Skispringen
06.01.2022
Bischofshofen, Österreich
Einzelspringen Großschanze BEENDET
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Athleten bleiben in Bischofshofen
Nach der anstrengenden Tournee bleiben die Athleten in Bischofshofen. Nach nur einem Ruhetag geht es bereits am Samstag mit zwei Weltcups weiter. Am Samstag steht ein weiterer Einzel an, am Sonntag geht es im Team um den Sieg. Wir sind auch dann wieder live dabei und verabschieden uns mit Glückwünschen an Kobayashi von einem spannenden Finale der Vierschanzentournee.
 
Norweger komplettieren Gesamtpodest
Ryoyu Kobayashi gewinnt die Vierschanzentournee am Ende souverän mit 1162,3 Punkten und 24,2 Punkten Vorsprung zu Marius Lindvik aus Norwegen. Den dritten Rang geht durch Halvor Egner Granerud (-34,1 Pkt.) ebenfalls an das norwegische Team. Karl Geiger hatte noch einmal angegriffen, landete aber schließlich 4,6 Punkte hinter Granerud und verpasst die Top Drei der Gesamtwertung. Markus Eisenbichler wird Fünfter.
 
Schweizer abgeschlagen
Nicht viel zu holen gab es für die Schweizer. Gregor Deschwanden fand sich am Ende auf Platz 25. wieder, Killian Peier war 28. Für Simon Ammann war der Wettkampf bereits zur Halbzeit beendet.
 
Auch Eisenbichler in den Top Ten
Im deutschen Team war es hinter Karl Geiger einmal mehr Markus Eisenbichler der überzeugte. Mit Platz acht landete er auf dem achten Rang. Constantin Schmid wird in Bischofshofen nach einer Nullnummer am Mittwoch heute 17., Pius Paschke (23.) und Stephan Leyhe (25.) komplettieren das deutsche Ergebnis.
 
Gute ÖSV-Teamleistung
Auch hinter Huber konnten die Österreicher gute Leistungen abliefern. Jan Hörl kam auf Platz sieben durch, Philipp Aschenwald war als Elfter auch in den Top 15. Clemens Aigner rangiert beim Finale der Tournee auf Platz 18 vor Daniel Tschofenig und dem gestürzten Manuel Fettner. Michael Hayböck wurde 22., Stefan Kraft 24.
 
Huber feiert ersten Weltcuperfolg, Kobayashi den Tourneesieg
Zwei Athleten dürften heute ein dickes Grinsen auf dem Gesicht haben. Daniel Huber gelingt der große Befreiungsschlag und endlich ist der erste Weltcupsieg da! Mit 136,5 und 137 Metern konnte er sich um 4,4 Punkte gegen Halvor Egner Granerud und Karl Geiger (-4,9 Pkt.) durchsetzen. Ryoyu Kobayashi zeigte seinerseits heute Nerven und verpasst mit Platz fünf seinen zweiten Grand Slam. Mit dem Tourneesieg und dem fetten Preisgeld dürfte er sich aber gut trösten können. Für den Japaner ist es der zweite Gesamtsieg bei der Vierschanzentournee.
 
Karl Geiger (GER)
Es gilt für Karl Geiger. Kann er zum Abschluss der Tournee noch den Sieg mitnehmen? Nein! Geiger verpasst seinen Absprung, fällt etwas durch und landet bei 132 Metern. Für Huber wird das nicht reichen, aber was ist mit dem Podest? Hauchdünn! 0,8 Punkte nimmt er Sato ab und landet auf Platz drei.
 
Daniel Huber (AUT)
Behält Daniel Huber die Nerven? Ja! Am Absprung eine kurze Unsicherheit, dann aber geht es dahin und Huber geht bis auf 137 Meter hinunter! ´Jaa!´, schreit der 29-Jährige seine Freunde freiheraus. Er übernimmt Platz eins und steht sicher auf dem Podest. Doch wird es der Sieg oder nimmt ihn den Geiger noch weg?
 
Yukiya Sato (JPN)
Yukiya Sato liefert wieder einen richtig guten Sprung ab und der Japaner kann nach 134,5 Metern auf das Podest hoffen. Granerud bleibt vor ihm, Kobayashi landet aber hinter ihm. Der gehört ganz fair zu den ersten Gratulanten und holt Sato im Auslauf ab.
 
Halvor Egner Granerud (NOR)
Und schon hat sich der Grand Slam erledigt! Halvor Egner Granerud erwischt seinen Absprung zwar auch nicht sauber, kommt aber in der Flugphase richtig gut zurecht und brennt die 136 Meter in den Schnee. Mit 4,6 Punkten geht er an Kobayashi vorbei. Der aber kann sich mit dem Tourneesieg trösten. Da ist niemand mehr oben, der ihn einholen könnte.
 
Ryoyu Kobayashi (JPN)
Den Tourneesieg sollte ihn niemand mehr nehmen, aber kann Ryoyu Kobayashi seinen zweiten Grand Slam holen? Am Absprung verpasst er das Timing und so lässt er nach Durchgang eins wieder liegen! Mit 133,5 Metern geht er zwar knapp an Johansson vorbei, aber da stehen ja noch vier Athleten oben, die ihm die historische Marke versauen können.
 
Manuel Fettner (AUT)
Sturz von Manuel Fettner! Wie schon gestern in der Quali geht bei der Landung der Clip auf und dem Österreicher fährt der rechte Ski weg. Fettner landet unsanft im Schnee, steht aber schnell wieder auf und gibt Entwarnung. Nach diesem Sturz ist das das wichtigste.
 
Markus Eisenbichler (GER)
Knöpft Markus Eisenbichler dem Norweger die Führung jetzt schon wieder ab? Nein. Der 30-Jährige schlägt sich im Auslauf die Hände vor dem Kopf und ärgert sich über seinen Sprung auf 134 Meter. Er reiht sich auf Position drei ein.
 
Robert Johansson (NOR)
Was kann Robert Johansson jetzt anbieten? Der Norweger muss kurz nach dem Absprung eingreifen, dann aber liegt er schön über den Ski. Nach 135 Metern und guten Noten im 18er-Bereich setzt er sich um 2,4 Punkte vor Hörl.
 
Philipp Aschenwald (AUT)
Kann Philipp Aschenwald das noch steigern? An seinen Teamkollegen wird Aschenwald nicht vorbeiziehen, aber für ihn persönlich war das heute ein guter Wettkampf. Mit 136 und 132,5 Metern rangiert er sich auf Position vier der Zwischenwertung ein.
 
Jan Hörl (AUT)
Die Spannungskurve steigt so langsam an und nur noch zehn Athleten stehen im Finale der Tournee oben. 136 Meter müsste er bringen, um Kos seine Führung wegzuschnappen. Und genau diese Weite bringt Hörl! Die Noten sind ebenfalls richtig hoch und so wird es für den 23-Jährigen an die Spitze gehen.
 
Timi Zajc (SLO)
Und schon geht es zwei Luken nach unten. Daraus muss Timi Zajc deutlich arbeiten und landet nach 129 Metern. Für ihn wird es einige Plätze nach hinten gehen.
 
Lovro Kos (SLO)
Lovro Kos sorgt für Sorgen bei der Jury! Der Slowene erwischt seinen Sprung oben perfekt, liegt dann richtig schön über den Latten und erst nach 144 Metern kommt die Landung. Da bekommt er zwar ein paar Abzüge, aber es reicht dennoch, um sich Platz eins zu holen. 2,1 Punkte hat er Vorsprung zu Lindvik.
 
Junshiro Kobayashi (JPN)
Junshiro Kobayashi hat jetzt auch Aufwind und kann das nutzen, um seinen ersten Sprung noch einmal zu toppen. Nach seinen 135 Metern gibt es allerdings doch deutliche Abzüge für den Wind und er bleibt knapp hinter Zografski und Zyla.
 
Vladimir Zografski (BUL)
Vladimir Zografski ist in der Anlaufspur gewohnt langsamer als die Konkurrenz. Kann er trotzdem noch eine gute Weite rausholen? Ja. Es geht bis auf 135 Meter hinunter. Abzug bekommt er zwar für den Aufwind, doch es reicht, um Zyla zu verdrängen. Lindvik liegt zehn Punkte davor auf Platz eins.
 
Piotr Zyla (POL)
Was ist für den Routinier aus Polen möglich? Noch so einiges! Bei einem leichten Rückenwind geht es für ihn bis auf 134 Meter hinunter. Die Noten sind zwar nicht top, aber es reicht, um Platz zwei zu übernehmen. Als das Ergebnis aufleuchtet, gibt es die Faust des Polen. Er ist mit dem heutigen Wettkampf zufrieden.
 
Constantin Schmid (GER)
Lindvik wird Constantin Schmid mit seinen 130 Metern nicht knacken, aber wie sieht es im Kampf um Platz zwei dahinter aus? Auch da reicht es nicht. Lanisek bleibt mit 1,8 Punkten vor dem 22-Jährigen.
 
Dawid Kubacki (POL)
Dawid Kubacki bräuchte auch schon 140,5 Meter zeigen, damit es an Lindvik vorbeigeht. Eine Weite, an der der Pole deutlich scheitert. Mit 123 Metern und einer misslungenen Landung wird er weit nach hinten durchgereicht.
 
Anze Lanisek (SLO)
Aigner muss seinen Platz hinter Lindvik bereits wieder räumen. Anze Lanisek kann mit 132 Metern die Weite des Österreichers überfliegen und ordnet sich zwei Punkte vor diesem ein.
 
Clemens Aigner (AUT)
Clemens Aigner blickt auf zwei gute Wettkämpfe in Bischofshofen zurück und auch am heutigen Tag zeigt sich der 28-Jährige mit einer guten Leistung. Nachdem er im ersten Sprung bis auf 128,5 Meter zeigen konnte, geht es jetzt auf die 130,5 Meter. Führender bleibt nach seinem Fabelsprung weiter Lindvik, Aigner ist Zweiter.
 
Pius Paschke (GER)
Der zweite deutsche Starter ist mit Pius Paschke in der Spur. Geling ihm zum Finale der Tournee noch einmal ein guter Sprung? Nicht ganz. Mit 126 Metern muss auch er schon früh wieder die Landung in den Schnee setzen. Er ordnet sich vor Kraft auf Platz fünf ein.
 
Gregor Deschwanden (SUI)
Gregor Deschwanden schließt den ersten Block im Finale ab. Angreifen kann der Schweizer allerdings nicht! Sein Absprung passt nicht ganz und er verliert da ein wenig den Schwerpunkt. So werden es dann bei viel Rückenwind auch nicht mehr als 124,5 Meter.
 
Daniel Tschofenig (AUT)
Daniel Tschofenig beißt sich an dem Konkurrenten aus Norwegen die Zähne aus, doch unzufrieden muss er heute nicht sein. Nach 129,5 Metern und soliden Noten wird er sich auf den zweiten Platz in der Zwischenwertung einsortieren.
 
Marius Lindvik (NOR)
Im ersten Durchgang ging der Sprung des jungen Norwegers komplett in die Hose, jetzt zeigt er, was er eigentlich draufhat! Mit 139 Metern bei viel Rückenwind bietet er einen Sahnesprung ab und geht souverän mit 24,5 Punkten Vorsprung in Führung.
 
Peter Prevc (SLO)
Peter Prevc ist auch heute wieder früh im Finale an der Reihe. Mit 127,5 Metern ist er dann auch derjenige, der Kraft von seiner ersten Position verdrängt.
 
Stephan Leyhe (GER)
Bei Stephan Leyhe müssten die 127 Meter her, damit er Kraft von der ersten Position verdrängen kann. Gelingen aber tut ihm das nicht! Mit 125,5 Metern lässt auch er doch etwas aus. Verschenkt hatte er die höhere Weite mit einem späten Absprung.
 
Michael Hayböck (AUT)
Gestern konnte sich Hayböck über einen Top-Ten-Platz freuen. Heute wird der 30-Jährige kleinere Brötchen backen müssen. Mit 127,5 Metern und niedrigen Noten lässt er Teamkollege Kraft nur knapp hinter sich.
 
Evgeniy Klimov (RUS)
Evgeniy Klimov ist der nächste Starter, der sich im Finale beweisen muss. 129 Meter müsste er hinbringen, damit er an Kraft vorbeikommt, doch der Russe landet schon nach nur 118,5 Metern und fällt entsprechend auf den letzten Platz zurück.
 
Killian Peier (SUI)
Auch Killian Peier war mit seinem ersten Sprung alles andere als glücklich und muss jetzt schon früh wieder eingreifen. Viel besser läuft es aber auch jetzt nicht! Er hat richtig zu tun, möchte etwas zu viel und nach 123,5 Metern bleibt er hinter Kraft zurück.
 
Stefan Kraft (AUT)
Stefan Kraft war nach dem ersten Sprung natürlich überhaupt nicht zufrieden, denn da kann er eigentlich mehr. Jetzt läuft es besser und er kann immerhin die 129 Meter in den Schnee stellen.
 
Ziga Jelar (SLO)
Es ist angerichtet für das Finale der besten 30 Starter. Den Anfang macht Ziga Jelar aus Slowenien. Im ersten Versuch war er bei 125 Metern gelandet, was bietet er jetzt an? Auch nur einen durchschnittlichen Sprung auf 124 Meter. Damit wird er es schwer haben, sich noch vom 30. Platz wegzubewegen.
 
Um 18:42 Uhr startet der Showdown
Es dauert nicht mehr lange, dann steht in Bischofshofen der große Showdown an. Kann Karl Geiger seine Spitze behaupten oder kämpft sich Ryoyu Kobayashi noch einmal zurück und sichert sich auch im vierten Springen den Sieg. Damit würde er in die Geschichtsbücher eingehen, denn bisher hat noch niemand zweimal einen Grand Slam feiern können. Los geht´s um 18:42 Uhr.
 
Ammann muss im Finale zusehen
Im Finale nur Zuschauer ist Simon Ammann, der als 47. doch deutlich ausgeschieden war. Gregor Deschwanden und Killian Peier schafften es zwar bis in das Finale, werden mit den Plätzen 21. und 28. aber früh wieder an der Reihe sein.
 
Nur zwei Österreicher scheiden aus
Aus dem Team der Österreicher scheiden zwei Athleten aus. Ulrich Wohlgenannt wurde knapper 31., Thomas Lackner landete auf Platz 42. Neben Daniel Huber hat auch Manuel Fettner noch alle Chancen. Er ist zur Halbzeit Sechster. Philipp Aschenwald rangiert auf Position neun und auch Jan Hörl ist als Zehnter in den Top Ten. Clemens Aigner ist als 19. wie auch Daniel Tschofenig (22.), Michael Hayböck (26.) und Stefan Kraft (29.) ebenfalls im Finale dabei.
 
Auch Eisenbichler in den Top Ten
Neben Karl Geiger liegt auch Markus Eisenbichler als Siebter derzeit in den Top Ten. Constantin Schmid rangiert auf Platz 16, Pius Paschke ist auf Rang 19 zu finden. Stephan Leyhe qualifizierte sich als 25. für das Finale. Andreas Wellinger und Severin Freund schieden aus.
 
Geiger führt zur Halbzeit
Spannender hätte es beim Finale der Vierschanzentournee nicht zugehen können. Nach dem ersten Durchgang liegt in Bischofshofen nicht etwa Ryoyu Kobayashi vorne, sondern Karl Geiger. Der Deutsche hat 2,2 Punkte Vorsprung zu Daniel Huber. Dritter ist Yukiya Sato aus Japan, dem 4,1 Punkte zu Geiger fehlen. Halvor Egner Granerud lauert auf Platz vier, Kobayashi hat mit 6,8 Punkten ebenfalls noch alle Chancen.
 
Fredrik Villumstad (NOR) vs. Ryoyu Kobayashi (JPN)
Fredrik Villumstad muss bei 121,5 Metern die Segel streichen und wird damit wohl das Finale nicht sehen, denn sein Gegner ist Ryoyu Kobayashi. Was kann der Japaner jetzt hinsetzen? 133,5 Meter. Damit geht es nicht an die Spitze! Kobayashi ist nach dem ersten Durchgang Fünfter.
 
Simon Ammann (SUI) vs. Markus Eisenbichler (GER)
In der Quali kam der Schweizer noch knapp durch, jetzt aber ist endgültig Schluss. Mit nur 118 Metern wird er keine Chance auf die Lucky Loser haben und Markus Eisenbichler keine große Aufgabe mit auf den Weg gehen. Eisenbichler überfliegt die Weite locker, Druck in Richtung Spitze kann er aber nicht machen. Bei 133 Metern ist schon Schluss. Er ist Siebter.
 
Thomas Lackner (AUT) vs. Marius Lindvik (NOR)
Auch Thomas Lackner muss hoffen, dass Marius Lindvik jetzt scheitert. Mit seinen 120 Metern würde er den Sprung über die Lucky Loser nicht schaffen. Der Norweger hadert kurz danach auch! Mit 126 Metern gewinnt er zwar das Duell lässt aber in der Tourneewertung richtig viel liegen.
 
Daniel-Andre Tande (NOR) vs. Jan Hörl (AUT)
Daniel-Andre Tande wird heute einen Haken hinter den Wettkampf setzen müssen. Mit nur 123,5 Metern hat er keine Chance gegenüber Jan Hörl, der die 130 Meter zeigt.
 
Keiichi Sato (JPN) vs. Killian Peier (SUI)
Keiichi Sato gibt Killian Peier da keine große Aufgabe mit auf den Weg. Bereits nach 118,5 Metern ist für ihn Schluss. Peier dürfte aber trotz Duellsieg nicht zufrieden auf den Durchgang blicken. Mit 124 Metern bietet er keinen Topsprung an und wird im Finale früh wieder dran sein.
 
Danil Sadreev (RUS) vs. Anze Lanisek (SLO)
Es wird eine haarscharfe Entscheidung. 125,5 Meter legt Danil Sadreev aus Russland vor, bei Anze Lanisek werden es kurz darauf 127,5 Meter.
 
Fatih Arda Ipcioglu (TUR) vs. Robert Johansson (NOR)
Fatih Arda Ipcioglu hat im ersten Abschnitt ein bisschen was zu tun und durch die Bewegungen lässt er viele Meter liegen. Dadurch hat dann Robert Johansson wenig Schwierigkeiten, bietet aber auch einen guten Sprung an. Mit 133 Metern setzt er sich auf Platz sechs.
 
Junshiro Kobayashi (JPN) vs. Daniel Huber (AUT)
Während sein Bruder gleich den Abschluss machen wird, ist Junshiro Kobayashi bereits jetzt an der Reihe. Mit 129,5 Metern eröffnet er das Duell gegen Daniel Huber. Kann der Österreicher diese Marke jetzt überspringen oder geht der Duellsieg an Japan? Huber lässt Kobayashi keine Chance, segelt bis auf 136,5 Meter und nimmt hohe Noten mit. Nur ganz knapp bleibt er damit hinter Geiger zurück. Der war zwar weiter gesprungen, allerdings mit mehr Anlauf und weniger Rückenwind. Kobayashi ist Zweiter in den Lucky Losern.
 
Andreas Wellinger (GER) vs. Stefan Kraft (AUT)
Das nächste Duell zwischen Deutschland und Österreich steht in den Startlöchern. Vorlegen muss Andreas Wellinger, dem die Enttäuschung aber im Anlauf anzusehen ist. Mit 124 Metern wird es schwierig mit dem Weiterkommen. Aber auch Kraft patzt und kommt nicht weiter als 124 Meter. Der Wind ist ähnlich, in der Haltung setzt sich Kraft knapp durch. Mit nur zwei Zehnteln Rückstand scheidet Wellinger aus. Was für eine knappe Kiste!
 
Piotr Zyla (POL) vs. Dawid Kubacki (POL)
Vor dem nächsten Duell reagiert die Jury und geht um zwei Luken nach unten. Piotr Zyla kann daraus einen soliden Sprung abliefern und bei 128 Metern kommt die Landung. Kubacki kommt auf die gleiche Weite, hatte allerdings schlechtere Haltungsnoten. Zyla holt sich den Duellsieg, Kubacki muss warten, ob es für die Lucky Loser reicht.
 
Mackenzie Boyd-Clowes (CAN) vs. Timi Zajc (SLO)
126 Meter dürfte kein Sprung sein, der Timi Zajc vor eine große Herausforderung stellen wird. Allerdings hat der Slowene auch ab und an mal Sprünge drin, die überhaupt nicht aufgehen. Heute allerdings nicht. Mit 133 Metern holt er sich souverän den Sieg im Duell.
 
Pius Paschke (GER) vs. Yukiya Sato (JPN)
Im nächsten Duell ist Pius Paschke gefragt. Mit 130,5 Metern macht er eine solide Figur. Gegen seinen Duellgegner reicht das aber nicht: Yukiya Sato erfischt das Timing optimal, geht dann aggressiv in seinen Sprung hinein und segelt auf 139 Meter hinunter. Während Paschke sich auf Platz zwei bei den Lucky Losern setzt, übernimmt Sato Platz zwei in der Zwischenwertung.
 
Eetu Nousiainen (FIN) vs. Philipp Aschenwald (AUT)
Eetu Nousiainen kann mit den bärenstarken Sprüngen vor sich nicht mitgehen und er muss seinen Versuch schon bei 121 Meter beenden. Eine Weite, die Aschenwald jetzt eigentlich locker schlagen dürfte. Und wie er das tut! Nach 136 Metern geht es souverän in Finale. Ärgern tut sich Aschenwald dennoch, denn durch den wackeligen Telemark verliert er ein paar Punkte für die Zwischwertung. Mit Platz vier steht er aber solide da, Nousiainen seinerseits scheidet aus.
 
Karl Geiger (GER) vs. Manuel Fettner (AUT)
Nachdem Karl Geiger seinen Quali-Sprung vermasselte, ist der Deutsche bereits jetzt an der Reihe. Macht er es jetzt besser? Und wie! Geiger schickt eine Kampfansage in Richtung Tagessieg und das Podest der Tournee. Er nach 140,5 Metern kommt die Landung des Deutschen. Manuel Fettner lässt sich aber nicht lumpen! Mit 137,5 Metern zieht auch er seinen Sprung weit hinunter. Für Geiger reicht das nicht, aber mit dieser Weite hat Fettner beste Chancen über die Lucky Loser ins Finale zu kommen.
 
Zak Mogel (SLO) vs. Lovro Kos (SLO)
Im innerslowenischen Duell ist es Zak Mogel, der gegen Lovro Kos vorlegen muss. Nach 114,5 Metern aber wird Kos keine große Herausforderung mit auf den Weg gegeben. Er wird sich jetzt eher in Richtung Granerud orientieren. Mit 132 Metern bietet er den zweitbesten Sprung des Durchgangs ab und setzt sich auf Platz zwei.
 
Andrzej Stekala (POL) vs. Clemens Aigner (AUT)
Andrzej Stekala kann auch keinen Sprung hinstellen, der ihn zufriedenstimmen wird. Mit 123 Metern muss er schon auf einen groben Fehler von Clemens Aigner hoffen, damit sich das ausgeht. Der Österreicher tut seinem Konkurrenten den Gefallen nicht und gewinnt das Duell souverän mit 128,5 Metern. In der Zwischenwertung ist er Vierter.
 
Vladimir Zografski (BUL) vs. Roman Koudelka (CZE)
Das nächste Duell wird eröffnet von Vladimir Zografski. Und der Bulgare zeigt, dass er sich so schnell nicht geschlagen gibt. Seine 130,5 Meter muss auch Koudelka erst einmal schlagen. Der Tscheche vermasselt seinen Sprung in der ersten Phase und nach 124 Metern geht der Duellsieg an Zografski.
 
Niko Kytösaho (FIN) vs. Michael Hayböck (AUT)
Niko Kytösaho hatte in der Quali von Aufwind profitiert. Was kann der 22-Jährige jetzt unter leichten Rückenwinden hinbringen? Nicht viel. Nach 123 Metern ist der Druck für Hayböck eher gering. Der ÖSV-Starter gewinnt zwar das Duell, aber 126,5 Meter werden ihn sicherlich nicht glücklich stimmen. Da hat er mehr drauf!
 
Halvor Egner Granerud (NOR) vs. Severin Freund (GER)
Halvor Egner Granerud legt gegen Severin Freund mit einem Topsprung vor! Der Norweger kommt dieses Mal viel besser vom Tisch weg, legt dann alles in den Sprung und erst nach 136,5 Metern kommt die Landung. Wie kommt Freund mit dieser Herausforderung zurecht? Der Routinier vermasselt den Absprung und dann geht alles schief. Mit 121,5 Metern ist er ausgeschieden!
 
Daniel Tschofenig (AUT) vs. Gregor Deschwanden (SUI)
Der 19-jährige Youngster aus Österreich legt im Duell mit Schweizer Deschwanden vor. Und das macht er mit einer richtig guten Weite. 129 Meter könnten für Deschwanden schon eine Messlatte sein. Der macht es spannend, setzt ebenfalls die 129 Meter hin. Deschwanden bekommt die schlechteren Noten, hat aber mehr Rückenwind gehabt. Es wird eine knappe Geschichte. Wer ist direkt im Finale? Deschwanden, um nur 0,2 Punkte! Tschofenig führt in den Lucky Losern.
 
Joacim Ödegaard Björeng (NOR) vs. Ziga Jelar (SLO)
Joacim Ödegaard Björeng ist auch eine kleine Wundertüte. Manche Sprünge gehen bei dem 26-Jährigen auf, andere passen so gar nicht zusammen. Björeng muss vorlegen und landet bei 123 Metern. Sein Blick geht nach oben? Reicht die Durchschnittsweite oder geht der Duellsieg an Jelar? Der Slowene setzt sich mit 125 Metern zwar nicht ab, kann das Duell aber gewinnen und sich auf das Finale vorbereiten. Björeng ist in den Lucky Losern auf Platz drei. Es wird also eng für den Norweger.
 
Constantin Schmid (GER) vs. Giovanni Bresadola (ITA)
Es gilt wieder für einen deutschen Springer. Gegen Giovanni Bresadola sollte er eigentlich eine Chance haben und er legt gegen seinen italienischen Konkurrenten auch gleich einmal gut vor. Seine 130,5 Meter werden für Bresadola schwer zu schlagen sein. In der Qualifikation war er zwar besser, jetzt aber muss er bei Rückenwind zeigen, was er kann. Mit 124,5 Metern liefert Bresadola zwar einen guten Versuch ab, aber für Schmid reicht das nicht. Der DSV-Springer gewinnt das Duell und übernimmt die Führung in der Zwischenwertung.
 
Evgeniy Klimov (RUS) vs. Johann Andre Forfang (NOR)
Evgeniy Klimov begibt sich in die Spur und man darf gespannt sein, was er jetzt hinbringen kann. 126,5 Meter. Eine Weite, die Forfang eigentlich locker überspringen sollte. Der Norweger allerdings gilt auch als etwas Instabil. Welchen Sprung setzt er jetzt in den Schnee? Keinen guten! Forfang hat schon nach dem Absprung richtig viel zu tun, lässt Meter und Höhe liegen und landet schon bei 121 Metern. Klimov gewinnt das Duell.
 
Peter Prevc (SLO) vs. Artti Aigro (EST)
Das nächste Duell ist im vollen Gange und Peter Prevc hat bei leichtem Rückenwind die 129 Meter vorgelegt. Keine leichte Marke für Artti Aigro, der dann auch deutlich daran scheitert. Nach 122,5 Metern fällt er raus und setzt sich in den Lucky Losern auf Platz zwei.
 
Stephan Leyhe (GER) vs. Ulrich Wohlgenannt (AUT)
Es ist angerichtet für das erste Duell in Bischofshofen. Stephan Leyhe aus dem DSV-Team bekommt es mit ÖSV-Mann Ulrich Wohlgenannt zu tun. Ein durchaus offenes Duell. Was kann der Deutsche darin vorlegen? Bei fast Windstille geht aus Luke zehn bis auf 130 Meter. Der Blick geht nach oben. Was lässt Wohlgenannt dem folgen? 129 Meter. Jetzt kommt es auf die Noten an. Zweimal die 18.0 und einmal die 17.5 bekommt der Österreicher. Damit reicht es um drei Zehntel nicht für den Österreicher, der jetzt auf die Lucky Loser hoffen muss.
 
Schweres Duell für Ammann
Ein schweres Duell wartet gleich auf den Routinier der Schweizer. Simon Ammann qualifizierte sich als 49. nur hauchdünn für den Wettkampf und wird gleich auf Markus Eisenbichler aus dem DSV-Team treffen. Unter normalen Umständen bleibt für ihn also nur der Weg über die Lucky Loser. Killian Peier kam auf Platz fünf ebenso locker weiter wie Gregor Deschwanden auf Platz 20.
 
Zehn Österreicher im Wettkampf
Aus dem großen österreichischen Team, die in Bischofshofen die nationale Gruppe mit am Start hatten, kamen zehn Athleten in den Wettkampf. Die beste Leistung der Qualifikation setzte Jan Hörl als guter Vierter hin. Auch bei Daniel Huber und Stefan Kraft lief es in der Quali ordentlich und sie kamen auf den Rängen acht und neun in die Top Ten. Philipp Aschenwald qualifizierte sich als 13. vor Manuel Fettner (14.). Bei Clemens Aigner (16.) und Michael Hayböck (18.) ging es ebenfalls mit einem Platz in den Top 20 in den Wettkampf. Komplettiert wird das Aufgebot durch Ulrich Wohlgenannt (24.), Daniel Tschofenig (31.) und Thomas Lackner (48.).
 
Alle DSV-Starter dabei
Beim finalen Wettkampf der Tournee haben alle DSV-Starter den Sprung unter die Top 50 geschafft. Die beste Leistung lieferte Markus Eisenbichler ab, der als Zweiter Druck in Richtung Kobayashi ausüben könnte, wenn es um den Grand Slam geht. Wenig Selbstvertrauen hat indes Karl Geiger gesammelt. Mit 123 Metern landete er lediglich auf Platz 37. Gleich muss er gegen ÖSV-Starter Manuel Fettner springen. Severin Freund qualifizierte sich 19., Stephan Leyhe ist als 26. direkt im ersten Duell gefragt. Constantin Schmid beendete die Quali als 29., Pius Paschke und Andreas Wellinger komplettieren das deutsche Ergebnis auf den Plätzen 39 und 42.
 
Youngster Kos nach Sturz abgeschlagen
Lange mittendrin im Rennen um den Goldenen Adler war auch Lovro Kos aus Slowenien. Im weichen von Neuschnee bedeckten Aufsprunghang allerdings kam der Springer vom SSK Ilirija im 1. Durchgang am Mittwoch zu Sturz und musste alle Chancen begraben. Zum Glück aber ging der Sturz glimpflich aus und Kos konnte anschließend im Finale wieder mitspringen.
 
Kobayashi vor zweitem Grand Slam
Ryoyu Kobayashi könnte sich heute in die Geschichtsbücher einschreiben und als erster Athlet zweimal den Grand Slam bei der Tournee holen. Bereits 2019 hatte der Japaner mit vier Siegen den Gesamtsieg geholt. Sein größerer Konkurrent ist Marius Lindvik aus Norwegen. Dass er Kobayashi den Gesamtsieg noch nehmen kann, scheint angesichts von 17,9 Punkten Vorsprung allerdings unwahrscheinlich. Dritter der Tournee ist mit Halvor Egner Granerud ebenfalls ein Norweger. Ihn möchte heute sicherlich Markus Eisenbichler noch abfangen. Nur 3,4 Punkte trennen die beiden Athleten. Auch Karl Geiger ist mit 4,1 Zählern Rückstand noch die Chance auf das Podest.
 
Voller Tag in Bischofshofen
Nach der Absage in Innsbruck und dem gestrigen Nachholwettkampf auf der Anlage in Bischofshofen, hatten die Athleten zum Abschluss der Tournee einmal mehr einen anstrengenden Tag. Am Nachmittag ging es zunächst in der Qualifikation von der Schanze, nun wartet der Finalwettkampf der Tournee.
 
Herzlich willkommen!
In Bischofshofen ist alles angerichtet für ein spannendes Finale der diesjährigen Vierschanzentournee. Um 17:30 Uhr beginnt der 1. Durchgang im traditionellen K.o.-Modus.