Ski Alpin
20.12.2021
Alta Badia, Italien
Riesenslalom II der Herren BEENDET
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Schluss für heute
Damit verabschieden wir uns für den Moment vom alpinen Weltcup und aus Alta Badia. Schon morgen geht es wieder zur Sache, wenn die Frauen in Courchevel mit einem Riesentorlauf dran sind. Die Männer haben einen Tag Pause, ehe es in Madonna di Campiglio in den Stangenwald geht. Bis dann!
 
Feller wird noch abgefangen
Bester Österreicher wird einmal mehr Manuel Feller. Nach Rang 15 im ersten Lauf drehte der 29-Jährige im zweiten Durchgang auf und lag lange in Führung. Nur die letzten vier Fahrer konnten Feller noch überholen und ihn auf den fünften Rang verdrängen. Stefan Brennsteiner rast als Siebter ebenfalls in die Top Ten. Rapahel Haaser kommt auf Platz 16, Marco Schwarz auf 19.
 
Odermatt top, auch Murisier überzeugt
Aus schweizersicher Sicht überstrahlt der Sieg von Marco Odermatt natürlich alles. Aber auch Justin Murisier hat auf der Gran Risa überzeugt und sich im zweiten Durchgang von Position zehn auf sechs vorgefahren. Loic Meillard landet auf Rang 21, Daniele Sette auf 26.
 
Die Top drei bleiben bestehen
Marco Odermatt untermauert einmal mehr seine Ausnahmestellung im Riesenslalom und gewinnt in Alta Badia! Durch seinen dritten Sieg baut der Schweizer seinen Vorsprung in der Disziplinenwertung und auch im Gesamtweltcup natürlich weiter aus. Luca De Aliprandini sorgt für Jubelstürme beim italienischen Publikum und wird Zweiter. Damit steht der Italiener erstmals auf dem Weltcuppodest. Gleiches gilt für Alexander Schmid! Mit zwei überragenden Läufen hat der einzige Deutsche im Finale sich auf Rang drei katapultiert und darf erstmals vom Treppchen grüßen. Herzlichen Glückwunsch!
 
Marco Odermatt (SUI)
Jetzt kommt nur noch der große Riesenslalom-Dominator dieses Winters. Und Marco Odermatt macht von Anfang an klar, dass er nach seinem zweiten Platz gestern heute wieder ganz nach oben will. Fehlerfrei und mit wahnsinnigem Speed rast der Schweizer die Gran Risa hinab und fährt mit einer beeindruckenden Leistung eine ganze Sekunde heraus! Marco Odermatt gewinnt den zweiten Riesenslalom in Alta Badia!
 
Luca De Aliprandini (ITA)
0,68 Sekunden bringt Luca De Aliprandini mit. Aber die sind schon nach wenigen Toren fast komplett weg! Schmid ist hie richtig stark gefahren, der Italiener hingegen hat viel Unsauberkeiten drin. dafür überzeugt er mit Kraft und Power. Das wird eine ganz enge Kiste! Mit 0,08 Sekunden Vorsprung geht es an die Spitze und Luca De Aliprandini steht damit ebenso wie Alexander Schmid erstmals in einem Weltcup auf dem Podest.
 
Alexander Schmid (GER)
Jetzt gilt es für Alexander Schmid! Der 27-Jährige startet stark und baut den Vorsprung auf drei Zehntel aus. Einmal ist der Deutsche zu eng dran und muss leicht korrigieren. Der Vorsprung ist dahin, aber es ist weiter alles drin. Schmid legt alles rein und bleibt auch im Steilhang wieder voll auf Zug. Mit vollem Risiko geht es auf die Ziellinie zu und das wird am Ende belohnt! Mit zwei Hundertsteln Vorsprung geht es auf Position eins! Das Treppchen ist Alexander Schmid sicher!
 
Stefan Brennsteiner (AUT)
Manuel Feller wird hier also nicht gewinnen, aber eine Chance hat Österreich noch: Stefan Brennsteiner nimmt ganze sechs Hundertstel mit auf die Strecke und verteidigt diese zunächst bravourös. Letztlich ist der ganze Auftritt aber ein wenig zu unsauber und am Ende summiert sich das in deutlichem Rückstand.
 
Henrik Kristoffersen (NOR)
Jetzt werden wir sehen, was die Zeit von Manuel Feller wirklich wert ist. Vortagessieger Henrik Kristoffersen ist gleich voll auf Zug und unglaublich schnell unterwegs. Auch die knifflige Stelle im Steilhang löst der Norweger sauber, wenn auch mit geringem Tempo. Kristoffersen büßt noch einige Zehntel ein, rettet aber 0,37 Sekunden ins Ziel. Führung!
 
Zan Kranjec (SLO)
Nun kommt Zan Kranjec! Der Slowene ist aber von vornherein auf verlorenem Posten. Gleich zweimal verbremst er sich leicht und schon ist der Vorsprung dahin. Am Ende wird es nur Rang sieben.
 
Lucas Braathen (NOR)
Lucas Braathen ist mit seinem unorthodoxen Fahrstil auf der nun sehr welligen Gran Risa zunächst gut im Rennen. Im Mittelteil kostet eine spontane Richtungsänderung dann aber die womöglich entscheidenden Zehntel. Nur Platz sechs für Lucas Braathen!
 
River Radamus (USA)
River Radamus hatte im ersten Durchgang mit einem beherzten Lauf begeistert und sich auf den achten Rang katapultiert. Der dreifache Jugend-Olympiasieger ist auch diesmal ganz locker unterwegs, bügelt zwei kleine Fehler wieder aus. Aber reicht das für die Führung? Letztlich fehlt es an Grundgeschwindigkeit, um Manuel Feller zu verdrängen.
 
Filip Zubcic (CRO)
Der Slowene legt gut los, baut dann aber stetig ab. Filip Zubcic kriegt immer weniger Druck auf die Bretter und wird ordentlich rumgewirbelt. Mit sieben Zehnteln Vorsprung ging es los, mit sechs Zehnteln Rückstand checkt Zubcic ein.
 
Justin Murisier (SUI)
Genau wie Meillard hat sich auch Justin Murisier zuletzt eher in Richtung Speed-Disziplinen entwickelt. Dennoch hat er im Gegensatz zu seinem Landsmann auch noch einen richtig sauberen Riesentorlauf im Gepäck! Murisier haut alles rein, schmeißt sich über die Ziellinie und verfehlt die Spitze nur um vier Hundertstel.
 
Loic Meillard (SUI)
Manuel Feller hat es sich im Sessel des Führenden erstmal gemütlich gemacht. Nun wollen aber zwei Schweizer ihn vom Thorn stoßen. Zunächst ist Loic Meillard dran. Der 25-Jährige verlässt aber gleich mal unfreiwillig seine Linie, ist viel zu spät dran und gibt einige Zehntel her. Nur Platz elf für Meillard!
 
Alexis Pinturault (FRA)
Alexis Pinturault hat hier vor zwei Jahren gewonnen und kennt die Piste bestens. Der Franzose ist körperlich aber weiterhin nicht voll auf der Höhe und verliert von Beginn an Zeit. Dann baut Pinturault auch noch einen kapitalen Schnitzer ein, der gleich zwei Sekunden kostet. Das war nix!
 
Mathieu Faivre (FRA)
Was macht der Weltmeister? Mathieu Faivre hat heute Bock, das sieht man sofort! Der Franzose schiebt mit aller Macht an und drückt die Kanten kräftig in den Schnee. Vielleicht war das etwas zu verkrampft, denn einmal haut es Faivre fast um und er muss sich akrobatisch retten. Rang drei!
 
Rasmus Windingstad (NOR)
Auch Rasmus Windingstad zaubert einen starken Lauf in den Schnee! Lange ist der Norweger vorne, baut seinen Vorsprung phasenweise sogar aus. Im Zielhang patzt Windingstad aber einmal kurz und ist spät dran. Und das kostet die entscheidenden Zehntel.
 
Manuel Feller (AUT)
Jetzt aber! Manuel Feller stand hier gestern immerhin auf dem Treppchen und nimmt diesmal fast eine ganze Sekunde Vorsprung aus dem ersten Durchgang mit. Unheimlich dynamisch geht der Österreicher zur Sache und bringt viel Druck auf den Außenski. Dennoch verliert auch Feller leicht. Reicht das trotzdem? Ja! Hinten raus legt er nochmal zu und bringt so 0,84 Sekunden ins Ziel. Stark!
 
Victor Muffat Jeandet (FRA)
Kann Victor Muffat Jeandet mit seiner Erfahrung die Gran Risa knacken und in Führung gehen? Der Franzose ist sauber unterwegs, verliert aber kontinuierlich ein bisschen Zeit. Da fehlt einfach das letzte Risiko, um ganz nach vorne zu fahren. Mit 0,29 Sekunden Rückstand geht es auf die Vier.
 
Fabian Wilkens Solheim (NOR)
Fabian Wilkens Solheim kann seine sieben Zehntel Vorsprung auch nicht annähernd ins Ziel retten. Der Norweger ist früh auf Abwegen unterwegs und scheint sich auf seinen Brettern heute nicht wohl zu fühlen. Nur Rang elf.
 
Thibaut Favrot (FRA)
Die Franzosen haben im ersten Durchgang allesamt enttäuscht. Und leider setzt sich das Desaster nahtlos fort. Thibaut Favrot rutscht bei einem Linksschwung weg, legt sich hin und rutscht quer durch den Schnee. Der erste Ausfall dieses zweiten Durchgangs.
 
Marco Schwarz (AUT)
Wann wechselt die Führung? Marco Schwarz darf mit über einer halben Sekunde Vorsprung auf die Piste und macht auch gleich weiter Dampf. Der ÖSV-Fahrer geht bei jeder Gelegenheit in die Hocke und holt an Tempo alles raus, verfährt sich aber zweimal leicht. Am Ende fehlen vier Zehntel nach ganz vorne.
 
Ivan Kuznetsov (RUS)
Ivan Kuznetsov erwischt keinen guten Lauf. Der Russe hat zwar keinen größeren Fehler drin, verliert aber pro Abschnitt gleich mehrere Zehntel. Immerhin bleibt er am Ende eine Hundertstel vor seinem Landsmann Andrienko.
 
Raphael Haaser (AUT)
Raphael Haaser fährt es im oberen teil ziemlich clever und auf einer sehr engen Linie. Der Vorsprung bleibt zunächst stabil, im Steilhang ist der Österreicher dann aber mehrfach spät dran. Zur Führung reicht es so nicht ganz. Platz drei!
 
Aleksander Andrienko (RUS)
Im ersten Durchgang hat die Piste schon nach wenigen Fahrern stark abgebaut. Und auch diesmal machen die ersten Rillen und Bruchstücke den Fahrern schnell zu schaffen. Aleksander Andrienko kommt mit der bis dato langsamsten Zeit ins Ziel.
 
Giovanni Borsotti (ITA)
Die Abstände sind aktuell noch sehr gering. Giovanni Borsotti geht mit einem Polster von 0,09 Sekunden auf die Strecke. nach einem Wackler am Start ist der Vorsprung aber sofort futsch und Giovanni Borsotti kommt auch danach nicht mehr richtig in Fahrt.
 
Timon Haugan (NOR)
Bei Timon Haugan passt im zweiten Lauf nicht viel zusammen. Der Norweger verliert von Tor zu Tor kontinuierlich Zeit und macht erst am Ende nochmal ein wenig gut.
 
Erik Read (CAN)
Ganz gefühlvoll schleicht Erik Read die Gran Risa herunter und ist mit seiner eleganten Fahrweise zunächst auf Bestzeitkurs. Es wird aber immer knapper, denn allzu mutig ist das nicht, was der Kanadier zeigt. Am Ende geht es mit einer ganzen Hundertstel Vorsprung auf die eins.
 
Daniele Sette (SUI)
Der erste von vier Schweizern in diesem Finale ist unterwegs und zunächst leider mehrfach zu früh an den Toren dran. So fehlt gleich ein wenig der Speed und Sette kommt nicht mehr richtig auf Zug.
 
Trevor Philp (CAN)
Jetzt bahnt sich ein Führungswechsel an! Trevor Philp ist in ganz tiefer Position unheimlich schnell unterwegs und fährt schon oben eine halbe Sekunde Vorsprung heraus. Der Kanadier gibt mächtig Druck auf die Ski, macht keinen Fehler und rast an die Spitze.
 
Andreas Zampa (SVK)
Andreas Zampa hatte sich ganz spät im ersten Durchgang mit der Startnummer 51 noch für dieses Finale qualifiziert. Auch diesmal präsentiert der Slowake sich in guter Verfassung und ist dran an der Topzeit, checkt aber knapp dahinter ein.
 
Simon Maurberger (ITA)
Gleich der nächste Lokalmatador! Simon Maurberger versucht eine enge Linie zu wählen als sein Landsmann zuvor, ist aber ziemlich unrhythmisch unterwegs. So kommt er nicht ganz an die Zeit von Della Vite heran.
 
Filippo Della Vite (ITA)
Und los geht´s! Filippo Della Vite eröffnet auf der Strecke, die in diesem zweiten Durchgang der norwegische Trainer gesteckt hat. Im oberen Bereich ist dieser Riesenslalom etwas leichter zu fahren als im ersten Durchgang, im Steilhang geht es dann aber wieder zur Sache. Der italienische Youngster kommt sicher durch und verbucht damit im zehnten Weltcuprennen auf jeden Fall erstmals Punkte.
 
Gleich geht´s weiter
Willkommen zurück zum Riesenslalom in Alta Badia! Um 13:30 Uhr geht es auf der Gran Risa weiter mit dem zweiten Durchgang der Top 30. Der Italiener Filippo Della Vite wird das Spektakel gleich eröffnen.
 
Kurze Pause
Damit verabschieden wir uns vorerst aus Alta Badia. Um 13:30 Uhr geht es dann auf der Gran Risa mit dem Finale der besten 30 weiter. Bis später!
 
Viele Ausfälle
Überraschend das Finale verpasst hat der Vierte des gestrigen Riesenslaloms Patrick Feurstein, der auf einer sehr schnell und stark abbauenden Piste nur auf Rang 32 kam. Auch seine österreichischen Landsleute Dominik Raschner, Thomas Dorner und Christian Borgnaes haben das Finale verpasst. Gleiches gilt für die beiden weiteren deutschen Starter Julian Rauchfuss und Fabian Gratz sowie die beiden ausgeschiedenen Schweizer Gino Caviezel und Thomas Tumler.
 
Odermatt führt zur Halbzeit
Marco Odermatt liegt nach dem ersten Durchgang des heutigen Riesenslaloms auf der Gran Risa in Führung. Der Schweizer liegt 0,18 Sekunden vor seinem ersten Verfolger Luca De Aliprandini aus Italien. Dahinter liegt der Deutsche Alexander Schmid (+0,86 Sek.) auf Podestkurs. Hinter ihm lauern der Österreicher Stefan Brennsteiner und Vortagessieger Henrik Kristoffersen aus Norwegen.
 
Thomas Dorner (AUT)
Thomas Dorner hat als letzter Österreicher keine Chance auf die Top 30 und muss sich mit Rang 42 begnügen.
 
Fabian Gratz (GER)
Fabian Gratz geht kurzfristig nicht an den Start.
 
Christian Borgnäs (AUT) und Thomas Tumler (SUI)
Der vorletzte von acht Österreichern ist der erste, der ausscheidet. Christian Borgnäs verfehlt schon früh ein Tor und steht enttäuscht am Fangnetz. Auch Thomas Tumler aus der Schweiz kann seinen lauf nicht zu Ende bringen und scheidet aus.
 
Julian Rauchfuss (GER)
Julian Rauchfuss wird auch heute nicht im Finale dabei sein. Der Deutsche kriegt seine Skier überhaupt nicht in die Spur und bleibt nur mit Mühe und Not auf Kurs. Platz 35 ist die Quittung.
 
Raphael Haaser und Dominik Raschner (AUT)
Raphael Haaser macht das mit seiner hohen Startnummer durchaus ordentlich! Der Österreicher fährt sehr ruhig und solide, aber dennoch mit Zug! Haaser hält den Rückstand unter drei Sekunden und ist im Finale dabei. Dominik Raschner hingegen verpasst die Top 30 nach mehreren Fahrfehlern.
 
Odermatt vor De Aliprandini und Schmid
Die Top 30 sind unten! Marco Odermatt und Luca De Aliprandini haben mit den Startnummern eins und zwei von einer perfekten Piste profitiert und die Konkurrenz deutlich abgehängt. Dahinter ist der Deutsche Alexander Schmid mit einer starken Fahrt auf Rang drei gestürmt und hat sich gegenüber gestern deutlich verbessert gezeigt. Der Österreicher Stefan Brennsteiner und Vortagessieger Henrik Kistoffersen sitzen dem Deutschen im Nacken. Wir behalten das Rennen hier natürlich weiter im Blick und melden uns sofort, wenn sich etwas Interessantes tut.
 
Ryan Cochran-Siegle (USA)
Ryan Cochran-Siegle werden wir im zweiten Durchgang wohl nicht wiedersehen. Der Allrounder aus den Vereinigten Staaten zahlt seinen vielen Starts in letzter Zeit Tribut und verbucht die bis dato langsamste Zeit.
 
Fabian Wilkens Solheim (NOR)
In Anbetracht der Verhältnisse war das eine richtig gute Fahrt! Fabian Wilkens Solheim lässt die Bretter deutlich besser laufen als die Athleten zuvor und checkt auf Platz 17 ein.
 
Daniele Sette (SUI)
Der nächste Schweizer ist unterwegs! Daniele Sette hat auf der schwierigen Piste arge Probleme und gerät mehrfach zu früh auf den Außenski. So geht es nur auf Rang 21. Der zweite Durchgang ist aber zumindest in Sicht.
 
Trevor Philp (CAN)
Auch für Riesenslalomverhältnisse ist das schon heftig, wie stark die Piste hier abgebaut hat. Selbst fehlerfreie Fahrten werden mit drei Sekunden Rückstand bestraft. Ab jetzt geht es wirklich nur noch darum, unter die Top 30 zu kommen. Trevor Philp hat auf Rang 21 ganz gute Chancen.
 
Patrick Feurstein (AUT)
Patrick Feurstein will nach seinem tollen vierten Rang gestern natürlich attackieren! Der Österreicher legt auch gut los, rutscht dann aber einmal komplett weg und schon ist der ganze Speed raus. Nur Rang 22! Ob das überhaupt fürs Finale reicht?
 
Riccardo Tonetti (ITA)
Riccardo Tonetti kriegt durchweg überhaupt keinen Druck auf den Außenski und trudelt die Gran Risa geradezu herunter. Langsamer als der Italiener war heute noch niemand.
 
Rasmus Windingstad (NOR)
Der Norweger haut alles rein, feuert sich selbst lautstark an und fährt am Limit! zweimal übertreibt er es leicht und fliegt fast ab, rettet sich aber noch. Am Ende hält er den Rückstand immerhin unter zwei Sekunden.
 
Victor Muffat Jeandet (FRA)
Rettet Victor Muffat Jeandet die Ehre der Franzosen? Der 32-Jährige müht sich nach Kräften, doch man merkt zunehmend, dass die Skier mit den größer und größer werden Rillen im Schnee nicht mehr klarkommen. Muffat Jeandet reiht sich weit hinten bei seinen Landsleuten ein.
 
Giovanni Borsotti (ITA)
Giovanni Borsotti fährt es wieder wesentlich dynamischer als Zampa zuvor. Das Ergebnis ist aber das gleiche. Auch mit Kampflinie ist nichts mehr zu holen.
 
Adam Zampa (SVK)
Adam Zampa probiert es mit einer eher vorsichtigen Herangehensweise, hält konsequent die Linie und scheut das Risiko. Im Ziel schüttelt der Slowake trotzdem ungläubig den Kopf. Drei Sekunden Rückstand hatte er offenbar nicht erwartet.
 
Atle Lie McGrath (NOR)
Der nächste Ausfall! Atle Lie McGrath fährt schon nach wenigen Sekunden zu eng ans Tor, fädelt ein und ist raus.
 
Erik Read (CAN)
Die Abstände werden größer und größer. Erik Read tut da allerdings auch selbst seinen Teil zu bei als er ein Tor viel zu spät anfährt und sich ausbremsen muss.
 
Leif Kristian Nestvold-Haugen (NOR)
Der Norweger ist nach seinem Materialwechsel noch nicht wieder der Alte. Da fehlt einfach das Vertrauen in die Skier und damit auch die Sicherheit, um mit vollem Risiko zu fahren. So ist auf der Gran Risa nichts zu holen.
 
River Radamus (USA)
River Radamus legt oben furios los. In jeder Kurve kratzt der US-Amerikaner am Schnee und liegt zunächst sogar eine Hundertstel vorne. Im Steilhang bekommt aber auch der 23-Jährige keinen Druck mehr auf die Bretter und fällt deutlich zurück.
 
Marco Schwarz (AUT)
Offenbar gibt die Piste auch nicht mehr so viel her wie bei den ersten Fahrern. Marco Schwarz zieht zwar seine Schwünge oft ein wenig zu lang und muss so mehrfach die Geschwindigkeit reduzieren, macht aber sonst wenig falsch. Und dennoch fehlen zweieinhalb Sekunden!
 
Thibaut Favrot (FRA)
Thibaut Favrot reiht sich nahtlos ein in die wenig überzeugenden Leistungen des französischen Teams. Auch er wirkt heute in seinem Stil hölzern und ungestüm und kommt überhaupt nicht ins Gleiten.
 
Lucas Braathen (NOR)
Lucas Braathen hat seine Skier auch nicht immer im Griff und muss den einen oder anderen Extrameter in Kauf nehmen. Rang sieben ist da am Ende noch ganz ordentlich und das Treppchen nur eine halbe Sekunde weg.
 
Manuel Feller (AUT)
Gerät die Topzeit von Marco Odermatt jetzt nochmal in Gefahr? Manuel Feller war gestern in Topform und fährt auch heute auf ganz enger Linie voll auf Angriff. Aber harmonisch ist das nicht! Feller baut einen Bock nach dem anderen ein und wird von der Gran Risa für seinen rauen Fahrstil knallhart bestraft.
 
Gino Caviezel (SUI)
Auch Gino Caviezel hat seine Probleme. Der Eidgenosse hat mehrfach zu viel Druck auf dem Innenski, rutscht wild über die Piste und gerät voll aus dem Rhythmus. Der erste Ausfall des Tages ist die fast logische Folge.
 
Justin Murisier (SUI)
Justin Murisier will heute unbedingt was zeigen und pusht sich während seiner Fahrt immer wieder selbst. Der Schweizer ist aber schon früh im Lauf zweimal spät dran und raubt sich damit einiges an Tempo. Im Zielhang kommt noch ein kleiner Wackler und ein Topresultat ist außer Reichweite.
 
Stefan Brennsteiner (AUT)
Jetzt geht es auch für Österreich los! Stefan Brennsteiner wählt eine ganz enge Linie und geht richtig ran an die Tore. Das zahlt sich aus und bringt ihm vorerst den vierten Rang ein.
 
Zan Kranjec (SLO)
Zan Kranjec will attackieren, übertreibt es dabei aber ein wenig. Der Slowene kämpft und ackert und vergisst dabei, die Bretter auch mal laufen zu lassen. Rang fünf ist da noch ein ordentliches Resultat.
 
Alexander Schmid (GER)
Jetzt kommt Alexander Schmid! Und der Deutsche macht es deutlich besser als die Fahrer zuvor! Da ist mehr Zug drin und die Linie passt auch. Ein kleiner Patzer kostet ein wenig Zeit und es geht nicht ganz in die Region der beiden ganz vorne, aber auf einen guten dritten Rang. Da geht was!
 
Alexis Pinturault (FRA)
Gleiches Bild bei Alexis Pinturault. Auch der zweite Franzose ist in einer sehr passiven Position unterwegs und schleicht die Gran Risa geradezu herunter. So lässt er am Ende nur seinen Landsmann Faivre hinter sich.
 
Mathieu Faivre (FRA)
Die Franzosen waren gestern genau wie die Deutschen sehr enttäuscht. Weltmeister Mathieu Faivre landete nur auf Rang 16 und kommt auch heute nicht richtig in Fahrt. Der 29-Jährige wirkt gehemmt, fährt fast in Rücklage und verliert fast zwei Sekunden. Das ist schon deftig!
 
Loic Meillard (SUI)
Loic Meillard hält zumindest im oberen Flachteil der Strecke gut mit. Als es anspruchsvoller wird, kriegt aber auch der Schweizer gleich eine ganze Sekunde aufgebrummt.
 
Filip Zubcic (CRO)
Haben die ersten beiden hier gezaubert? Auxh Filip Zubcic kommt nicht annähernd an die Zeiten von De Aliprandini und Odermatt heran und verliert fast anderthalb Sekunden. Grobe Fehler waren da nicht drin, aber auch der Kroate war weit weg von einer aggressiven Linie.
 
Henrik Kristoffersen (NOR)
Dem Norweger müssten die guten Bedingungen auf der weichen und wenig eisigen Piste auch heute eigentlich liegen. Kristoffersen erwischt aber überhaupt keinen guten Tag, findet die Linie nicht und kann kaum ein Tor attackieren. Fast eine Sekunde fehlt auf Odermatt!
 
Marco Odermatt (SUI)
Es geht gleich voll zur Sache. Bevor gleich mit der drei der Vortagessieger Kristoffersen kommt, ist nun Marco Odermatt dran. Der Schweizer braucht ein par Tore, um auf Betriebstemperatur zu kommen, legt dann aber kontinuierlich zu. das allerletzte Risiko geht Odermatt im ersten Durchgang nicht, für die Topzeit reicht es trotzdem.
 
Luca De Aliprandini (ITA)
Auf geht´s! Luca De Aliprandini eröffnet den ersten Lauf. 54 Tore sind auf einem insgesamt sehr rhythmisch gesetzten Kurs zu bewältigen. Der Italiener hat zunächst einige kleine Wackler drin, legt im Steilhang dann aber zu und setzt mit 1:12,01 Minuten die erste Richtzeit.
 
Odermatt will zurückschlagen
Marco Odermatt war gestern mit seinem zweiten Rang hochzufrieden. Zwar verpasste der Schweizer seinen vierten Saisonsieg, seine Führung im Gesamtweltcup konnte er aber dennoch weiter ausbauen. Heute will Odermatt nachlegen und wieder ganz oben stehen. Auch Justin Murisier und Loic Meillard haben allemal das Zeug, um in die Top Ten zu fahren. Gino Caviezel, Daniele Sette und Thomas Tumler komplettieren das schweizerische Team.
 
ÖSV-Duo in Topform
Von acht österreichischen Riesentorläufern überzeugten auf der Gran Risa gestern vor allem zwei. Manuel Feller raste nach Val d´Isere zum zweiten Mal in diesem Winter aufs Treppchen. Patrick Feurstein rast mit einem furiosen zweiten Lauf von Platz 27 auf 4 vor. Beide wollen auch heute ganz vorne angreifen, gleiches gilt natürlich für Marco Schwarz und Stefan Brennsteiner. Außerdem starten heute Raphael Haaser, Dominik Raschner, Christian Borgnaes und Thomas Dorner für den ÖSV.
 
DSV muss zulegen
Aus deutscher Sicht war der gestrige Riesenslalom eine herbe Enttäuschung. Alle drei Starter verpassten im ersten Durchgang die Top 30 und waren im Finale nicht dabei. Alexander Schmid leistete sich nach einer halben Minute einen folgenschweren Fehler und handelte sich so einen Rückstand über drei Sekunden ein. Ähnlich weit lag Julian Rauchfuss zurück, Fabian Gratz schied gar aus. Heute wollen die drei DSV-Athleten natürlich Wiedergutmachung.
 
Kristoffersen zurück an der Spitze
Genau zwei Jahre nach seinem letzten Riesenslalom-Erfolg - ebenfalls in Alta Badia - steht Henrik Kristoffersen wieder ganz oben auf dem Podest eines Riesentorlaufs. Vom siebten Rang raste der Norweger im zweiten Durchgang an die Spitze und verhinderte damit den dritten Triumph von Marco Odermatt, der in diesem Winter in dieser Disziplin zuvor ungeschlagen war. Manuel Feller komplettierte gestern das Treppchen. Alle drei zählen natürlich auch heute zu den Topfavoriten.
 
Herzlich willkommen
Hallo und herzlich willkommen zum zweiten Riesenslalom in Alta Badia! Nur 24 Stunden nach dem Erfolg von Henrik Kristoffersen geht es für insgesamt 54 Athleten erneut auf die Gran Risa! Um 10 Uhr startet der erste Durchgang.