Tour de France
19. Etappe
24.07.2026 / 127 km gesamt
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Königsetappe am Samstag
Am morgigen Samstag stehen gleich drei Berge der Hors-Kategorie auf dem Plan. Auf dem Weg von Le Bourg d'Oisans nach Alpe d'Huez muss erst der Col de la Croix-de-Fer (HC) bewältigt werden, ehe die Kombination aus Col du Telegraphe (1.) und Col du Galibier (HC) auf dem Plan steht. Der Col de Sarenne (HC) bietet den vermeintlichen Abschluss, ehe Alpe d'Huez erneut Etappenziel ist. Allerdings ist der Schlussanstieg deutlich kürzer und wird von einer anderen Seite angefahren, sodass die bekannten 21 Kehren nicht Teil des Spektakels sein werden. Auf der Königsetappe wird die Entscheidung um den dritten Platz zwischen Isaac del Toro und Paul Seixas fallen. Vom 20. Tagesabschnitt berichten wir natürlich wieder live. Danke fürs Mitlesen und tschüss, bis morgen.
 
Blick zurück auf heutigen Tagesabschnitt
Die heutige Etappe hat ein weiteres Mal gezeigt, dass Tadej Pogacar nahezu unschlagbar ist. Der Slowene ist mit Abstand der stärkste Bergfahrer bei der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt und hat dies eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Allerdings bleibt auch festzuhalten, dass die Krankheitswelle im UAE Team Emirates - XRG durchaus Folgen hat. Ohne die Hilfe von Red Bull-Bora-Hansgrohe, dem Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team und Lidl-Trek hätte es heute wohl keinen Sieger in Gelb gegeben. Denn sowohl Nils Politt als auch Florian Vermeersch haben die Lücke zu den Ausreißern nicht halten können. Rückblickend ist vor allem die Taktik von der Mannschaft von Remco Evenepoel zu hinterfragen, da dieser überhaupt keine Anstalten machte, Pogacar bei seinem Antritt zu folgen.
 
Carapaz übernimmt Bergtrikot
Obwohl Richard Carapaz der zweite Tageserfolg in Folge verwehrt bleibt, hat der Ecuadorianer dennoch großen Grund zur Freude. Der 33-Jährige übernimmt mit 91 Punkten das gepunktete Trikot für den besten Bergfahrer und hat dabei einen Zähler Vorsprung vor Tadej Pogacar. Valentin Paret-Peintre ist ebenfalls noch in Schlagdistanz und kommt auf 84 Punkte. Auf dem 20. Tagesabschnitt der Tour de France 2026 sind allerdings noch bis zu 70 Punkte zu verteilen, sodass die Abstände alles andere als eine Vorentscheidung sind.
 
Entscheidung ums Podium vertagt
Remco Evenepoel hat einen Rückstand von zweieinhalb Minuten auf den Tagessieger, sodass der Abstand im Gesamtklassement weiter anwächst. Zwölf Sekunden hinter ihm rollt Isaac del Toro ein, ehe vier weitere Sekunden später Paul Seixas und Mattias Skjelmose die Ziellinie überqueren. Somit baut der Belgier seinen Vorsprung auf seine beiden Konkurrenten aus, die vor der letzten schweren Bergetappe 24 Sekunden auseinanderliegen.
 
Tadej Pogacar gewinnt
Tadej Pogacar gewinnt in Alpe d'Huez! Der Antritt rund einen Kilometer vor dem Ende hat für die Entscheidung gesorgt, sodass der Slowene einen Vorsprung von rund fünf Sekunden herausfahren kann. Mit ausgebreiteten Armen und dem Blick nach vorne gerichtet rollt der Gesamtführende über die Ziellinie und holt sich den prestigeträchtigen Erfolg. Dahinter setzt sich Lenny Martinez gegen Richard Carapaz durch.
 
Pogacar tritt an
Das Trio rollt unter den Teufelslappen hindurch und nochmal tritt Tadej Pogacar an. Dieses Mal kann er eine kleine Lücke aufgehen lassen.
 
Trio an der Spitze
Tadej Pogacar kann die Lücke nach vorne schließen. Mit einer Tempoverschärfung möchte der Slowene seine Mitstreiter loswerden, die jedoch mithalten können.
 
del Toro attackiert
Isaac del Toro kann aus den Restbeständen der Favoritengruppe heraus attackieren und setzt damit Paul Seixas unter Druck, der noch einen Teamkollegen an seiner Seite hat.
 
Carapaz mit dem Mut der Verzweiflung
Richard Carapaz probiert es erneut und setzt sich erst von Sepp Kuss ab, ehe er auch Lenny Martinez stehen lässt. Der Franzose wird kurz darauf von Tadej Pogacar aufgefahren, an dessen Hinterrad er sich hängt.
 
Remco Evenepoel wird blockiert
Das Spalier der Fans ist sehr eng, sodass eine Attacke von Remco Evenepoel von einem Begleitmotorrad blockiert wird.
 
Riccitello hilft Seixas
Während das Rennen an der Spitze ein Drama wird, hilft Matthew Riccitello seinem Kapitän Paul Seixas.
 
30 Sekunden noch
Tadej Pogacar verringert mit jedem Meter am Berg den Abstand nach vorne, sodass er nur noch eine halbe Minute Rückstand hat. An der Spitze des Rennens guckt sich das Trio immer wieder an, sodass es zeitnah wohl einen Zusammenschluss geben wird.
 
Taktieren bei den Ausreißern
Das Taktieren bei den Ausreißern hält einher und sofort fällt der Vorsprung auf den Slowenen auf unter eine Minute. Diese Phase des Anguckens möchte Richard Carapaz nutzen, doch erneut kontert Lenny Martinez und hält das Hinterrad. Auch Sepp Kuss kann wieder aufschließen.
 
Spektakel am Berg
Wie so oft bereits in der Geschichte der Tour de France liefert Alpe d'Huez ein wahres Spektakel. Nahezu über den kompletten Berg hinweg sind die Fans verteilt und jubeln den Profis zu. Dabei ist immer wieder ein enges Spalier zu sehen, sodass die Fahrer teilweise nur hintereinander fahren können.
 
Seixas führt nach
Bei den Fahrern der Podiumsaspiranten hält Paul Seixas das Tempo hoch. Dahinter reihen sich Remco Evenepoel und Isaac del Toro ein. Auch Mattias Skjelmose ist noch mit dabei. Juan Ayuso hat unterdessen zwei Minuten Rückstand auf seinen Teamkollegen.
 
Vorsprung sinkt rapide
Innerhalb der letzten 2000 Meter hat Tadej Pogacar den Abstand nach vorne um rund 40 Sekunden reduzieren können. Somit hat der Mann in Gelb noch 1:35 Minuten Rückstand, womit der Tagessieg weiterhin in greifbarer Nähe ist.
 
Immer wieder Carapaz
Richard Carapaz möchte seine Mitstreiter loswerden und attackiert. Während Lenny Martinez sofort mitgehen kann, muss Sepp Kuss eine Lücke reißen lassen. In gewohnt ruhiger Manier fährt der US-Amerikaner jedoch wieder nach vorne auf, sodass aus dem Duo ein Trio wird.
 
Pogacar zieht weiter
Adam Yates kann die Geschwindigkeit nicht mehr aufrechterhalten, sodass sein Kapitän entscheidet, sein Glück alleine zu suchen. Tadej Pogacar geht aus dem Sattel und fliegt regelrecht am Briten vorbei, der sofort rausnimmt und einen deutlich langsameren Rhythmus aufnimmt.
 
Ayuso verliert
Die Anstrengungen von Lidl-Trek haben sich vorerst nicht gelohnt. Juan Ayuso muss die restlichen Favoriten ums Podium fahren lassen und kann nicht mehr mitgehen. Damit ist Platz fünf in der Gesamtwertung in Gefahr.
 
Yates hilft seinem Kapitän
Die Taktik des UAE Team Emirates - XRG scheint aufzugehen. Die Attacke von Tadej Pogacar sitzt und innerhalb von wenigen Momenten kann der Slowene auf seinen Teamkollegen Adam Yates aufschließen. Der Brite gibt nochmal alles und agiert als Helfer für seinen Kapitän, der sich auf 25 Sekunden von seinen ehemaligen Mitstreitern absetzen kann.
 
Kuss sucht die Entscheidung
Sepp Kuss attackiert an der Spitze des Rennens und kann sich Thymen Arensman entledigen. An seinem Hinterrad lauern jedoch noch Lenny Martinez und Richard Carapaz.
 
Pogacar geht los
Nicht einmal zwei Kilometer nach dem Start der Steigung zeigt sich Tadej Pogacar und attackiert aus der Gruppe der Favoriten heraus. Remco Evenepoel, Paul Seixas und Isaac del Toro gucken sich an und lassen den Mann in Gelb ziehen.
 
Arensman zeigt sich
Thymen Arensman probiert es rund 12,5 Kilometer vor der Ziellinie mit einer ersten Attacke. Lenny Martinez pariert und auch Sepp Kuss sowie Richard Carapaz können die Lücke direkt wieder schließen. Dahinter gibt es jedoch einen Abstand, bevor Javier Romo doch noch den Anschluss schafft.
 
Alpe d'Huez
Bruno Armirail bringt die Ausreißer mit einem Vorsprung von 3:20 Minuten in den Schlussanstieg, der gleich von Beginn an mit Steigungsprozenten von über zehn Prozent losgeht. Tiesj Benoot muss sofort reißen lassen und auch Mattia Cattaneo verabschiedet sich.
 
Abfahrt ist geschafft
Die 14-köpfige Gruppe des Tages hat die letzte Abfahrt des Tages schadlos überstanden, sodass es nun ein kleines Flachstück von vier Kilometern gibt, ehe der Schlussanstieg nach Alpe d'Huez ansteht.
 
Kampf ums Podest
Zur Erinnerung: Zwischen Isaac del Toro und Paul Seixas liegen in der Gesamtwertung gerade einmal 20 Sekunden. Im Gegensatz zum Mexikaner hat der Franzose nun jedoch zwei Helfer bei sich und auch in der Spitzengruppe hat der Fahrer aus dem Decathlon CMA CGM Team noch mit Tiesj Benoot und Matthew Riccitello zwei weitere Helfer vor sich, während del Toro nur noch auf Adam Yates und Felix Großschartner setzen kann, sofern Tadej Pogacar nicht seine Ambitionen auf den Tagessieg aufgeben sollte.
 
Kleine Gruppe der Favoriten
Das Peloton umfasst lediglich elf Fahrer. Dabei macht Felix Großschartner nun die Tempoarbeit. Während Tadej Pogacar direkt an seinem Hinterrad fährt, befinden sich hinter dem Mann in Gelb gleich drei Akteure von Red Bull-Bora-Hansgrohe. Ansonsten sind noch Isaac del Toro, Paul Seixas, Nicolas Prodhomme, Juan Ayuso, Mattias Skjelmose sowie Tom Pidcock dabei.
 
Carapaz holt sich fünf Bergpunkte
Richard Carapaz setzt sich 500 Meter vor der Bergwertung an die Spitze der Gruppe und zieht die Ausreißer den Berg hinauf. Am Ende darf der Ecuadorianer fünf Bergpunkte einfahren und ist somit nur noch fünf Zähler hinter Valentin Paret-Peintre, der keine Punkte mehr einfahren wird.
 
Gee-West arbeitet weiter
Derek Gee-West hat den Anschluss an die Spitzengruppe bereits vor einigen Kilometern verloren. Nun wird er vom Hauptfeld aufgefahren und sofort setzt sich der Kanadier an die Spitze der Gruppe der Favoriten und macht dort die Tempoarbeit. Damit möchte Lidl-Trek wohl den fünften Platz in der Gesamtwertung verteidigen, den Juan Ayuso virtuell an Lenny Martinez verloren hat.
 
Gruppe zerfällt
Während bei den Ausreißern vermehrt Team Visma | Lease a Bike die Geschwindigkeit bestimmt, zerfällt die Gruppe. Sowohl Mathias Vacek als auch Mads Pedersen lassen reißen. Dazu können auch Michael Matthews sowie Ben O'Connor nicht weiter mitfahren. Adam Yates fällt ebenfalls zurück.
 
Paret-Peintre fällt zurück
Im Anstieg zum Col d'Ornon kann Valentin Paret-Peintre das Tempo nicht mehr mitgehen und muss die Spitzengruppe ziehen lassen. Beim Franzosen ist der Ofen aus, sodass er heute keine Punkte mehr holen wird. Richard Carapaz hat zehn Zähler Rückstand und befindet sich weiterhin vorne, womit der Ecuadorianer heute das gepunktete Trikot übernehmen könnte.
 
Immer wieder Pedersen
Mathias Vacek zieht das Tempo hoch und 300 Meter vor dem Zwischensprint fährt Mads Pedersen vorbei. An seinem Hinterrad bleibt Michael Matthews, der allerdings überhaupt keine Anstalten macht, am Dänen vorbeigehen zu wollen. Der Australier rollt als Zweiter über den Strich und überlässt dem Mann in Grün die Punkte. Damit baut Pedersen seinen Vorsprung im Kampf um die Sprintwertung auf 57 Zähler aus, sodass Jasper Philipsen mehr als einen Sprintsieg am Sonntag braucht, um doch noch einmal diese Sonderwertung für sich zu entscheiden.
 
UAE bekommt Unterstützung
Im Hauptfeld wird es klar ersichtlich, dass UAE Team Emirates - XRG die Lücke nach vorne weder halten, geschweige denn verringern kann. Etwas überraschend hilft Red Bull-Bora-Hansgrohe dem Mann in Gelb aus, der heute den Etappensieg ins Auge gefasst hat. Auch Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team stellt einen Fahrer ab, um die Nachführarbeit zu organisieren.
 
Healy verabschiedet sich
Der Arbeitstag für Ben Healy neigt sich dem Ende. Der Ire hat zwischenzeitlich viel Tempoarbeit gemacht und wirkt nun platt. In einer kleinen Steigung nimmt er komplett raus und lässt sich aus der Spitzengruppe herausfallen.
 
Zwischensprint kommt näher
Für Mads Pedersen und Lidl-Trek ist das große Ziel in rund 8000 Metern erreicht. Der Mann in Grün hat es auf die Punkte beim Zwischensprint abgesehen und dieser ist zeitnah erreicht.
 
Diskussionen im Hauptfeld
Die Lücke zwischen dem Hauptfeld und den Ausreißern geht weiter auf. Das führt dazu, dass sich Nils Politt aus der Nachführarbeit ausklinkt und in eine längere Diskussion mit Tadej Pogacar geht. Beide Seiten unterhalten sich ausgiebig, ehe der Deutsche wieder nach vorne fährt und das Tempodiktat übernimmt. Allerdings wächst die Chance auf einen Sieg der Ausreißer mit jedem Kilometer.
 
Affini steigt aus
Nach rund zwei Stunden im Rennsattel gibt es auf der 19. Etappe die erste Aufgabe. Wenig überraschend steigt Edoardo Affini aus. Der Italiener fiel früh zurück und war vollkommen auf sich alleine gestellt. Das Unterfangen, im Zeitlimit ins Ziel zu kommen, erschien immer aussichtsloser, sodass er nun die Reißleine gezogen hat. Somit sind noch 161 Fahrer aktiv.
 
Harmonie in der Spitzengruppe
Obwohl die Spitzengruppe noch immer sehr groß ist, scheint man sich jedoch sehr einig zu sein. Nachdem bislang überwiegend Lidl-Trek und EF Education EasyPost die Führungsarbeit verrichtet haben, schalten sich nun auch Netcompany INEOS und Team Visma | Lease a Bike ein. Das führt dazu, dass der Abstand stetig anwächst und bei vier Minuten liegt.
 
Rennüberblick
An der Spitze des Rennens befindet sich eine Gruppe, die noch immer 42 Fahrer umfasst. Mit einem Rückstand von 3:45 Minuten folgt das Peloton, das von Nils Politt wieder angeführt wird. Eine Gruppe voller Sprinter hat weitere 75 Sekunden Rückstand, sodass keine Gefahr bestehen sollte, aus dem Zeitlimit zu fallen.
 
Der Mann für alles
Während Red Bull-Bora-Hansgrohe und Florian Vermeersch für die Nachführarbeit sorgen, lässt sich Nils Politt hinter das Peloton zurückfallen. Der 32-Jährige stopft seinen Rennanzug voll und macht sich sofort wieder auf den Weg nach vorne. Es braucht knapp zwei Kilometer, ehe der Mann aus dem UAE-Team die Trinkflaschen an seine Mannschaftskameraden abgeben kann.
Sturz im Hauptfeld
In einer unscheinbaren Rennsituation gibt es einen Sturz von Marco Haller und Edward Planckaert. Beide Fahrer stoßen mit einem Pfeiler am Wegrand zusammen, der glücklicherweise jedoch abgepolstert ist. Während der Belgier zügig wieder auf den Beinen steht, braucht der Österreicher einige Momente, ehe es für ihn auch weitergeht.
 
Affini fährt hinterher
Während gleich vier Akteure vom Team Visma | Lease a Bike in der Spitzengruppe aktiv sind, befindet sich Edoardo Affini ganz alleine am Ende des Rennens. Der Italiener hat einen Rückstand von über 14 Minuten auf die Führungsgruppe und liegt auch neun Minuten hinter dem Peloton. Das wird ein sehr schwieriger Tag für den 30-Jährigen.
 
Lidl-Trek in schwieriger Position
Mads Pedersen und sein Team haben aktuell ein ganz klares Ziel vor Augen: den Zwischensprint! Allerdings ist es eine sehr schwierige Position, in der man sich in diesem Moment befindet. In der Spitzengruppe ist auch Lenny Martinez, der 3:28 Minuten hinter Juan Ayuso und Mattias Skjelmose in der Gesamtwertung liegt. Mit den Ambitionen auf das grüne Trikot gefährdet der deutsche Rennstall aktuell zumindest Rang fünf im Gesamtklassement.
 
Politt wird entlastet
Nils Politt bekommt an der Spitze des Hauptfeldes Unterstützung. Überraschenderweise ist es jedoch kein Teamkollege, der die Nachführarbeit übernimmt, sondern Red Bull-Bora-Hansgrohe übernimmt in der Abfahrt das Tempodiktat und hält den Abstand zur Gruppe des Tages bei 3:30 Minuten.
 
Ausblick auf die kommenden Kilometer
Sowohl die Spitzengruppe als auch das Peloton befinden sich aktuell in der Abfahrt, die noch rund zehn Kilometer anhält. Anschließend gibt es ein Terrain, das immer wieder auf und ab geht. Somit sind die Flachstücke sehr überschaubar. Dieses Profil hält bis zum Zwischensprint nach rund 90 gefahrenen Kilometern an.
 
Abstand wächst an
Nils Politt führt das Peloton mit einem Rückstand von 3:40 Minuten über die Bergwertung. Allerdings blickt sich der 32-Jährige immer wieder um und wirkt so, als ob er auf die Gruppe um Tim Wellens warten würde. Dieser ist jedoch mit dem Gruppetto rund 30 Sekunden weiter zurück.
 
Nächster Bergsprint
Wie gestern bereits und am ersten Berg des Tages gibt es ein Duell um die Bergpunkte. Dieses Mal ist es jedoch Valentin Paret-Peintre, der rund 350 Meter vor der Kuppe mit einem Antritt ein kleines Loch reißen kann und den Vorsprung über die Linie rettet. Einzig Richard Carapaz ist dem Franzosen gefolgt. Mit rund acht Sekunden Rückstand rollt die restliche Ausreißergruppe über die Bergwertung.
 
Healy zieht an
In der Spitzengruppe wird das Tempo wieder schneller. Ben Healy übernimmt die Führungsarbeit von Derek Gee-West, der in den letzten Kilometern viele Meter von vorne gefahren ist. EF Education EasyPost möchte laut einem Funkspruch mit dieser Aktion Valentin Paret-Peintre unter Druck setzen, der jedoch ganz entspannt wirkt und am Hinterrad von Richard Carapaz lauert.
 
EF Education EasyPost und Lidl-Trek sind sich einig
Bereits am ersten Anstieg des Tages haben sich Mads Pedersen und Richard Carapaz unterhalten. Beide Kapitäne ihrer jeweiligen Mannschaft haben anscheinend ein Abkommen getroffen, dass Lidl-Trek dem US-Team bei der Führungsarbeit hilft. Der Zwischensprint des Tages steht jedoch erst nach rund 90 Kilometern an, sodass der Weg für den Dänen noch sehr weit ist.
 
Es wird wieder geklettert
Das Auf und Ab geht vorerst weiter. Nach einer kurzen Abfahrt gibt es den nächsten Anstieg des Tages. Am Col du Noyer, einem Berg der ersten Kategorie, steigt die Straße über 7300 Meter im Schnitt mit 8,4 Prozent an.
 
Rennübersicht
Das Rennen wird aktuell von einer 43-köpfigen Spitzengruppe angeführt. Wie in den letzten Tagen bereits ist Mads Pedersen mit zwei weiteren Teamkollegen dabei. Auch Adam Yates hat den Sprung gewagt. Vom Team Visma | Lease a Bike sind gleich vier Fahrer vorne, wobei mit Davide Piganzoli, Sepp Kuss und Matteo Jorgenson gleich drei Kletterer dabe sind. Aus Sicht von Remco Evenepoel sind mit Mattia Cattaneo und Nico Denz auch zwei Fahrer von Red Bull-Bora-Hansgrohe in der Spitzengruppe. Richard Carapaz bekommt von Alex Baudin, Ben Healy und Sean Quinn Unterstützung, die mit Lidl-Trek auch das Rennen anführen. Decathlon CMA CGM Team hat unterdessen Tiesj Benoot und Matthew Riccitello vorne platzieren können. Ansonsten sind noch Lenny Martinez, Guillaume Martin, Marc Hirschi, Thymen Arensman, Antonio Tiberi, Harold Tejada, Tobias Johannessen und Valentin Paret-Peintre zu nennen. Somit sind die Ausreißer nicht nur vielzählig, sondern auch überaus lukrativ besetzt und haben ihren Vorsprung auf 1:45 Minuten ausbauen können.
 
Große Spitzengruppe
Eine große Spitzengruppe hat sich unterdessen vom Feld lösen können. Neben Richard Carapaz und Valentin Paret-Peintre sind noch rund 40 weitere Fahrer als Ausreißer aktiv.
 
Carapaz gegen Paret-Peintre
Richard Carapaz hat sich nach vorne geschlichen und sucht das Heil in der Flucht. Mit einem langen Sprint möchte er Valentin Paret-Peintre überraschen, der auch um die Bergpunkte kämpfen möchte. Der Franzose erkennt die Gefahr und springt direkt an das Hinterrad des Ecuadorianers. Kurz vor dem Strich zieht der 25-Jährige vorbei und sichert sich die fünf Zähler. Somit übernimmt er auch offiziell das gepunktete Trikot vorerst, das er bislang stellvertretend für Tadej Pogacar trug.
 
Vermeersch und Wellens mit Problemen
Während an der Spitze des großen Feldes Nils Politt weiterhin das Tempo bestimmt, scheinen Florian Vermeersch und Tim Wellens bereits Probleme zu bekommen. Die beiden UAE-Fahrer versuchen mit hohem Krafteinsatz, den Kontakt nach vorne zu halten, doch die Lücke geht dennoch leicht auf, sodass beide Akteure sich knapp hinter dem Peloton befinden.
 
Gruppetto entsteht
Nach nicht einmal 3000 absolvierten Metern fallen gleich ein Dutzend Fahrer zurück. So scheint sich bereits das Gruppetto zu bilden, in dem vor allem Alpecin-Premier Tech mit fünf Akteuren vertreten ist.
 
Erste Attacke
Nils Politt setzt sich gleich zu Beginn an die Spitze des Pelotons und schlägt ein hohes Tempo an. Dennoch gibt es eine Attacke. Ben Healy, Sean Quinn, Derek Gee-West und Tobias Johannessen setzen sich rund 30 Meter ab und haben eine kleine Lücke.
Scharfer Start
Nach einer Einrollphase, die sich über rund fünf Kilometer und eine Viertelstunde hinzog, geht es nun also los! Gleich von Beginn an geht es sofort bergan, sodass der Col Bayard erklommen werden muss. Die Steigung erstreckt sich über 4700 Meter hinweg und geht im Schnitt mit 7,1 Prozent hoch.
 
Favoriten des Tages
Basierend auf den bisherigen Leistungen ist vor allem Tadej Pogacar als großer Favorit zu nennen. Der Slowene wirkt nach rund drei Wochen noch immer sehr entspannt und souverän. Der Überflieger der letzten Jahre hat bereits in den letzten Tagen angekündigt gehabt, dass er sich die Etappen nach Alpe d'Huez genauer angeguckt hat. Sofern seine Mannschaft zu sehr geschwächt sein sollte, könnte es doch zu einem Ausreißersieg kommen. In diesem Fall ist wie am Vortag Richard Carapaz zu nennen. Außerdem sind mit den Kletterern des Teams Visma | Lease a Bike zu rechnen. Vor allem Davide Piganzoli und Sepp Kuss könnten den Weg in eine Fluchtgruppe suchen. Aus französischer Sicht wären vor allem Lenny Martinez und Guillaume Martin zu nennen, denen das heutige Terrain durchaus entgegenkommt.
 
Alpe d'Huez
Der Anstieg hoch nach Alpe d'Huez gehört zu einem der Klassiker bei der Tour de France. Dabei muss das Peloton gleich 21 Kehren überwinden und einen Anstieg über 13,8 Kilometer mit einer durchschnittlichen Steigung von 8,1 Prozent überstehen. Obwohl das Ziel gerade einmal auf 1850 Metern liegt, herrscht Volksfeststimmung. Bereits seit Tagen sind die Straßen hinauf gut gefüllt und die Fahrer müssen sich auf sehr enge Spaliere einstellen. Der Rekord im Aufstieg wird noch immer von Marco Pantani aus dem Jahr 1997 gehalten, der 36 Minuten und 50 Sekunden benötigte. Es bleibt abzuwarten, ob diese Bestmarke nach dem heutigen Tag weiterhin Bestand haben wird.
 
UAE unter Druck
Das UAE Team Emirates - XRG steht vor den beiden Alpen-Klassikern unter Druck. Die Mannschaft von Tadej Pogacar hatte das Rennen die ersten beiden Wochen ganz klar unter Kontrolle. Seit dem Ruhetag scheint es jedoch einen Infekt zu geben, der gleich mehrere Fahrer erwischt hat. Seit Mittwoch fährt Adam Yates oftmals hinterher. Auch Tim Wellens kam seither nicht mehr an sein Leistungsvermögen heran und rettete sich auf dem 18. Teilstück mit gerade einmal zwei Minuten ins Zeitlimit. Mit Brandon McNulty gab es auch bereits die erste Aufgabe im Team des Überfliegers der letzten Jahre. Somit bleiben noch Florian Vermeersch, Nils Politt und Felix Großschartner als Helfer für den heutigen Tag. Dadurch dürfte das Kontrollieren einer möglichen Ausreißergruppe auf den ersten 115 Kilometern durchaus schwieriger werden.
 
Kampf um Podium
Aufgrund der fehlenden Angriffe des Vortages gab es keine Veränderungen in der Gesamtwertung. Somit führt Tadej Pogacar auch weiterhin mit 4:32 Minuten vor Remco Evenepoel. Der Belgier wiederum hat einen Vorsprung von 2:19 Minuten auf Isaac del Toro, den Teamkollegen vom Mann in Gelb. Mit Paul Seixas hat der Mexikaner jedoch noch einen starken Konkurrenten, der ebenfalls noch auf das Podium der diesjährigen Tour de France aufspringen möchte. Dabei beträgt der Rückstand vom Franzosen gerade einmal 20 Sekunden, die in den kommenden beiden Etappen durchaus aufzuholen sind. Auch Evenepoel darf sich Platz zwei nicht zu sicher sein. Der Olympiasieger von Paris hat in den letzten Jahren immer wieder gezeigt, dass er nicht immer seine besten Leistungen im Hochgebirge abrufen konnte. Nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Florian Lipowitz und Jonas Vingegaard kämpfen somit drei Akteure um die restlichen beiden Podiumsplatzierungen hinter Pogacar, der bislang sehr souverän agierte.
 
Blick auf den Vortag
Auf dem 18. Teilstück der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt mussten 185,2 Kilometer von Voiron nach Orcieres-Merlette bewältigt werden. Dabei setzte sich früh eine größere Spitzengruppe ab, die jedoch lange Zeit brauchte, um sich einen komfortablen Vorsprung herauszufahren. Auf den knapp 3900 Höhenmetern zersplitterte die Gruppe, ehe am Ende eine Handvoll Fahrer übrigblieb. Der nimmersatte Richard Carapaz attackierte am Schlussanstieg gleich mehrfach, bevor eine entscheidende Lücke klaffte. Der Ecuadorianer baute den Abstand stetig aus und sicherte sich seinen zweiten Erfolg nach 2024. Mit rund viereinhalbminütiger Verspätung überquerte das Feld um Tadej Pogacar die Ziellinie, wobei unter den Favoriten keine Angriffe ausgefahren wurden.
 
Herzlich willkommen
Hallo und herzlich willkommen zum ersten von zwei Alpen-Klassikern der Tour de France 2026! Ab 14:00 Uhr rollt das Feld von Gap aus los und legt 127,9 Kilometer zurück, um am Ende den Mythos Alpe d'Huez zu bezwingen.