Tour de France 2018, 4. Etappe
Ankunft
Bonussprint
Berg der 4. Kategorie
Punktewertung
Punktewertung
Hauptfeld
Beendet
 
Letzte Aktualisierung: 03:53:38
Bis morgen
Für heute endet unsere Übertragung von der Großen Schleife durch Frankreich. Vielen Dank für das Interesse! Morgen sind wir selbstverständlich wieder zur Stelle mit dem fünften Tagesabschnitt von Lorient nach Quimper. Dann geht es deutlich hügeliger zur Sache, was einen anderen Etappenverlauf nach sich ziehen könnte. Wir sind gespannt. Bis morgen!
Cousin
Für die vier Ausreißer bleibt lediglich noch die Rote Startnummer, die Jerome Cousin als kämpferischster Fahrer des Tages bekommt. Anderthalb Kilometer vor Schluss gestellt zu werden, ist für das Quartett aber in jedem Fall eine bittere Erfahrung. Aber in dieser Art laufen Flachetappen bei der Tour de France häufig ab. Das ist nichts Neues.
Trikots
Bei seiner ersten Tour de France schnappt sich der Kolumbianer also seinen zweiten Etappensieg und macht damit Druck auf die etablierten Sprinter. Dennoch verteidigt Peter Sagan sein Grünes Trikot - allerdings nur um schmale vier Punkte. Auch alle anderen Führungsleibchen bleiben bei ihrem Besitzer - zuvorderst natürlich das Wichtigste. Gelb ziert also weiterhin Greg van Avermaet. Erstmals gibt es nach einer Etappe keinen Führungswechsel - auch nicht beim Bergtrikot, das bei Dion Smith bleibt. In Weiß gekleidet ist nach wie vor Sören Kragh Andersen.
Ziel
Beinahe gleichauf rollen die Drei über die Ziellinie. Und Fernando Gaviria ist um einen Hauch vorn. Peter Sagen wird Zweiter. Rang drei bleibt für Andre Greipel. Hinter Dylan Groenewegen kommt Marcel Kittel als Fünfter an.
200 m
Welch ein famoser Sprint! Fernando Gaviria wird lanciert. Dann schert Andre Greipel aus. Das schaut zunächst sehr gut aus. Doch dann schiebt sich Peter Sagan daneben. Und auch Gaviria forciert noch einmal.
1 km
Es geht auf den letzten Kilometer - immer schön geradeaus. Am Ende steigt die Zielgerade leicht an.
1,5 km
Gleich ist es um die Ausreißer geschehen. Anderthalb Kilometer vor dem Ziel fliegt das Peloton heran und schnupft die vier Helden des Tages auf.
3 km
Und vorn geht es um den Etappensieg. Sprinter sind vom Sturz offenbar nicht betroffen. Da sind wohl noch alle dabei. Ein paar Anfahrer aber fehlen offensichtlich.
4 km
Rigoberto Uran ringt mit Helfern an seiner Seite um Anschluss. Auch Ilnur Zakarin muss dem Feld hinterherjagen. Mikel Landa hat Rückstand.
5 km
Doch dann scheppert es im Hauptfeld. Solch ein Zwischenfall könnte den Ausreißern helfen. Zudem befinden wir uns außerhalb der Drei-Kilometer-Zone. Eventuelle Rückstände werden gnadenlos gewertet.
6 km
Spürbar höheres Tempo herrscht jetzt im Peloton. Das geht natürlich auf Kosten der Fluchtgruppe, für die nur noch 40 Sekunden spricht. Aufgrund der elend langen Zielgerade wird sich das für die vier Herren dort vorn wohl nicht ausgehen.
8 km
Jetzt gibt es Hilfe für Quick - Step Floors. Ein Mann von Dimension Data übernimmt die Führungsarbeit. In diesem Moment rutscht der Vorsprung der Ausreißer unter eine Minute. Kurz darauf beteiligt sich auch Bora - hansgrohe.
10 km
Kontinuierlich schmilzt der Abstand zusammen. 1:10 Minuten sind das nur noch. Offenbar bekommt es das Hauptfeld doch auf den Punkt hin, die vier Flüchtigen zu stellen. In jedem Fall dürfte das knapp werden.
12 km
Auf der rechten Seite schiebt sich jetzt Katusha ganz langsam etwas weiter nach vorn. Tony Martin ist da die Lokomotive. Es wird höchste Zeit, hat doch Marcel Kittel heute durchaus etwas vor.
14 km
So bleibt die Arbeit an Quick -Step Floors hängen. 1:40 Minuten sprechen noch für die Ausreißer. Noch arbeitet das Quartett sehr gut zusammen, obwohl ein Teams (Cofidis) mit zwei Fahrern vertreten ist. Zu früh dürfen sie nicht mit dem Taktieren beginnen.
16 km
Jetzt kommt an der Spitze des Feldes mehr Farbe rein, aber das sind nicht die anderen Sprinterteams, sondern Movistar und AG2R.
18 km
Nachdem sich das Peloton wieder zusammenfindet, ist Quick - Step Floors mit voller Kapelle an der Spitze. Ernsthafte Hilfe wird nicht angeboten. Worauf warten die anderen Teams? Die Chancen der Ausreißer steigen immer weiter.
19 km
Jetzt teilt sich das Feld auf der baulich getrennten Straße. Zahlreiche große Kreisverkehre sind zu befahren.
22 km
Die anderen Teams halten sich nach wie vor zurück. Allein senken die Helfer des Kolumbianers den Rückstand auf zwei Minuten.
24 km
So langsam geht es im Peloton zur Sache. Quick - Step Floors hat jetzt vier Leute an der Spitze. Mit Fernando Gaviria hat man einen Topfavoriten für einen Sprint in den eigenen Reihen.
26 km
Natürlich dürfen die Verfolger auf die breite D780 setzen, die zumeist ziemlich gerade verläuft. Für Fluchtgruppen ist das nicht das ideale Terrain. Zeit gut machen sollte man in der Nachführarbeit dennoch alsbald.
28 km
Es sind keine 30 Kilometer mehr bis zum Ziel - und noch immer liegt das Hauptfeld 2:45 Minuten zurück. So langsam wird es knapp für die Sprinterteams. Die Ausreißer dürfen sich leise Hoffnungen machen.
30 km
Team Katusha Alpecin hält sich noch zurück. Die Helfer von Marcel Kittel sind im Vorderfeld derzeit nicht auszumachen. Es dürfte aber mehr Hilfe nötig sein, um die Fluchtgruppe zu stellen. Da sollten einige Teams zusammenarbeiten.
33 km
Für den letztgenannten Etappensieger vom Samstag spannt sich jetzt Tim Declercq vors Feld - ein echter belgischer Tempobolzer. Das Hauptfeld muss jetzt langsam mehr Gas geben. 2:50 Minuten sind die Ausreißer noch vorn.
36 km
An der Spitze des Pelotons fährt ein Mann von Lotto Soudal. Das ist Thomas De Gendt für das Team von Andre Greipel. Dahinter ist Quick - Step Floors unterwegs - für Fernando Gaviria.
38,5 km
Etwa drei Minuten später kommt das Hauptfeld beim Bonussprint durch. Für diese Fahrer ist hier aber nichts mehr zu holen.
38,5 km
Die vier Flüchtigen fahren jetzt durch Limerzel und rollen einträchtig nacheinander über den Bonussprint. Drei, zwei und eine Sekunde gibt es hier für die ersten Drei. Das interessiert diese Profis nicht im geringsten, denn ihre Rückstände im Gesamtklassement sind ohnehin viel zu groß. Der Vollständigkeit halber seinen die Top 3 genannt: Dimitri Claeys, Guillaume van Keirsbulck und Anthony Perez.
42 km
Inzwischen befinden sich alle Sturzopfer wieder im Hauptfeld. Das aber liegt mittlerweile zweieinhalb Minuten hinter der Ausreißergruppe.
45 km
Tony Gallopin hat mit Nachwirkungen des Sturzes zu kämpfen. Da gibt es offenbar einen Schaden an seinem Rad. Zugleich hält sich der Franzose die rechte Hüfte, die wohl etwas schmerzt.
46 km
Durch diese Unruhen im Hauptfeld erhalten die Ausreißer wieder mehr Luft zum Atmen. Ihr Vorsprung steigt über zwei Minuten. Die Vier versuchen jetzt natürlich mit dem Mute der Verzweiflung, sich irgendwie vorn zu halten und es vielleicht doch bis ins Ziel zu schaffen.
48 km
Auch Robert Gesink, Mikel Landa, Daniel Martin und Bauke Mollema müssen sich wieder ans Peloton herankämpfen. Auch das Team Fortuneo - Samsic ist betroffen. Es handelt sich um Kevin Ledanois.
49 km
Plötzlich kommt es im Peloton zum Sturz. Mehrere Fahrer sind betroffen. Jakob Fuglsang ist offenbar involviert. Zwei Astana-Teamkollegen stehen bereit, um den Kapitän wieder ans Feld heranzuführen.
50 km
Angesichts des vergleichsweise knappen Vorsprungs läuft also alles wieder auf eine Massenankunft hinaus.
54 km
Was nun auf dem Weg ins Ziel noch bleibt, ist der Bonussprint. Die dortigen Zeitbonifikationen dürften für die vier Ausreißer völlig uninteressant sein. Und Geld gibt es laut Reglement der Tour de France dort nicht.
57 km
Zwischenzeitlich war der Vorsprung der Ausreißer unter anderthalb Minuten gesunken. Nun aber wächst das Polster der Flüchtigen wieder. Man lässt die vier Jungs also noch zappeln.
59,5 km
Wer holt sich den Punkt? Ernsthaft gerungen wird nicht darum. Die 200 Euro gehen an Cofidis. Anthony Perez ist der Sieger dieser Bergwertung der 4. Kategorie. Wir haben es im Verlauf der heutigen Übertragung bereits thematisiert. Es gibt nun drei Fahrer mit einem Zähler im Kampf ums Gepunktete Trikot. Und da Dion Smith in der Gesamteinzelwertung am Besten platziert ist, wird der das Bergtrikot behalten.
60 km
Inzwischen ist der Vorsprung der Kopfgruppe unter zwei Minuten gerutscht. Das mag auch daran liegen, dass die Ausreißer bereits bergauf strampeln müssen.
65 km
Und so nähern wir uns der Cote de Saint-Jean-La-Poterie, einem 0,8 Kilometer langen Anstieg - maximal 7,8 Prozent steil. Ein Punkt fürs Bergtrikot wird dort ausgelobt.
69 km
Auch Team Dimension Data ist zahlreich an der Spitze des Pelotons vertreten. Hier wird für Mark Cavendish gearbeitet.
71 km
Im Hauptfeld bemühen sich Lotto Soudal und Quick - Step Floors um die Nachführarbeit. Die Bergwertung aber überlässt man der Fluchtgruppe in jedem Fall noch.
74 km
Beinahe 115 Kilometer fahren die Ausreißer nun schon vor dem Feld, nachdem sie ihre Flucht schon kurz nach dem Start organisierten. Ihr größter Vorsprung betrug 7:45 Minuten. Davon sind aktuell lediglich etwa 2 Minuten geblieben.
78 km
Im Hauptfeld hat man erkannt, dass die Aufholjagd zu zügig vonstatten geht. Zu früh möchte man die Ausreißer auch nicht stellen. Also werden ein wenig die Beine hoch genommen, was den Flüchtigen ein paar Sekunden bringt - in der Summe sind das jetzt 2:20 Minuten.
82 km
Team Sky ist jedoch derzeit nicht im Vorderfeld zu sehen. Die Idee, Thomas Geraint ins Maillot Jaune zu bringen, besteht da also nicht ernsthaft. In der Mannschaft gibt es ganz andere und deutlich höhere Ziele. Für eine derartige Momentaufnahme werden sicherlich keine Körner verschwendet.
84 km
Inzwischen fährt die Fluchtgruppe nur noch 2:10 Minuten vor dem Peloton. Dort hinten gibt man heute schon recht früh Gas. Vielleicht herrscht da Interesse am Bonussprint. Mit Hilfe dieser Zeitgutschrift könnte allerdings allenfalls Geraint Thomas ins Gelbe Trikot fahren.
87 km
Mit Blick auf das Klassement des Grünen Trikots gibt es durch den Zwischensprint unter den ersten Fünf keine Verschiebungen. Und Fernando Gaviria macht als Zweiter auch nur geringfügig Boden gut. Die zwei Punkte sind für Peter Sagan zu verschmerzen. Andre Greipel ist Fünfter.
90 km
Offenbar behält man im Hauptfeld den Fuß auf dem Gas. Wir bewegen uns auf die drei Minuten zu, die den Ausreißern noch als Polster dienen. Vielversprechend schaut das für die vier Jungs dort vorn nicht aus.
94 km
Im Zuge der Begebenheiten um den Zwischensprint rückte das Peloton bis auf 3:20 Minuten an die Fluchtgruppe heran. Deren Ziel muss es ab sofort sein, es vielleicht noch bis zur Bergwertung zu schaffen - auch wenn dort nur ein Pünktchen und 200 Euro für den Ersten locken. Etwa 30 Kilometer sind es noch bis dorthin.
97,5 km
Dann kommt das Hauptfeld in Derval durch. Fernando Gaviria zeigt die größte Initiative und behauptet sich vor Andre Greipel und Peter Sagen. Elf Zähler streicht der Kolumbianer dafür ein. Es folgen John Degenkolb, Alexander Kristoff, Marcel Kittel und Arnaud Demare. Für Rick Zabel gibt es übrigens noch einen Punkt.
97,5 km
Einen wirklichen Sprint gibt es nicht. Einträchtig nacheinander rollt man über die Linie. Guillaume Van Keirsbulck vornweg streicht 20 Punkte und 1.500 Euro für die Mannschaftskasse von Wanty - Groupe Gobert ein. Auf die weiteren Plätze kommen Dimitri Claeys, Anthony Perez und Jerome Cousin.
100 km
Noch vor der Sprintwertung schmilzt der Vorsprung des Quartetts in der Juli-Sonne weiter zusammen. Viereinhalb Minuten sind verblieben.
101 km
Beim Movistar Team hat man sich inzwischen zum Kapitänsthema geäußert. Sportdirektor Jose Luis Arrieta verkündete, dass es keineswegs drei Leader gibt. Sein Vertrauen gehört Nairo Quintana, trotz dessen Rückstandes von gut zwei Minuten. Die derzeit besser platzierten Mikel Landa und Alejandro Valverde müssten demnach zurückstecken.
105 km
Mittlerweile schrumpft das Zeitpolster der Ausreißer zusammen. Das Guthaben sinkt unter sechs Minuten. Im Hauptfeld geht es derzeit etwas zügiger zur Sache. Hier besteht dann gleich natürlich an den Punkten fürs Grüne Trikot. Schließlich bekommen die ersten 15 etwas Zählbares ab.
110 km
Darüber hinaus hat sich bisher lediglich Guillaume Van Keirsbulck Zähler gut schreiben lassen - allerdings nur vier an der Zahl. Die beiden Jungs von Cofidis sind in dieser Beziehung noch nicht in Erscheinung getreten.
113 km
Im Hinblick auf den Zwischensprint blicken wir auf Jerome Cousin. Der Franzose hat in der Wertung um das Grüne Trikot immerhin schon 20 Punkte auf dem Konto, ist damit Neunter. Peter Sagan vermag er nicht zu gefährden, aber immerhin sind Positionsverbesserungen drin. Und wir haben einen Favoriten für den Sprint, der in wenigen Kilometern ansteht.
117 km
Trotz des derzeit großen Vorsprungs der Ausreißer gehen wir weiterhin von einem Massensprint aus. Und da möchte heute Marcel Kittel ein gewichtiges Wörtchen mitsprechen. Rang drei auf der 1. Etappe hat beim Sprinter für Selbstvertrauen gesorgt. Und nachdem er am Sonntag wegen eines Defekts kurz vor dem Ziel nicht mitmischen konnte, hofft der 30-Jährige, seine guten Beine heute voll einsetzen zu können.
121 km
Nach wie vor tut sich wenig auf dieser Flachetappe in Richtung Sarzeau. Im Hauptfeld bietet sich Romain Bardet die Gelegenheit zu einer Plauderei mit Warren Barguil. Von einer angenehmen Sommer-Radelei zu sprechen, wäre aber sicherlich dennoch vermessen.
125 km
Um sie sieben Minuten bewegt sich nach wie vor der Vorsprung der vier Flüchtigen. Die Sprintwertung werden die Ausreißer in jedem Fall unter sich ausmachen. Und offenbar besteht im Hauptfeld auch kein großes Interesse an der Bergwertung. Wenn sich dort einer der Vier den einen Punkt sichert, dürfte das Gepunktete Trikot auf den Schultern von Dion Smith bleiben, denn der ist in der Gesamteinzelwertung deutlich besser platziert. Immer unter der Prämisse, dass es zu einer Massenankunft kommt.
129 km
Seit geraumer Zeit führt Patrick Bevin das Peloton an und macht für BMC Racing die Arbeit. Hinter dem Neuseeländer reihen sich einige Movistar-Fahrer ein. Die Sprinterteams halten sich noch zurück, schonen sich für die Schlussphase der Etappe.
133 km
Einen Sprinter können wir zumindest für heute von der Liste streichen. Christophe Laporte plagen nach einem Sturz auf der 2. Etappe Schmerzen. Der Franzose fühlt sich nicht zu 100 Prozent fit und glaubt sich nicht in der Verfassung, dort vorn mit reinzuhalten. Von diesem Teil der Aufgaben sind seine Teamkollegen heute also befreit. Und auch deshalb haben wir zwei Cofidis-Fahrer vorn in der Ausreißergruppe.
136 km
Mark Cavendish hat offenbar technische Probleme mit dem Funk. Eine ganze Weile wird das in voller Fahrt vom Materialwagen aus bearbeitet. Dann hält der Sprinter vom Team Dimension Data an. So lässt sich das bequemer lösen. Zugleich nutzt der 33-Jährige die Gelegenheit für ein kleines Geschäft am Straßenrand.
138 km
Ein wenig ist der Abstand der Fluchtgruppe geschrumpft. Noch aber sind das mehr als sieben Minuten. Alle vier Ausreißer beteiligen sich weitgehend zu gleichen Teilen an der Führungsarbeit, ziehen also an einem Strang.
141 km
An den bisherigen Tagen wechselte stets das Führungstrikot. Und das ist angesichts geringer Zeitabstände auch heute wieder möglich. Eventuell passiert das sogar mannschaftsintern bei BMC. Das Team sucht für das kommende Jahr einen Sponsor. Als US-amerikanische Mannschaft ist man natürlich versucht, den auf dem heimischen Markt zu finden. Und da könnte doch ein Gelbes Trikot auf den Schultern von Tejay van Garderen helfen, der ja derzeit zeitgleich mit Greg van Avermaet ist. Bei einer Massenankunft müsste man es demnach hinbekommen, dass der Amerikaner 68 Plätze vor dem Belgier über die Ziellinie rollt, um ihn in der Summe der Etappeneinzelplatzierungen vorbeizulotsen.
145 km
In der ersten Rennstunde legten die Spitzenreiter 43,6 Kilometer zurück. Mit diesem Geschwindigkeitsschnitt würden wir auf eine Zielankunft gegen 18 Uhr zusteuern.
147 km
Entspannt rollt das große Hauptfeld dahin. Vor allem in den hinteren Regionen ist durchaus Zeit für einen Plausch. Das ist ein Zeichen für eher gemäßigteres Tempo. Arbeit gibt es nur an der Spitze, wo jetzt ein BMC-Pedaleur kurbelt, gefolgt von vier Sky-Leuten und einer Reihe Movistar-Profis.
150 km
Unterdessen wächst die Vorsprung wieder an und bewegt sich in Richtung von acht Minuten. Weiter vornweg fuhr bei dieser Tour noch kein Ausreißer, das ist der bislang größte Abstand.
155 km
Die Fluchtkollegen Guillaume Van Keirsbulck und Dimitri Claeys bestreiten ihre zweite Grande Boucle. Anthony Perez debütiert bei der Frankreich-Rundfahrt.
160 km
Sonderlich prominente Namen tragen die Ausreißer nicht. Am ehesten vermochte Jerome Cousin mit einigen Etappensiegen auf sich aufmerksam zu machen. Sein wertvollster Erfolg war ein Sieg bei Paris - Nizza in diesem Jahr. Bei der Tour ist er zum dritten Mal dabei.
165 km
Mittlerweile pegelt sich der Vorsprung der Spitzengruppe bei siebeneinhalb Minuten ein. Offenbar möchte das Hauptfeld mit zwei BMC-Fahrern in der Führung den Abstand nicht größer werden lassen. Dahinter rollen drei Profis von Sky und dann folgt eine ganze Armada an Movistar-Männern.
170 km
Auch heute zeigt sich das Wetter von der besten Seite. Bei Temperaturen nahe 30 Grad ist es überwiegend sonnig. Mit Niederschlägen wird nicht gerechnet.
175 km
Bestplatzierter der vier Flüchtigen im Gesamtklassement ist Guillaume Van Keirsbulck. Der 27-Jährige weist 4:54 Minuten Rückstand auf, rangiert an Position 112.
180 km
Schnell ist der Vorsprung der Ausreißer deutlich angewachsen. Inzwischen sind das mehr als sieben Minuten. Im Hauptfeld hat BMC die Verantwortung übernommen. Die Mannschaft des Gelben Trikots kontrolliert dort das Geschehen.
185 km
Dabei ist Cofidis, Solutions Credits sogar doppelt vertreten - mit dem Belgier Dimitri Claeys und und dem Franzosen Anthony Perez. Von Wanty - Groupe Gobert haben wir den Belgier Guillaume Van Keirsbulck und die Farben von Direct Energie vertritt der Franzose Jerome Cousin.
190 km
Lange hielten die Pedaleure die Füße nicht still. Vier Männer haben sich inzwischen aus dem Staub gemacht. Zwei Franzosen und zwei Belgier sind das - ein kleiner Vorgriff auf das WM-Halbfinale heute Abend.
Start
Etwas verzögert gab Tourdirektor Christian Prudhomme die Etappe gegen 13:30 Uhr frei. Grund dafür war ein Sturz von Marcus Burghardt, der noch in der neutralisierten Phase zu Boden ging. Der Deutsche musste sich vom Tourarzt behandeln lassen, fährt inzwischen aber wieder im Feld.
Trikots
Das Grüne Trikot kleidet Peter Sagen. 26 Punkte ist der Vorsprung des Weltmeisters groß. Dann lauert Fernando Gaviria. Im Bergtrikot ist Dion Smith unterwegs. Der Neuseeländer hat wie Kevin Ledanois einen Zähler auf dem Konto. Mal sehen, wer sich den heutigen Punkt holt. Eventuell haben wir dann einen dritten Fahrer gleichauf, es müsste somit wieder die Platzierung in der Gesamteinzelwertung über den Träger entscheiden. Ins Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers schlüpfte gestern Sören Kragh Andersen vom Team Sunweb. Sein 1:08 Minuten großes Polster stellt fast schon ein Ruhekissen dar - zumindest für den heutigen Tag.
Maillot Jaune
Aufgrund der nach wie vor geringen Zeitabstände steht das Gelbe Trikot zur Debatte. Seit dem gestrigen Mannschaftszeitfahren und dem Sieg des BMC Racing Teams trägt Greg van Avermaet dieses auf seinen Schultern - zeitgleich übrigens mit dem Kollegen Tejay van Garderen. Dahinter lauern Geraint Thomas von Sky (+3 Sekunden) und Philippe Gilbert von Quick - Step Floors (+5). Diese beiden hatten sich auf der 2. Etappe schon einmal beim Bonussprint Zeitgutschriften gesichert. Die Topsprinter haben inzwischen zu großen Rückstand, als dass sie mit den Bonifikationen einer Etappe in die Nähe von Gelb gelangen könnten.
Verlauf
Es ist nicht sehr schwer vorherzusagen, wie die Etappe verlaufen wird. Eine ganze Zeit lang dürfte eine Ausreißergruppe vorn weg fahren, die 20 Kilometer vor dem Ziel eingeholt wird. Dann läuft es auf einen Massensprint hinaus. Die Ankunft in Sarzeau scheint wie gemacht für ein derartiges Szenario. Die D780 führt schnurgerade zum Ziel hin.
Profil
Sonderlich anspruchsvoll ist dieser Tagesabschnitt von 195 Kilometern Länge nicht. Zwischendrin gibt es einige sanfte Hügel. An einem solchen wird 59,5 Kilometer vor dem Ziel die einzige Bergwertung abgenommen. Erneut handelt es sich um eine der 4. Kategorie, die mit lediglich einem Zähler lockt. Den Zwischensprint gibt es schon zuvor exakt nach der Hälfte der zu fahrenden Distanz. Darüber hinaus dürften die Zeitgutschriften beim Bonussprint von Interesse sein, die heute 38,5 Kilometer vor dem Ende verteilt werden.
4. Etappe
Nach wie vor befindet sich der Tour-Tross im Westen Frankreichs. Dabei wird heute wieder Kontakt zum Atlantik aufgenommen. Vom Badeort La Baule-Escoublac macht sich das Peloton zunächst auf den Weg ins Landesinnere, um in einer U-förmigen Schleife an die Küste zurückzukehren. Die Fahrt geht in die Bretagne zum Ziel nach Sarzeau.
Bonjour
Herzlich willkommen zur 4. Etappe der Tour de France, die über 195 Kilometer von La Baule-Escoublac nach Sarzeau führt.
Nur deutsche Fahrer anzeigen
 
Pos.
Fahrer
Zeit
1
Alexander Kristoff (UAD)
2:46:36
2
John Degenkolb (TFS)
+0:00
3
Arnaud Démare (FDJ)
+0:00
4
E. Boasson Hagen (DDD)
+0:00
5
Christophe Laporte (COF)
+0:00
6
Maximiliano Richeze (QST)
+0:00
7
Sonny Colbrelli (TBM)
+0:00
8
Peter Sagan (BOH)
+0:00
9
Andrea Pasqualon (WGG)
+0:00
10
Jasper de Buyst (LTS)
+0:00
17
Nikias Arndt (SUN)
+0:00
31
Pierre Latour (ALM)
+0:00
67
Geraint Thomas (SKY)
+0:00
70
Marcus Burghardt (BOH)
+0:00
81
Paul Martens (TLJ)
+0:24
102
Simon Geschke (SUN)
+0:30
105
Julian Alaphilippe (QST)
+0:30
134
Nils Politt (KAT)
+3:19
= Im Feld (Peloton)