Morgen wartet die 5. Etappe über 158,3 Kilometer von Lannemezan nach Pau. Der fiktive Start erfolgt um 14:05 Uhr, die Zielankunft wird gegen 17:37 Uhr erwartet. Mit 1.600 Höhenmetern fällt das Profil deutlich flacher aus als zuletzt. Vieles spricht deshalb für den ersten klassischen Massensprint dieser Tour de France. In diesem Sinne: Merci et a demain!
Rennfazit
Die 4. Etappe entwickelte sich früh zu einem erfolgreichen Ausreißercoup. Nach zahlreichen Attacken setzte sich zunächst eine riesige 34-köpfige Spitzengruppe ab, aus der sich im Finale die entscheidenden Fahrer herauskristallisierten. Lidl-Trek spielte seine zahlenmäßige Überlegenheit mit Mads Pedersen, Quinn Simmons und Mathias Vacek anschließend perfekt aus. Simmons und Vacek kontrollierten das Finale, ehe Pedersen den mustergültigen Sprintzug mit dem Etappensieg und dem Grünen Trikot krönte.
Træen übernimmt das Gelbe Trikot
Torstein Træen (Uno-X Mobility) übernimmt das Gelbe Trikot von Tadej Pogacar und ist der neue Gesamtführende der Tour de France. Hinter dem Norweger folgt Sean Quinn (EF Education-EasyPost) mit 28 Sekunden Rückstand, Rang drei belegt Mathias Vacek (Lidl-Trek) mit 3:50 Minuten Rückstand. Dahinter komplettieren Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard die Top fünf. Die heutige Etappe hat das Gesamtklassement damit ordentlich durcheinandergewirbelt.
Pedersen in Grün, Baudin bleibt gepunktet
Mit seinem Etappensieg übernimmt Mads Pedersen zugleich das Grüne Trikot. In der Bergwertung bleibt dagegen alles beim Alten. Alex Baudin verteidigt mit 12 Punkten die Führung vor Alex Molenaar (10 Punkte) und Nicolas Prodhomme (9 Punkte).
Lidl-Trek macht den Doppelsieg perfekt
Hinter dem Dänen sorgt Quinn Simmons sogar für den Lidl-Trek-Doppelsieg, belegt Rang zwei. Den dritten Platz sichert sich Raul García Pierna (Movistar Team), der sich im Sprint noch aufs Podium schiebt.
Pedersen macht den Deckel drauf
Mathias Vacek (Lidl-Trek) zieht den Sprint mustergültig für Mads Pedersen an. Der Däne fackelt nicht lange, geht früh rein und zieht seinen Sprint konsequent von vorne durch. Am Ende bringt Pedersen den Etappensieg souverän nach Hause und krönt damit die starke Mannschaftsleistung von Lidl-Trek, das das Finale aus der zehnköpfigen Spitzengruppe perfekt kontrolliert hat.
Flamme Rouge
Die Flamme Rouge ist erreicht! Mathias Vacek (Lidl-Trek) fährt weiterhin ein enormes Tempo an der Spitze der Gruppe und bereitet den Sprint mustergültig vor. Mads Pedersen lauert derweil in Position drei und wird von seinen Teamkollegen in Stellung gebracht.
Die letzten zwei Kilometer
Die letzten zwei Kilometer der 4. Etappe sind angebrochen. Die zehnköpfige Spitzengruppe steuert geschlossen auf Foix zu.
Lidl-Trek kontrolliert das Finale
Mathias Vacek (Lidl-Trek) spannt sich weiterhin an die Spitze der Gruppe und hält das Tempo hoch. Mit fünf Kurven auf den letzten vier Kilometern will die Mannschaft nichts mehr dem Zufall überlassen. Lidl-Trek kontrolliert das Finale und erstickt jede Attacke im Keim, um Mads Pedersen in die bestmögliche Position für den Schlusssprint zu bringen.
García Pierna versucht es
Raul García Pierna (Movistar Team) attackiert aus der Spitzengruppe und versucht, Lidl-Trek unter Druck zu setzen. Allein kommt der Spanier allerdings nicht weit. Hinter ihm schließen Mathias Vacek und Quinn Simmons die Lücke jedes Mal wieder. Die beiden Lidl-Trek-Maschinen lassen keine Attacke erfolgreich ziehen.
Lidl-Trek macht ernst
Lidl-Trek erhöht an der Spitze noch einmal deutlich das Tempo. Der Vorsprung auf die Verfolgergruppe ist inzwischen auf rund 1:45 Minuten angewachsen, hier soll im Kampf um den Etappensieg nichts mehr dem Zufall überlassen werden. Das ist auch nachvollziehbar. In der ersten Verfolgergruppe lauert mit dem Australier Michael Matthews noch ein ausgesprochen schneller Mann.
Neuer Mann in Gelb
Alles deutet auf einen Wechsel an der Spitze der Gesamtwertung hin. Bei aktuell 11:46 Minuten Vorsprung der Spitzengruppe werden entweder Torstein Træen (Uno-X Mobility) oder Sean Quinn (EF Education-EasyPost) die Gesamtführung übernehmen. Mit diesem komfortablen Zeitpolster dürfte der neue Mann in Gelb das Trikot zudem nicht nur für einen Tag tragen, sondern es zunächst auch über die kommenden Etappen verteidigen können.
Defekt bei Pidcock
Tom Pidcock (Q36.5 Pro Cycling Team) wird im Peloton von einem Platten ausgebremst und verliert rund 30 Sekunden auf das Hauptfeld. Für den Briten dürfte das allerdings kein größeres Problem werden. Da im Peloton aktuell kein großer Renndruck herrscht, sollte Pidcock nach dem Radwechsel zügig wieder den Anschluss herstellen können.
Übersicht Verfolgergruppe
Die erste Verfolgergruppe liegt mittlerweile bereits über eine Minute zurück. Mit dabei sind: Nico Denz (Red Bull - BORA - hansgrohe), Michael Matthews (Jayco AlUla), Georg Zimmermann (Lotto Intermarche), Ion Izagirre (Cofidis), Quinten Hermans (Q36.5 Pro Cycling Team), Alexandre Delettre (TotalEnergies), Frank van den Broek (Team Picnic PostNL), Alex Molenaar (Caja Rural - Seguros RGA) und Joel Nicolau (Caja Rural - Seguros RGA).
Das Finale spricht für Lidl-Trek
Die letzten Kilometer bieten den Verfolgern nur noch wenige Angriffsmöglichkeiten. Zwar warten 17 Kilometer vor dem Ziel und noch einmal vier Kilometer vor dem Ziel jeweils eine kurze Welle, wirklich selektiv wird das aber nicht. Entsprechend spricht das Finale eher für Lidl-Trek, das mit Mads Pedersen, Quinn Simmons und Mathias Vacek gleich drei Fahrer in der Spitzengruppe hat. Allerdings müssen die zwei ihre Tempoarbeit für Chef Pedersen auch bis ins Ziel durchziehen und das nach einem langen Tag bei Temperaturen von knapp 40 Grad.
Lidl-Trek übernimmt die Kontrolle
Lidl-Trek spielt seine Überzahl jetzt konsequent aus. Quinn Simmons und Mathias Vacek übernehmen die Führungsarbeit und bereiten das Finale für Mads Pedersen vor, der den Etappensieg fest im Visier hat. Die übrigen sieben Fahrer reagieren nachvollziehbar. Sie setzen sich an die Hinterräder der Lidl-Trek-Profis, sparen möglichst viele Körner und hoffen darauf, im Finale mit einer späten Attacke zuschlagen zu können.
Vorentscheidung gefallen?
Die zehnköpfige Spitzengruppe hat ihren Vorsprung auf die Verfolger bereits auf eine Minute ausgebaut. Da spricht vieles dafür, dass der Etappensieg heute unter diesen zehn Fahrern vergeben wird. Das Peloton liegt mittlerweile mehr als zehn Minuten zurück. Für die Klassementfahrer ist das Rennen damit längst zur kontrollierten Fahrt ins Ziel geworden, vorne geht es nun ausschließlich um den Etappensieg.
Zehn Fahrer an der Spitze
Nach der letzten Bergwertung hat sich eine zehnköpfige Spitzengruppe formiert. Mit dabei sind: Mads Pedersen (Lidl-Trek), Quinn Simmons (Lidl-Trek), Mathias Vacek (Lidl-Trek), Sean Quinn (EF Education-EasyPost), Kevin Vauquelin (Netcompany Ineos), Ramses Debruyne (Alpecin - Premier Tech), Torstein Træen (Uno-X Mobility), Marco Frigo (NSN Cycling Team), Pablo Castrillo (Movistar Team) und Raul García Pierna (Movistar Team). Damit sind Lidl-Trek und Movistar jeweils gleich dreifach beziehungsweise doppelt vertreten und besitzen im Finale klare Vorteile.
Frigo holt die letzten Bergpunkte
Marco Frigo (NSN Cycling Team) gewinnt die Bergwertung am Col de Montsegur und sichert sich die letzten fünf Bergpunkte des Tages. Das Schlussstück des Anstiegs war noch einmal richtig steil, das hohe Tempo forderte weitere Opfer. Nico Denz (Red Bull - BORA - hansgrohe) kann nicht mehr folgen und muss ebenso abreißen lassen wie zuvor bereits Georg Steinhauser und Georg Zimmermann. Damit ist kein deutscher Fahrer mehr in der ersten Gruppe vertreten.
Das Finale beginnt bereits am Berg
Am Col de Montsegur wird das Tempo immer weiter verschärft. Die Spitzengruppe wird mit jedem Kilometer kleiner, immer mehr Fahrer müssen abreißen lassen. Vor allem Mads Pedersen steht im Mittelpunkt der Tempoverschärfungen. Seine Konkurrenten wissen genau, gelingt es dem Dänen, gemeinsam mit ihnen ins Finale zu kommen, dürfte er im Sprint nur schwer zu schlagen sein.
Valgren verschärft das Tempo
Michael Valgren (EF Education-EasyPost) drückt an der Spitze der Spitzengruppe mächtig aufs Pedal. Der Däne erhöht das Tempo deutlich. Der Tempoverschärfung fällt unter anderem Georg Zimmermann (Lotto Intermarche) zum Opfer. Der Deutsche kann das hohe Tempo nicht mehr mitgehen und muss die Spitzengruppe ziehen lassen.
Spitzengruppe wird kleiner
Der Col de Montsegur fordert seinen Tribut. Georg Steinhauser (EF Education-EasyPost), Alex Kirsch (Cofidis), Pascal Eenkhoorn (Soudal Quick-Step) und Brent Van Moer (Q36.5 Pro Cycling Team) müssen aus der Spitzengruppe abreißen lassen. Aus deutscher Sicht sind damit noch Nico Denz (Red Bull - BORA - hansgrohe) und Georg Zimmermann (Intermarche-Wanty) im Rennen um den Etappensieg vertreten.
Spitzenduo wieder gestellt
Der Ausflug von Jan Tratnik (Red Bull - BORA - hansgrohe) und Mathias Vacek (Lidl-Trek) ist beendet. Noch vor der Bergwertung am Col de Montsegur werden die beiden von der Verfolgergruppe wieder eingeholt. Damit ist die Spitzengruppe wieder vereint.
Tratnik und Vacek behaupten sich
Jan Tratnik (Red Bull - BORA - hansgrohe) und Mathias Vacek (Lidl-Trek) können das hohe Tempo an der Spitze weiter halten. Alex Kirsch (Cofidis) muss dagegen abreißen lassen und fällt zurück. Die Verfolgergruppe kommt zwar näher, hat die beiden Spitzenreiter aber noch nicht gestellt. Der Kampf um den Etappensieg bleibt völlig offen.
Steinhauser geht aus dem Sattel
Georg Steinhauser (EF Education-EasyPost) geht am letzten Anstieg aus dem Sattel und verkleinert den Rückstand auf das Spitzentrio Meter für Meter. Es ist ein letztes Aufbäumen des Deutschen, vor allem im Dienste seiner Teamkollegen Michael Valgren und Sean Quinn, die sich in der Verfolgergruppe ebenfalls noch Hoffnungen auf den Etappensieg machen dürften.
Letzter Anstieg als Chance
Am Col de Montsegur bietet sich dem Spitzentrio noch einmal die Chance, den Vorsprung auszubauen. Anders als im Flachen spielt der Windschatten hier kaum eine Rolle, entscheidend sind jetzt allein die Beine. Dafür müssen Jan Tratnik, Mathias Vacek und Alex Kirsch bei der drückenden Hitze allerdings noch einmal ordentlich aufs Tempo drücken. Mit aktuell 30 Sekunden Vorsprung ist noch längst nichts entschieden.
Virtuelle Gesamtwertung
Der Rennverlauf sorgt weiterhin für eine kräftige Verschiebung in der virtuellen Gesamtwertung. Torstein Træen (Uno-X Mobility) trägt aktuell das Gelbe Trikot und liegt virtuell 40 Sekunden vor Tadej Pogacar. Hinter dem Norweger folgt Sean Quinn (EF Education-EasyPost) mit 28 Sekunden Rückstand auf Træen. UAE Team Emirates - XRG bleibt dahingehend offenbar entspannt.
Letzte 50 Kilometer laufen bereits
Die letzten 50 Rennkilometer der heutigen Etappe sind längst angebrochen. An der Spitze rollen Jan Tratnik (Red Bull - BORA - hansgrohe), Mathias Vacek (Lidl-Trek) und Alex Kirsch (Cofidis) zunächst die Abfahrt hinunter, ehe mit dem Col de Montsegur der letzte Anstieg des Tages wartet. Dort dürfte sich zeigen, wer noch die besten Beine für den Kampf um den Etappensieg besitzt. Knapp eine Minute Vorsprung aufs Verfolgerfeld.
Danach geht es Richtung Finale
Nach dem Col de Montsegur dürften die Teams das Tempo über die letzten gut 30 Kilometer noch einmal deutlich anziehen. Bis ins Ziel nach Foix geht es überwiegend bergab oder über welliges Terrain, genau die Art von Straßen, die auch Hobbyradfahrer lieben. Schwung aus den Abfahrten mitnehmen, über die kurzen Kuppen rollen und den Rhythmus halten. Wären da nicht die knapp 40 Grad Celsius, könnten die Bedingungen kaum schöner sein.
Letzte Bergwertung wartet
Mittlerweile haben die Profis knapp 2000 der insgesamt 2.700 Höhenmeter absolviert. Trotz der heftigen Bedingungen liegt der Schnitt noch immer bei superflotten 42,5 km/h. Mit dem Col de Montsegur (6,9 km a 6,1 %) steht auf Kilometer 147 noch die letzte Bergwertung des Tages an. Dort werden nochmals 5, 3, 2 und 1 Punkt für die ersten vier Fahrer vergeben.
Kampfpreis wohl wieder an die Spitze
Die Auszeichnung als kämpferischster Fahrer ging bislang an Felix Engelhardt (2. Etappe) und Alex Baudin (3. Etappe). Heute dürfte der Sieger dieser Sonderwertung erneut aus der Spitzengruppe kommen. Besonders das Führungstrio um Jan Tratnik, Mathias Vacek und Alex Kirsch hat dafür beste Karten. Aktuell beträgt ihr Vorsprung 41 Sekunden auf die Verfolgergruppe und 7:16 Minuten auf das Peloton.
Sprinter zurück im Feld
Für Jasper Philipsen (Alpecin - Premier Tech) und Biniam Girmay (NSN Cycling Team) ist der Ausflug endgültig beendet. Beide werden wieder vom Peloton eingeholt und richten den Blick nun voll auf die morgige Flachetappe. An der Spitze behauptet sich derweil weiterhin das Trio um Jan Tratnik, Mathias Vacek und Alex Kirsch. Der Vorsprung auf die 29-köpfige Verfolgergruppe beträgt aktuell noch 24 Sekunden.
Kirsch geht in die Offensive
Alex Kirsch (Cofidis) setzt aus der Verfolgergruppe zur Konterattacke an und wird die Lücke zum Spitzentrio um Jan Tratnik und Mathias Vacek schließen. Im Peloton endet derweil die lange Schicht von Nils Politt. Florian Vermeersch übernimmt für UAE Team Emirates - XRG die Führungsarbeit, sodass sich der Deutsche nach vielen Kilometern an der Spitze endlich etwas zurückziehen darf.
Træen virtuell in Gelb
Torstein Træen (Uno-X Mobility) lag vor der Etappe 5:06 Minuten hinter Tadej Pogacar. Aktuell beträgt sein Vorsprung im Rennen vor dem Slowenen rund sieben Minuten, damit trägt der Norweger virtuell das Gelbe Trikot. Die Verfolger um Træen liegen derweil 27 Sekunden hinter dem Spitzentrio. Ein tatsächlicher Wechsel des Gelben Trikots ist damit nicht unwahrscheinlich und Pogacar dürfte mit diesem Szenario wohl seinen Frieden finden.
Pedersen kontert vergeblich
Jan Tratnik (Red Bull - BORA - hansgrohe) und Mathias Vacek (Lidl-Trek) behaupten sich weiterhin an der Spitze und haben ihren Vorsprung bereits auf rund eine Minute ausgebaut. Aus der Verfolgergruppe versucht Mads Pedersen mit einer Konterattacke den Anschluss herzustellen, kommt jedoch nicht entscheidend weg. Der Däne hat neben dem Etappensieg natürlich auch die Bonuspunkte im Ziel im Blick, das Grüne Trikot ist für ihn heute weiterhin ein realistisches Ziel.
Molenaar macht weiter Jagd aufs Bergtrikot
Auch dahinter wird um jeden Bergpunkt gekämpft. Alex Molenaar (Caja Rural - Seguros RGA) gewinnt den Sprint der Verfolger und nimmt als Dritter noch zwei Punkte mit. Damit fehlen dem Niederländer nur noch zwei Zähler auf den führenden Alex Baudin (EF Education-EasyPost) im Kampf um das Gepunktete Trikot.
Tratnik holt die Bergwertung
Jan Tratnik (Red Bull - BORA - hansgrohe) gewinnt die Bergwertung am Col de Coudons (2. Kategorie) und nimmt die fünf Punkte mit. Mathias Vacek (Lidl-Trek) sichert sich als Zweiter immerhin noch drei Zähler. Die Bergpunkte dürften für beide allerdings eher ein netter Nebeneffekt sein. Im Fokus steht längst der mögliche Etappensieg.
Sprinter sparen Kräfte
Im Peloton werden die Karten inzwischen offen auf den Tisch gelegt. Auch Tim Merlier (Soudal Quick-Step) muss am Anstieg abreißen lassen und fällt aus dem Hauptfeld zurück. Biniam Girmay und Jasper Philipsen lassen nach ihrem Zwischensprint ebenfalls frühzeitig laufen. Die Zeichen stehen klar auf Kräfte sparen mit Blick auf die morgige Flachetappe, die auf die klassischen Sprintern zugeschnitten ist.
Politt kämpft sich weiter durch
Das ist weiterhin eine beeindruckende Vorstellung von Nils Politt. Der Deutsche wurde an der Spitze des Pelotons bislang kein einziges Mal abgelöst. Im flacheren Terrain hielt die Giraffe den Rückstand lange konstant bei rund 3:30 Minuten, am Col de Coudons wächst der Abstand nun allerdings deutlich an. Mittlerweile liegt das Peloton bereits knapp sechs Minuten hinter dem Spitzenduo Jan Tratnik und Mathias Vacek. Die übrigen Verfolger aus der ehemaligen Spitzengruppe haben ihrerseits 35 Sekunden Rückstand auf die beiden Rennmaschinen, die den Anstieg bislang gefühlt hochfliegen.
Træen schnuppert am Gelben Trikot
Torstein Træen (Uno-X Mobility) kommt dem Gelben Trikot immer näher, zumindest dem Virtuellen. Der Norweger war vor der Etappe 5:06 Minuten zurück und braucht nur noch wenige Sekunden mehr Vorsprung, um die virtuelle Gesamtführung zu übernehmen. Norwegen sorgt derzeit ohnehin im Sport für Schlagzeilen. Während Træen bei der Tour de France vom Gelben Trikot träumt, macht auch die norwegische Nationalmannschaft bei der laufenden Fußball-Weltmeisterschaft spätestens nach dem Sieg gegen Brasilien auf sich aufmerksam.
Tratnik und Vacek greifen an
Pünktlich zur 100-Kilometer-Marke kommt am Col de Coudons (10,9 km a 5,5 %) wieder Bewegung ins Rennen. Jan Tratnik (Red Bull - BORA - hansgrohe) und Mathias Vacek (Lidl-Trek) gehen aus dem Sattel, lösen sich aus der Spitzengruppe und fahren sich einen kleinen Vorsprung heraus. Ob das Duo den langen Anstieg für einen erfolgreichen Vorstoß nutzen kann?
Pedersen bleibt in Schlagdistanz
Mit den 16 Punkten aus dem Zwischensprint steht Mads Pedersen nun bei 53 Zählern und verpasst das Grüne Trikot damit zunächst um lediglich zwei Punkte. Tadej Pogacar führt die Wertung weiterhin mit 55 Punkten an. Der Däne hat allerdings noch beste Chancen. Auch im Ziel werden die ersten 15 Fahrer mit Punkten belohnt. Solange Pedersen in der Spitzengruppe bleibt, ist das Grüne Trikot heute weiterhin absolut in Reichweite. Für Biniam Girmay und Jasper Philipsen ist der Zwischensprint dagegen offenbar das Ende der Offensive. Beide lassen sich anschließend aus der Spitzengruppe zurückfallen und dürften alsbald vom Peloton geschluckt werden.
Girmay gewinnt den Zwischensprint in Quillan
Mads Pedersen eröffnet den Sprint in Quillan, doch am Ende zieht Biniam Girmay (NSN Cycling Team) noch vorbei und sichert sich die 25 Punkte. Auch Jasper Philipsen schiebt sich noch an Pedersen vorbei und wird Zweiter (20 Punkte). Für Pedersen bleiben als Dritter immerhin noch 16 Punkte.
Halbzeit erreicht
Die Spitzengruppe passiert bei Kilometer 90,9 die Hälfte der heutigen Etappe. Noch ist der Weg nach Foix lang, doch mit der großen Gruppe und dem stabilen Vorsprung von 04:23 Minuten nimmt der Ausreißercoup weiter Konturen an.
Pedersen kann kräftig aufholen
Der Zwischensprint dürfte vor allem für Mads Pedersen interessant werden. Der Däne liegt mit 37 Punkten aktuell auf Rang vier der Sprintwertung, hinter Tadej Pogacar (55), Jonas Vingegaard (44) und Isaac del Toro (39). Da alle drei vor ihm im Peloton fahren, könnte Pedersen mit den 25 Punkten für den Sieger des Zwischensprints heute kräftig Boden gutmachen und sich in der Punktewertung weit nach vorne schieben. Jasper Philipsen hat bislang dagegen erst 10 Punkte gesammelt und könnte sein Konto ebenfalls deutlich aufbessern.
Zwischensprint in Quillan voraus
Als nächstes Highlight wartet in sieben Kilometern der Zwischensprint in Quillan. Dort gibt es 25 Punkte für den Ersten, dahinter 20, 16, 14 und weitere Zähler für die folgenden Platzierungen. Gerade für die ganz schnellen Männer in der Spitzengruppe könnte das gleich noch einmal interessant werden. Jasper Philipsen und Mads Pedersen stehen hier natürlich ganz hoch im Kurs.
Noch 100 Kilometer
Die Fahrer haben die ersten gut 80 Kilometer hinter sich gebracht. Exakt 100 Kilometer liegen noch zwischen den Berufsradfahrern und dem Ziel in Foix. Die Hitzeschlacht geht damit in ihre zweite Hälfte.
Pogacar versorgt sich
Tadej Pogacar lässt sich am Teamwagen mit Kaltgetränken und weiterem Kühlmaterial versorgen. Bei Temperaturen von weit über 35 Grad gehört der regelmäßige Nachschub heute zum Pflichtprogramm. Optisch macht der Slowene dabei ebenfalls einiges her. Mit dem Gelben Trikot, der schwarzen Rennmaschine und den markanten schwarz-gelben Laufrädern liefert der Gesamtführende auch stilistisch einen beeindruckenden Auftritt im Peloton ab.
Trio wieder gestellt
Der Ausflug des Spitzentrios ist bereits wieder beendet. Georg Steinhauser, Robert Stannard und Alex Molenaar werden von der übrigen Spitzengruppe schnell wieder gestellt. Vermutlich war der kleine Vorsprung ohnehin eher zufällig entstanden. Bei der heutigen Hitzeschlacht sind die Fahrer auf die Unterstützung einer größeren Gruppe angewiesen. Allein oder zu dritt dürfte eine erfolgreiche Fluchtattacke kaum zu realisieren sein.
Trio nutzt die Gunst der Stunde
Nach der Bergwertung und der anschließenden Abfahrt kommt Bewegung in die Spitzengruppe. Georg Steinhauser (EF Education-EasyPost), Robert Stannard (Bahrain Victorious) und Alex Molenaar (Caja Rural-Seguros RGA) setzen sich vom Rest der Spitzengruppe ab und fahren sich einen Vorsprung von rund zehn Sekunden heraus. Mal sehen, ob das Trio hier ernsthaft einen Versuch wagt oder die Verfolger die Lücke rasch wieder schließen können.
Schleifenfahren für Fortgeschrittene
Kleiner Fun Fact am Rande: Zwischen Carcassonne und Foix liegen auf direktem Weg nur rund 67 Kilometer, die heutige Renndistanz beträgt aber 181,9 Kilometer. Diese Form des Schleifenfahrens kennen Hobby-Routenplaner nur zu gut. Hauptsache noch ein paar sogenannte weiße Straßen und möglichst wenig befahrene Nebenstraßen einbauen. Mit einem entscheidenden Unterschied. Bei der Tour sind die Straßen natürlich zusätzlich vorsorglich abgesperrt.
Molenaar setzt sich erneut durch
Georg Steinhauser (EF Education-EasyPost) versucht, seinem Teamkollegen und Bergtrikotträger Alex Baudin einen Gefallen zu tun und Alex Molenaar die volle Punkteausbeute zu verwehren. Der Antritt reicht jedoch nicht ganz. Molenaar gewinnt auch die zweite Bergwertung des Tages und kassiert die maximalen zwei Punkte. Steinhauser holt immerhin einen Punkt am Col du Paradis.
Zweite Bergwertung steht an
Die Spitzengruppe erreicht den Col du Paradis. Der zweite Anstieg des Tages ist 5,6 Kilometer lang und weist eine durchschnittliche Steigung von 4,3 Prozent auf. Dieser Berg ist der 4. Kategorie zugeordnet und dürfte das große Feld der Ausreißer nicht weiter auseinanderreißen. Trotzdem geht es zumindest um zwei Punkte für die Bergwertung, als auch um ein paar Euro für die Mannschaftskasse.
Politt hält den Vorsprung konstant
Mittlerweile haben die Fahrer 856 der insgesamt 2.700 Höhenmeter des Tages absolviert. Trotz der anspruchsvollen Bedingungen liegt der Schnitt weiterhin bei superflotten 44,5 km/h. An der Rennsituation ändert sich derweil wenig. Nils Politt (UAE Team Emirates - XRG) drückt an der Spitze des Pelotons weiter auf die Tube und hält den Abstand zur Spitzengruppe konstant. Die 34 Ausreißer liegen weiterhin bei 3:30 Minuten. Beide Seiten können mit dem Vorsprung derzeit augenscheinlich bestens arbeiten.
Politt übernimmt weiter die Kontrolle
Nils Politt hält sich weiterhin an der Spitze des Pelotons und kontrolliert den Abstand zur 34-köpfigen Spitzengruppe, die aktuell 3:20 Minuten Vorsprung hat. Schwerstarbeit einmal mehr für die Giraffe. Bei Temperaturen nahe der 40-Grad-Marke gibt es an der Spitze des Feldes keinerlei Schutz vor dem Fahrtwind, der sich heute vermutlich eher wie die heiße Luft aus einem Föhn anfühlt. Vieles deutet darauf hin, dass Politt diese Aufgabe noch bis etwa zum Ende der dritten Bergwertung des Tages übernehmen wird, ehe bei UAE Team Emirates - XRG frische Beine die Tempoarbeit übernehmen dürften.
Molenaar sammelt Bergpunkt
Der Verzicht aufs Warten zahlt sich aus. Alex Molenaar (Caja Rural - Seguros RGA) gewinnt die Bergwertung am Col de Bedos (4. Kategorie) und sichert sich zumindest einen Punkt. Mit dieser Ausbeute schiebt sich der Niederländer im virtuellen Klassement auf den dritten Rang der Bergwertung nach vorne. An der Spitze bleibt weiterhin Alex Baudin (EF Education-EasyPost).
Defekt bei Joel Nicolau
Der Spanier vom Team Caja Rural - Seguros RGA wird in der Spitzengruppe von einem Defekt ausgebremst und verliert innerhalb kürzester Zeit rund 20 Sekunden auf seine Mitstreiter. Teamkollege Alex Molenaar, der nach der 2. Etappe das Gepunktete Trikot übergestreift hatte, zeigt zunächst keine Anstalten zu warten. Offenbar setzt Caja Rural darauf, dass Nicolau nach dem Radwechsel aus eigener Kraft wieder zur Spitzengruppe aufschließen kann.
Erster Anstieg des Tages
Die Spitzengruppe erreicht den Col des Bedos. Der 3,4 Kilometer lange Anstieg mit durchschnittlich 4,4 Prozent Steigung bildet die erste von insgesamt vier Bergwertungen des Tages. Allzu selektiv dürfte es hier allerdings nicht zugehen, schließlich ist der Col des Bedos lediglich als Berg der 4. Kategorie eingestuft.
Danish Dynamite
Nicht zu vergessen ist Michael Valgren. Der Däne weiß, wie man aus einer großen Fluchtgruppe gewinnt. Beim diesjährigen Giro d'Italia sicherte er sich auf vergleichbare Art bereits die 17. Etappe. Erfahrung mit ähnlichen Rennsituationen bringt der Profi von EF Education-EasyPost also mit, am Selbstvertrauen dürfte es ebenfalls nicht scheitern.
Hochkarätig besetzte Spitzengruppe
Je länger man auf die Zusammensetzung der Spitzengruppe blickt, desto deutlicher wird, dass hier ordentlich Qualität vertreten ist. Mit Romain Gregoire befindet sich sogar der amtierende französische Meister in der Flucht, auf heimischen Straßen dürfte er dazu besonders motiviert sein. Ebenfalls brandgefährlich ist das Lidl-Trek-Trio um Mads Pedersen, Quinn Simmons und Mathias Vacek. Drei absolute Rennmaschinen, die sich hervorragend ergänzen. Hinzu kommen mit Kevin Vauquelin, Jasper Philipsen, flankiert von gleich zwei Teamkollegen, Biniam Girmay sowie Michael Matthews weitere Fahrer, die auf diesem Profil bestens zurechtkommen dürften.
Die Fluchtgruppe harmoniert
Die 34-köpfige Spitzengruppe arbeitet bislang hervorragend zusammen und hat ihren Vorsprung bereits auf 3:39 Minuten ausgebaut. Viele Mannschaften sind gleich mit zwei oder sogar drei Fahrern vertreten, sodass sich die Führungsarbeit auf zahlreiche Schultern verteilt und das Tempo konstant hoch bleibt. Im Peloton halten sich die Klassementteams derweil bewusst zurück. Bei Temperaturen von knapp 40 Grad versucht man, sofern irgendwie möglich, möglichst viele Körner für die kommenden Tage zu sparen und die Verfolgungsarbeit auf ein Minimum zu beschränken. Alles deutet deshalb darauf hin, dass der heutige Etappensieger aus der Spitzengruppe kommen wird. Die Wahrscheinlichkeit für einen erfolgreichen Ausreißercoup steigt mit jedem gefahrenen Kilometer.
Die 34 Fahrer der Spitzengruppe
Red Bull - BORA - hansgrohe: Nico Denz, Jan TratnikLidl-Trek: Mads Pedersen, Quinn Simmons, Mathias VacekEF Education-EasyPost: Georg Steinhauser, Sean Quinn, Michael ValgrenBahrain Victorious: Robert Stannard, Vlad Van MechelenNetcompany Ineos: Kevin VauquelinSoudal Quick-Step: Pascal Eenkhoorn, Jasper StuyvenAlpecin-Premier Tech: Robbe Ghys Debruyne, Jasper Philipsen, Edward PlanckaertJayco AlUla: Michael MatthewsUno-X Mobility: Torstein TræenNSN: Biniam Girmay, Marco FrigoMovistar Team: Pablo Castrillo, Ivan García Pierna, Nelson OliveiraLotto Intermarche: Georg ZimmermannCofidis: Ion Izagirre, Alex KirschQ36.5 Pro Cycling: Quinten Hermans, Brent Van MoerGroupama-FDJ: Romain Gregoire, Lewis Askey CostiouTotalEnergies: Alexandre DelettreTeam Picnic PostNL: Frank van den BroekCaja Rural-Seguros RGA: Alex Molenaar, Joel Nicolau
Drei Deutsche vorne vertreten
Aus deutscher Sicht läuft die Etappe bislang vielversprechend. Mit Nico Denz (Red Bull - BORA - hansgrohe), Georg Zimmermann (Intermarche-Wanty) und Georg Steinhauser (EF Education-EasyPost) haben gleich drei deutsche Fahrer den Sprung in die 34-köpfige Spitzengruppe geschafft. Im Peloton arbeitet derweil Nils Politt (UAE Team Emirates - XRG) an der Spitze des Feldes.
Quinn und Træen die gefährlichsten Fahrer
Die 34-köpfige Spitzengruppe hat ihren Vorsprung mittlerweile auf 2:30 Minuten ausgebaut. Aus Sicht des Gesamtklassements ragen dabei vor allem zwei Fahrer heraus. Sean Quinn (EF Education-EasyPost) liegt in der Gesamtwertung 5:34 Minuten hinter dem Gelben Trikot, Torstein Træen (Uno-X Mobility) weist einen Rückstand von 5:06 Minuten auf. Sollten die Ausreißer ihren Vorsprung weiter ausbauen, wären diese beiden die aussichtsreichsten Kandidaten auf eine zwischenzeitliche Übernahme des Gelben Trikots.
Riesige Spitzengruppe steht
Jetzt hat sich das Rennen offenbar etwas beruhigt. Insgesamt 34 Fahrer haben den Sprung in die Spitzengruppe geschafft, ein ungewöhnlich großes Aufgebot, das die Chancen auf einen erfolgreichen Ausreißversuch deutlich erhöht. Weder UAE Team Emirates - XRG, noch Team Visma | Lease a Bike oder das Decathlon AG2R La Mondiale Team haben einen Fahrer in die Gruppe entsandt, da kein unmittelbarer Rivale für das Gesamtklassement vertreten ist.
Neue Spitzengruppe nimmt Form an
Der Vorstoß von Nico Denz hat sich bezahlt gemacht. Der Profi von Red Bull - BORA - hansgrohe hat den Sprung nach vorne geschafft und wird dort von seinem Teamkollegen Jan Tratnik unterstützt. Auch Jasper Philipsen ist in der neu formierten Spitzengruppe vertreten und hat gleich zwei Mannschaftskollegen an seiner Seite. Zudem ist mit Biniam Girmay ein weiterer Top-Sprinter vorne dabei, heißt mit Philipsen und Girmay befinden sich gleich zwei der heißesten Sprintkandidaten des Feldes in der Offensive. Offenbar machen sich ihre Teams trotz der vier Bergwertungen berechtigte Hoffnungen, dass diese Etappe am Ende doch im Sprint einer kleineren Gruppe entschieden werden könnte.
Bora hält das Tempo hoch
Während sich die Spitzengruppe noch nicht entscheidend absetzen kann, macht Red Bull - BORA - hansgrohe im Peloton ordentlich Druck. Nico Denz setzt zur Attacke an, übernimmt die Tempoarbeit an der Spitze des Feldes. Mitten auf einer wunderschönen, von Bäumen gesäumten französischen Allee schmilzt der Vorsprung der 14 Ausreißer bei weiterhin 40 Grad Celsius bereits wieder dahin. Aus dem Teamfunk von UAE Team Emirates - XRG ist zu hören, dass man durchaus bereit wäre, eine größere Fluchtgruppe ziehen zu lassen. Bora verfolgt dagegen offenbar einen anderen Plan.
14 Fahrer setzen sich ab
Jetzt hat sich eine erste größere Spitzengruppe gebildet. 14 Fahrer haben sich rund zehn Sekunden vom Peloton abgesetzt: Mads Pedersen (Lidl-Trek), Mathias Vacek (Lidl-Trek), Georg Steinhauser (EF Education-EasyPost), Robert Stannard (Tudor Pro Cycling), Kevin Vauquelin (Arkea-B&B Hotels), Pascal Eenkhoorn (Soudal Quick-Step), Jasper Stuyven (Soudal Quick-Step), Pablo Castrillo (Movistar Team), Nelson Oliveira (Movistar Team), Alex Kirsch (Cofidis), Brent Van Moer (Q36.5 Pro Cycling), Alexandre Delettre (TotalEnergies), Frank van den Broek (Team Picnic PostNL) und Joel Nicolau (Caja Rural-Seguros RGA). Mit Lidl-Trek, Soudal Quick-Step und Movistar sind gleich mehrere Teams doppelt vertreten. Das Feld lässt die Gruppe zunächst auf etwa zehn Sekunden ziehen.
Lidl-Trek eröffnet die Jagd
Die ersten Attacken werden allesamt wieder eingefangen, noch will das Peloton offenbar keine Gruppe des Tages ziehen lassen. Nun setzt Mads Pedersen (Lidl-Trek) zur Beschleunigung im Feld an, auch sein Teamkollege Mathias Vacek ist vorne mit dabei. Lidl-Trek macht hier früh deutlich, dass man diese Etappe aktiv mitgestalten möchte. Immerhin 10 Sekunden Vorsprung auf der Uhr.
Die Hitzeschlacht beginnt
Nicht nur das Streckenprofil wird den Profis heute alles abverlangen, auch das Thermometer spielt eine ganz entscheidende Rolle. Mit der 4. Etappe beginnt eine regelrechte Hitzewelle bei dieser Tour de France. Am Startort Carcassonne herrschen Temperaturen von knapp 40 Grad Celsius, auch im weiteren Tagesverlauf bleibt es drückend heiß. Dazu weht lediglich ein leichter Nordwind, der allenfalls für zarten Seitenwind sorgt und den Fahrern kaum Erleichterung verschaffen dürfte. Entsprechend wird das Trinkmanagement heute mindestens genauso wichtig sein wie die richtige Taktik auf der Straße.
Scharfer Start!
Die Rennleitung steigt aus der Dachluke des offiziellen Fahrzeugs, schwenkt die gelbe Fahne und gibt die 4. Etappe frei! Sofort schießen die ersten Fahrer aus dem Sattel, die ersten Attacken werden lanciert. Auf die Plätze, fertig, los. Der Kampf um die Ausreißergruppe des Tages ist eröffnet.
Neutralisierter Start erfolgt
Bevor das Rennen offiziell freigegeben wird, stehen zunächst 8,8 Kilometer neutralisiert durch Carcassonne auf dem Programm. Dabei dürfte der ein oder andere Profi noch einen Blick auf die beeindruckende mittelalterliche Altstadt werfen können, nach der auch das berühmte Brettspiel Carcassonne benannt ist. Der scharfe Start erfolgt dann voraussichtlich gegen 13:25 Uhr.
Alles ist angerichtet
Ausreißersieg, Sprint Royal oder aus einer kleineren Gruppe heraus, oder doch der nächste Vorstoß der Klassementfahrer? Auch die vierte Etappe lässt sich nur schwer vorhersagen. Genau diese Unberechenbarkeit macht den Reiz des heutigen Tages aus, wenn gegen 13:10 Uhr der neutralisierte Start erfolgt.
Chance für die Fluchtgruppe?
Wie schon gestern könnte deshalb eine frühe Gruppe weit kommen. Entscheidend wird sein, wie schnell sich die Ausreißer formieren und welchen Vorsprung sie sich herausfahren. Lassen die Klassementteams die Flucht gewähren oder wird das Feld auf den letzten Kilometern doch noch einmal ernst machen? Genau diese Frage dürfte den Rennverlauf maßgeblich bestimmen.
Morgen spricht alles für die Sprinter
Hinzu kommt ein taktischer Aspekt. Bereits morgen deutet nahezu alles auf einen klassischen Massensprint hin. Manche Teams könnten deshalb heute bewusst Kräfte sparen und das Risiko scheuen, ihre Helfer den ganzen Tag in die Nachführarbeit zu schicken. Das würde wiederum den möglichen Ausreißern in die Karten spielen.
Vier Anstiege als Sprinter-Schreck
Genau darin liegt das Problem. Die vier Bergwertungen nach Bedos, Paradis, Coudons und Montsegur dürften den klassischen Sprintern ordentlich zusetzen. Zwar flacht das Profil in Richtung Foix wieder etwas ab, doch zunächst müssen die Sprintstars den Anschluss überhaupt halten.
Erster Sprint auf französischem Boden?
Erstmals findet eine Etappe dieser Tour vollständig auf französischem Boden statt, nachdem die Rundfahrt in Katalonien begonnen hatte und das Peloton gestern die Grenze überquert hatte. Eigentlich wäre das Finale in Foix ein gutes Pflaster für den ersten Sprint Royal dieser Frankreich-Rundfahrt, vorausgesetzt die schnellen Männer sind bis dahin überhaupt noch in der Spitzengruppe vertreten.
Rückblick auf gestern
Die gestrige Etappe gehörte lange den Ausreißern. Vor allem Alex Baudin (EF Education-EasyPost) überzeugte mit einer beeindruckenden Vorstellung, sammelte fleißig Bergpunkte und durfte zwischenzeitlich sogar vom Gelben Trikot träumen. Im Finale übernahm jedoch UAE Team Emirates - XRG kompromisslos die Kontrolle. Die Mannschaft stellte die Fluchtgruppe, bereitete den Schlussanstieg perfekt vor und überließ anschließend ihrem Chef die Bühne. Tadej Pogacar setzte auf den letzten Metern die entscheidende Attacke, gewann die Etappe und schnappte sich dank der Zeitbonifikation auch das Gelbe Trikot.
Das Streckenprofil
Nach den spektakulären Auftakttagen und dem gestrigen ersten Schlagabtausch in den Pyrenäen, gilt es heute lediglich 2.700 Höhenmeter zu überwinden. Von einem Ruhetag für die Profis kann aber trotzdem so gar keine Rede sein. Die Tourplaner haben mit den Anstiegen nach Bedos, Paradis, Coudons und Montsegur gleich vier Bergwertungen in die Strecke eingebaut und den Sprintern damit erneut einige Steine in den Weg gelegt. Gerade die letzten rund 30 Kilometer bieten den Sprintteams zwar die Möglichkeit, sich noch einmal zu organisieren. Bis dahin muss allerdings erst einmal über die zahlreichen Wellen und Anstiege hinweggekommen werden.
Bonjour und herzlich willkommen!
Bonjour und ein ganz herzliches Willkommen zur 4. Etappe der Tour de France. Heute rast das Peloton über 182 Kilometer von Carcassonne nach Foix. Der fiktive Start erfolgt um 13:10 Uhr, die Zielankunft wird gegen 17:23 Uhrerwartet.