Skispringen
16.03.2025, 16:35
Vikersund, Norwegen
Skifliegen Einzel BEENDET
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Hörl holt auf Tschofenig auf
Im Skisprung-Weltcup stehen noch die Wochenenden in Lahti und in Planica an. Dort wird dann auch die Große Kristallkugel vergeben werden, die mit großer Wahrscheinlichkeit Daniel Tschofenig und Jan Hörl unter sich ausmachen werden. An diesem aus österreichischer Sicht unbefriedigenden Wochenende konnte Hörl immerhin zahlreiche Punkte auf Tschofenig gut machen, das Saisonfinale verspricht also Spannung. Bis nächstes Wochenende in Lahti!
 
Tolles DSV-Wochenende!
Auch Karl Geiger sprang heute wieder in die Top Ten. Pius Paschke und Markus Eisenbichler konnten hingegen nicht an ihre tollen Sprünge von gestern anschließen. Für Philipp Raimund lief es auf der Skiflugschanze ohnehin nicht gut. Insgesamt war es aber ein Turnier, dass dem deutschen Skispringen Hoffnung verleihen kann. Der Sport allgemein wird in den nächsten Tagen und Wochen aber sicher unter großer Beobachtung stehen. Nicht auszuschließen, dass der Anzug-Skandal noch weitere Sanktionen nach sich ziehen wird.
 
Wellinger gewinnt das Raw Air-Turnier!
Das ist Balsam für die deutsche Skisprungseele! Sicher ist auch etwas Glück dabei, dass der in Vikersund überragende Domen Prevc nach seinem gestrigen Sprung keine Landung mehr hinlegen konnte und heute der zweite Durchgang wortwörtlich vom Wind abgeblasen wird. Doch Andi Wellinger hat sich dieses Glück erarbeitet, fühlte sich auf dem Monsterbakken sichtlich wohl!
 
Andreas Wellinger (GER)
Was für ein Sprung! Auch wenn er die grüne Linie nicht ganz erreicht, dürften die 230,5 Meter eigentlich für den Raw Air-Gesamtsieg reichen! Am heutigen Tage liegt er damit auf jeden Fall auf Platz Zwei. Jetzt wird gerechnet.
 
Ryoyu Kobayashi (JPN)
Der Japaner verliert ganze 25 Meter auf Prevc. Das könnte alles sehr eng werden! Auch Andi Wellinger muss nun noch kräftig abliefern.
 
Domen Prevc (SLO)
Und er fliegt und er fliegt! Und diesmal kann das Skiflugass sogar noch den Telemark setzen! Die 247 Meter reichen damit locker für die Führung und dürften ihn im heutigen Einzel unter normalen Umständen auch für den Sieg reichen. Spannend wird aber zu sehen sein, ob er damit sogar in der Raw Air-Wertung noch aufholen kann!
 
Anze Lanisek (SLO)
Nochmal zur Erinnerung: Der zweite Durchgang wird nicht stattfinden, weshalb hier jetzt schon die Entscheidung über den Turniersieg fallen wird! Anze Lanisek legt mit 230,5 Metern die bisher größte Weite hin, muss aber ein paar Wind- und Jurypunkte an Stefan Kraft abgeben.
 
Timi Zajc (SLO)
Auch Timi Zajc schafft es im Hang nicht mehr in den Segelflug, kann daher nicht einmal mehr die 200-Meter-Marke knacken. Das slowenische Team hat aber noch ein paar Asse im Ärmel.
 
Karl Geiger (GER)
Nach den starken vorherigen Sprüngen hofft man auch bei Karl Geiger auf eine Explosion. Doch auch er muss an der Mittelschanze ein wenig stoppen, landet mit 210 Metern immerhin noch auf dem sechsten Rang.
 
Jan Hörl (AUT)
Jan Hörl knabbert in der Weltcup-Gesamtwertung weitere Punkte von Daniel Tschofenig ab! Nur aufgrund eines kleinen Absackers an der Mittelschanze kommt er nicht ganz an Stefan Kraft heran.
 
Stefan Kraft (AUT)
So gut wie es momentan läuft, sollte man überlegen, den zweiten Durchgang vielleicht doch noch stattfinden zu lassen. Stefan Kraft überragt Deschwanden noch einmal um viereinhalvb Meter, bekommt zudem die deutlich besten Haltungsnoten bislang.
 
Gregor Deschwanden (SUI)
Und schon wird Fettner auf dem heißen Stuhl abgelöst, denn Gregor Deschwanden legt vom Absprungtisch nochmal mehr Power drauf und bleibt auch in der Folge technisch sauber. 224 Meter!
 
Manuel Fettner (AUT)
Es gibt einen neuen Führenden! Manuel Fettner springt ähnlich sauber wie Tschofenig zuvor, hat aber etwas mehr Geschwindigkeit drin. Somit segelt er auf 217 Meter.
 
Daniel Tschofenig (AUT)
Auch Daniel Tschofenig läuft weiter seiner Form hinterher. Obwohl der Sprung technisch sauber aussieht, sortiert er sich bei 203,5 Metern ein - das wird Jan Hörl die nächste Chance bieten, im Weltcup zu verkürzen.
 
Aleksander Zniszczol (POL)
Der Pole kann mit 203 Metern nicht ganz an seinen starken Samstag anknüpfen.
 
Philipp Raimund (GER)
Die Sprünge sind nun noch deutlich wichtiger als gedacht, denn eben wurde angekündigt, dass der zweite Durchgang nicht stattfinden wird! Umso bitterer, dass sich Philipp Raimund auf dem Monsterbakken weiter nicht zurechtfindet und mit 189,5 Metern haarscharf die Qualifikation geschafft hätte - so bleibt ihm leider kein zweiter Versuch mehr.
 
Pawel Wasek (POL)
Starker dritter Platz!
 
Zak Mogel (SLO)
Der 24-Jährige ist eine der positiven Überraschungen bei diesem Raw Air, springt mit einem eleganten Versuch auf 211 Meter und Rang Zwei.
 
Naoki Nakamura (JPN)
Auch Nakamura macht Arbeit nach Vorschrift, sortiert sich mit einem soliden Sprung auf den vorderen Rängen ein. Verständlich, bei diesen Bedingungen nicht zu viel Risiko zu gehen.
 
Kamil Stoch (POL)
Solide 201 Meter, vor allem da ihm keine Windpunkte abgezogen werden. Da sich Alex Insam und Sakutaro Kobayashi nur auf den hinteren Plätzen eingeordnet haben, sind mit Soelve Strand und Fredrik Villumstad gleich doch noch zwei Norweger dabei.
 
Ren Nikaido (JPN)
Sein japanischer Landsmann macht es besser, geht im Laufe des Sprungs noch ein wenig höher. Im Gegensatz zu Kobayashi qualifiziert sich Nikaido für den zweiten Durchlauf.
 
Sakutaro Kobayashi (JPN)
Der Japaner öffnet das V sehr schnell und ist so besonders empfindlich für die wirkenden Windkräfte.
 
Tate Frantz (USA)
Das reicht gerade noch für die Qualifikation. Damit sieht es momentan so aus, als ob es kein Norweger aus dem dezimierten Team in den zweiten Durchgang schaffen würde.
 
Michael Hayböck (AUT)
Im Mittelteil zieht es den Österreicher einige Meter nach unten. Die geringe Höhe kann er immerhin noch auf 192 Meter halten.
 
Valentin Foubert (FRA)
Der Franzose muss schon früh abbrechen und sorgt dafür, dass man Yevhen Marusiak gleich nochmal sehen wird. Der Ukrainer wird sich an seinem 25. Geburtstag besonders freuen!
 
Pius Paschke (GER)
Schade! Pius Paschke legt keinen flüssigen Sprung hin. Die 187 Meter reichen immerhin noch für die Qualifikation für den zweiten Durchgang.
 
Fredrik Villumstad (NOR)
Der Norweger wird früh auf die Schanze gesaugt - für die heimischen Fans ist es natürlich ein Turnier zum Vergessen.
 
Markus Eisenbichler (GER)
Schade! Eisei hat schon oben einen heftigen Wackler drin, kann diesen nur notdürftig mit dem rechten Arm ausgleichen. Sein Gesicht spricht Bände, das wird nicht für einen zweiten Sprung reichen.
 
Antti Aalto (FIN)
Die Bedingungen scheinen zu passen! Der einzige Finne im Wettbewerb legt mit 210 Metern ebenfalls eine gute Weite hin. Gemeinsam mit Sato, Kos und Aigro ist er bereits für den zweiten Durchgang qualifiziert.
 
Yukiya Sato (JPN)
Der Japaner fliegt gar noch viereinhalb Meter weiter, da er sich auch von einer starken Linksböe nicht aus dem Konzept bringen lässt!
 
Lovro Kos (SLO)
Da zeigt sich die Qualität der Slowenen! Aus einer aufrechten Position heraus kommt er in eine gute Flugbahn und segelt bis auf 216 Meter herunter. Das ist eigentlich das, was man bei dem verlängerten Anlauf erwartet.
 
Stephan Embacher (AUT)
Momentan geht es Schlag auf Schlag. Dabei scheint aber keine Rücksicht auf die Windverhältnisse genommen zu werden, der Österreicher wird schon zu Beginn zu offen.
 
Vladimir Zografski (BUL)
Ähnlich sieht es bei Vladimir Zografski aus, dessen rechten Schulter sehr weit herausragt.
 
Jakub Wolny (POL)
Kein guter Sprung, der Pole hat wieder stärker mit dem Seitenwind zu kämpfen.
 
Artti Aigro (EST)
Den Esten scheint es an der Schanzenmitte bereits auf die Piste zu ziehen, doch er kann sich wenige Meter über dem Schnee halten und segelt so noch auf 197,5 Meter und zur Führung!
 
Killian Peier (SUI)
Sein eidgenössischer Teamkollege hat weniger Glück, muss lange auf das Signal warten. Dann entscheidet man sich, den Anlauf gleich um zwei Luken zu verlängern. Den Vorteil kann er leider nicht nutzen, kommt längst nicht auf die nötige Weite, um den Punktabzug auszugleichen.
 
Yanick Wasser (SUI)
Die Bedingungen scheinen besser zu werden - zumindest momentan. Yanick Wasser ärgert sich, dass er die 200 Meter nicht ganz knacken kann - drei Meter fehlen ihm nur.
 
Soelve Jokerud Strand (NOR)
Nicht schlecht, der junge Lokalmatador! Die zahlreichen Turbulenzen kann Strand immer wieder korrigieren und reiht sich so hinter Ortner und Marusiak ein.
 
Yevhen Marusiak (UKR)
Der Ukrainer muss lange warten, doch das Warten scheint sich zu lohnen! Mit 194,5 Metern klopft er bei Maximilian Ortner an.
 
Dawid Kubacki (POL)
Der Pole bekommt den Wind nun von vorn, auch er schafft es so kaum ins Fliegen. Das sind durchaus gefährliche Bedingungen hier - man sollte sich genau überlegen, ob man auch die Rookies hier herunterjagt.
 
Maciej Kot (POL)
Den Polen zieht es weit nach links, mit dem rechten Arm muss er in der Luft kräftig nachbessern. Das gibt natürlich keine Top-Platzierung.
 
Jason Colby (USA)
Der US-Junior verfügt wohl über ähnliche Bedingungen, die fehlende Erfahrung spielt ihm jedoch einen Strich. Für ihn geht es hier vor allem darum zu lernen.
 
Maximilian Ortner (AUT)
Von wegen, die Bedingungen bessern sich: Maximilian Ortner wartet vergeblich, dass die Ampel auf Grün schaltet. Im zweiten Versuch darf er nun mit etwas mehr Anlauf starten, was er für einen Sprung auf 194 Metern ausnützt! Das dürfte auf jeden Fall für den zweiten Durchgang reichen.
 
Vitaliy Kalinichenko (UKR)
Kein guter Sprung, dabei scheinen sich die Bedingungen gerade ein wenig zu verbessern.
 
Eetu Nousiainen (FIN)
Eigentlich befindet sich auch der Finne nicht in der Range, die für den zweiten Durchgang reichen könnte. Doch bei diesen Bedingungen weiß man nie.
 
Sindre Ulven Jörgensen (NOR)
Eigentlich wäre Andrew Urlaub dran gewesen, doch er verpasst den Start aus bisher unbekannten Gründen - vielleicht befindet er sich schon im Urlaub. Sindre Jörgensen verdrängt Trunz von Platz Zwei.
 
Felix Trunz (SUI)
Felix Trunz gehört zu den wenigen Athleten, die sich immerhin schon in der Quali einfliegen konnten. Die vielen Turbulenzen kann er ganz gut abfedern, reiht sich aber hinter Gundersrud ein.
 
Adrian Thon Gundersrud (NOR)
Der Norweger gehört zu einem der wenigen Skiflug-Debütanten. Dafür macht er es gar nicht schlecht, legt mit 160,5 Metern die bisher größte Weite hin.
 
Ilya Mizernykh (KAS)
Der Kasache muss als erster Athlet wieder vom Bakken weichen. Die Seitenwinde sind dabei unregelmäßig auf alle Teile der Schanze verteilt. Die meisten roten Einfärbungen lassen sich dabei im Hang finden. Dahin schafft es Mizernykh erst gar nicht, mit 102 Metern bleibt er schon auf dem Mittelteil der Schanze hängen.
 
Kevin Bickner USA)
Der erste vernünftige Sprung! Mit 144,5 Metern übernimmt der Weltcup-Erfahrene Kevin Bickner klar die Führung.
 
Enzo Milesi (FRA)
Mit ordentlich Rückenwind schafft es der Franzose immerhin auf 114 Meter. Doch natürlich sind das größte Problem die Seitenwinde, die nicht in die Windkalkulation eingezogen werden.
 
Muhammed Ali Bedir (TUR)
Auch er schafft es nicht über 100 Meter - übernimmt aber die Führung, da Vassilyev ganze 22 Windpunkte abgezogen wurden.
 
Fatih Arda Ipcioglu (TUR)
Der Türke schafft es nicht mal über 100 Meter, der Wind sorgt hier weiterhin für unsägliche Bedingungen. Landsmann Muhammed Ali Bedir muss bereits lange warten, ehe die Ampeln auf Grün schalten.
 
Danil Vassilyev (KAZ)
Kann es jetzt tatsächlich losgehen? Vassilyev wagt den ersten Versuch. Der Anlauf ist aus Gate 9 besonders kurz, um hier kein Risiko einzugehen. Dementsprechend gerät der Sprung mit 113 Metern ebenfalls besonders kurz.
 
Eine weitere Viertelstunde Verzögerung
Die äußeren Bedingungen wirken auf den ersten Blick fabelhaft, die Sonne strahlt auf die Anlage. Doch das Fähnchen wirbelt weiter im Wind hin und her, der Start wird daher erneut verschoben - vorerst auf 17:15 Uhr.
 
Neue Startzeit: 17 Uhr!
Es gibt eine erste offizielle Aussage: Der Start in den ersten Durchgang wird vorerst auf 17:00 Uhr verschoben. Das kann noch ein langer Nachmittag werden, wenn wirklich alle 53 Athleten hier vom Bakken gehen sollen.
 
Wind sorgt für Verzögerung
Eigentlich hätte der Kasache Danil Vassilyev den ersten Durchgang schon vor fünf Minuten eröffnen sollen. Doch aufgrund der Windbedingungen lässt man sich noch ein wenig Zeit.
 
Wellinger in der Pole Position
Im gestrigen Einzel haben die Slowenen stark abgeliefert und reden damit ebenfalls noch ein Wörtchen um die Raw Air-Wertung mit. Hinter Andreas Wellinger und dem in Oslo starken Ryoyu Kobayashi (-15,9 Punkte) lauern mit Domen Prevc (-31,6), Anze Lanisek (-32,7) und Timi Zajc (-38,8) gleich drei Mannen aus der Mittelmeeranrainerrepublik. Karl Geiger ist auf dem sechsten Rang ebenfalls gut dabei, während die Österreicher bislang nur eine Mitläuferrolle spielen. Das Fernduell zwischen dem schwächelnden Daniel Tschofenig und dem zuletzt verbesserten Jan Hörl ist aber für die Weltcup-Gesamtwertung interessant.
 
Quali fand nicht statt
Auch bei den Männern kam es im gestrigen Einzel zu starken Verzögerungen. Andi Wellinger profitierte dabei von relativ ruhigen Bedingungen und beendete damit eine rund fünfzehnmonatige Durststrecke ohne Weltcup-Sieg. Sollte es heute auch bei den Männern zu einer Absage kommen, wären das für den Traunsteiner keine allzu schlechten Neuigkeiten, denn dann würde er auch in der Raw Air-Wertung ganz oben stehen. Die Quali musste bereits abgebrochen werden. Somit ist angedacht, dass im ersten Durchgang gleich alle 53 Athleten an den Start gehen.
 
Betrug und Wind
Das Raw Air ist eigentlich eines der Saisonhighlights im Weltcup-Kalender, dieses Jahr wirft aber natürlich der Anzugs-Skandal der Norweger (und womöglich auch der Österreicher) einen großen Schatten auf das sportliche Geschehen. Als wäre das nicht schon genug, sorgt auch der Wind für reichlich Chaos, vor allem bei den Frauen. Gestern lag Selina Freitag im Einzel nach einem starken Sprung in Führung, als der Wettbewerb mit einer einzigen ausstehenden Springerin abgebrochen werden musste - später fand in nur einem Durchgang die Wiederholung statt, die Nika Prevc für sich entscheiden konnte. Sie darf sich über das Preisgeld von 20.000 Euro freuen, da das heutige Fliegen windbedingt abgeblasen werden musste.
 
Herzlich willkommen zum zweiten Einzelspringen in Vikersund!
Schönen Sonntagnachmittag und herzlich willkommen zu einem in vielerlei Hinsicht negativ in Erinnerung bleibenden Raw Air-Turnier in Norwegen. Ab 16:35 Uhr findet der Wettbewerb mit dem dritten Einzelspringen der Männer seinen Abschluss - sofern es der Wind zulässt.