wird damit ausscheiden.
 
Casey Larson (USA)
Auch der US-Amerikaner kann eigentlich schon einen Haken hinter die Tournee-Station Garmisch-Partenkirchen setzen. Mit 113 Metern rangiert er sich nur auf Platz sieben ein.
 
Ziga Jelar (SLO)
Ziga Jelar konnte sich durch starke Leistungen bei der nationalen Meisterschaft vor Weihnachten empfehlen, auf der internationalen Ebene passt es aber bei der Tournee noch nicht zusammen. Mit 114 Metern kann er eigentlich schon zusammenpacken. Die Weite wird nicht reichen.
 
Roman Koudelka (CZE)
Roman Koudelka blickt auf richtig schwere Jahre zurück und auch in dieser Saison steht für den Routinier aus Tschechien noch nichts zu Buche. Nach 118,5 Metern ordnet er sich hinter Raimund aus und alles sieht danach aus, als würde er ausscheiden.
 
Philipp Raimund (GER)
Philipp Raimund geht als letzter Starter der nationalen Gruppe über die Anlage. Er hat etwas mehr Rückenwind als seine Teamkollegen und so sind die 121,5 Meter schon ganz ordentlich. Ein bisschen lässt er in der Haltung liegen und aktuell steht Rang vier zu Buche. Er wird abwarten müssen, was jetzt noch von der internationalen Konkurrenz so kommt.
 
David Siegel (GER)
Schade! David Siegel vergeigt nach einem Fehler am Schanzentisch einen besseren Sprung. Nach 116,5 Metern wird er es wohl nicht bis in den Wettkampf schaffen und dürfte noch etwas länger auf sein Comeback im Weltcup warten.
 
Martin Hamann (GER)
Martin Hamann hat schon deutlich mehr Weltcuperfahrung als die Teamkollegen, heute hilft ihm das aber wenig. Nach 122 Metern wird er noch abwarten müssen, ob diese Weite für den Wettkampf reicht, denn genau in diesem Bereich dürfte es sich später entscheiden.
 
Felix Hoffmann (GER)
In den Trainingsdurchgängen lief es bei Felix Hoffmann so gar nicht nach Plan, jetzt aber bringt auch er einen richtig schönen Versuch die Schanze hinunter. Nach 126,5 Metern ordnet er sich knapp hinter Lisso ein.
 
Kilian Märkl (GER)
Kilian Märkl vom heimischen Skiclub dürfte es hingegen doch schon schwerer haben morgen noch einmal an den Start zu gehen. Er kommt deutlich flacher als Lisso vom Tisch und landet nach 117 Metern.
 
Justin Lisso (GER)
Es ist angerichtet und mit dem DSV-Springer Justin Lisso geht der erste Athlet in der Qualifikation über die Schanze. Lisso blickt auf gute Trainingssprünge zurück und jetzt gilt es eigentlich nur noch die Nerven im Griff zu haben. Bei leichtem Rückenwind läuft es bei ihm ganz ordentlich und nach 126 Metern hat er alle Möglichkeiten, morgen wieder mitzumischen.
 
So lief das Training
Vor der Qualifikation hatten die Athleten in zwei Trainingsdurchgängen die Möglichkeit, sich an die Schanze heranzutasten. Das erste Training gewinnen konnte Timi Zajc aus Slowenien, der in Oberstdorf noch überraschend die Quali verpasste. Hinter ihm landete Karl Geiger vor Daniel-Andre Tande. Im zweiten Trainingsdurchgang hatte sich Markus Eisenbichler mit 139 Metern vor Piotr Zyla und Anze Lanisek durchsetzen können.
 
Großes Starterfeld
Durch die Olympischen Winterspiele ist das Starterfeld in diesem Jahr deutlich größer und insgesamt 77 Athleten müssen gleich in der Qualifikation über die Schanze. Nur 50 davon werden morgen die Chance haben, im Neujahrsspringen erneut an den Start zu gehen.
 
Schweizer bleiben zu dritt
Bei den Schweizern wurde auch für Garmisch-Partenkirchen kein Starter für den verletzten Dominik Peter nachnominiert und es werden auch von der Olympiaschanze nur drei Schweizer an den Start gehen. Für Simon Ammann, Gregor Deschwanden und Killian Peier dürfte die Qualifikation heute aber nur eine Pflichtaufgabe sein.
 
Sieben Österreicher am Start
Österreichs Skispringer sind hinter den Erwartungen in die Vierschanzentournee gestartet und es müsste schon viel passieren, wenn man um den Gesamtsieg noch eine Rolle spielen möchte. Daniel Huber liegt 33 Punkte hinter Kobayashi, Stefan Kraft hat bereits 41,9 Punkte Rückstand. Da gilt es sich von nun an, auf Einzelergebnisse zu konzentrieren und Oberstdorf abzuschütteln. Das Team aus Österreich besteht wie beim Auftakt aus Kraft, Huber, Jan Hörl, Manuel Fettner, Philipp Aschenwald, Daniel Tschofenig und Ulrich Wohlgenannt.
 
Rumpfteam unverändert
Das Rumpfteam des DSV bleibt unverändert. Neben den Teamleadern Karl Geiger und Markus Eisenbichler dürften die Augen in Garmisch-Partenkirchen vor allem auf Severin Freund gerichtet sein, der sich über den Continentalcup zurück ins Team kämpfte und in Oberstdorf einen guten Eindruck hinterließ. Nur eine Disqualifikation verhinderte dort die Weltcuppunkte. Andreas Wellinger, Stephan Leyhe sowie Constantin Schmid und Pius Paschke vervollständigen das große deutsche Aufgebot.
 
Deutschland mit nationaler Gruppe
Beim Wettkampf in Garmisch-Partenkirchen setzt der Deutsche Skiverband zum ersten Mal in dieser Saison die nationale Gruppe ein, womit das Starterfeld des DSV um sechs Athleten wächst. David Siegel, der sich nach Verletzungsproblemen zurückkämpfen muss, sowie Martin Hamann, Philipp Raimund, Justin Lisso, Kilian Märkl und Felix Hoffmann erhielten das Vertrauen der Trainer. Nicht nominiert wurde indes Richard Freitag, der sich derzeit ebenfalls über die Wettkampfserien unter dem Weltcup empfehlen muss.
 
Kobayashi siegt in Oberstdorf
Einen Wettkampf haben die Skispringer bei der 70. Vierschanzentournee bereits absolviert. In Oberstdorf durchgesetzt hatte sich Ryoyu Kobayashi aus Japan. Auf dem zweiten Platz folgt Halvor Egner Granerud vor seinen Teamkollegen Robert Johansson und Marius Lindvik. Karl Geiger folgte hinter dem norwegischen Trio auf Position fünf, hat aber in der Tournee weiterhin alle Chancen.
 
Herzlich willkommen!
Teil zwei der Vierschanzentournee steht an! Nach einem Ruhetag haben die Skispringer sich heute für die Qualifikation für das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen eingefunden. Um 14:00 Uhr soll es losgehen.