Tour de France 2018, 21. Etappe
Ankunft
Punktewertung
Punktewertung
Hauptfeld
Beendet
 
Letzte Aktualisierung: 05:48:35
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116 km
Au revoir
Damit soll es das gewesen sein von der Tour de France 2018. Stellvertretend für alle fleißigen Mitarbeiter danke ich Ihnen für drei Wochen Aufmerksamkeit, Ausdauer und Interesse. Mir bleibt nur, au revoir zu sagen. Vielleicht sind wir und Sie 2019 wieder bei der Grande Boucle dabei. Also eventuell bis dahin!
Team
Bliebe noch die Mannschaftswertung, die sich Movistar mit gut zwölfeinhalb Minuten vor Bahrain-Merida sicherte. Die rote Startnummer des kämpferischsten Fahrers der gesamten Tour verdiente sich Daniel Martin.
Weiß
Auf der 10. Etappe erobert Pierre Roger Latour das Weiße Trikot - und gab es nie wieder her. Allerdings hatte der Franzose von AG2R in Egan Bernal und Guillaume Martin auch allenfalls zwei ernsthafte Konkurrenten, die zumindest annähernd dran blieben. Am Ende jedoch sprachen doch mehr als fünfeinhalb Minuten für Latour.
Bergtrikot
Erstmals wird Julian Alaphilippe Bergkönig der Tour de France. Der Franzose feierte ferner zwei Etappensiege und sorgte in den Bergen für sehr gute Unterhaltung. Immer wieder investierte der 26-Jährige Kraft in die Bergpunkte und hatte dennoch die Reserven, die Sache an zwei Tagen bis zum Ende durchzuziehen. So deutete sich frühzeitig an, dass ihm auf Dauer niemand das Wasser reichten kann.
Grün
Bei der Siegerehrung werden später auch die übrigen Trikotgewinner gefeiert. Zwar reichte es für den angeschlagenen Peter Sagan heute lediglich zum achten Platz, dennoch holte sich der Weltmeister das Grüne Trikot mit einem überragenden Vorsprung. Den Sieg in dieser Wertung hatte der Slowake schon seit Tagen rechnerisch in der Tasche, ein Sturz in den Pyrenäen jedoch stellte alles in Frage. Unter großen Schmerzen kämpfte sich Sagan durch und wird nun mit dem Gewinn seines sechsten Grünen Trikots belohnt.
Thomas
Erwartungsgemäß passierte in den Gesamtklassements nichts mehr. So steht Geraint Thomas nun auch offiziell als Sieger der Tour de France 2018 fest. Herzlichen Glückwunsch! Erstmals gewinnt ein Waliser die Frankreich-Rundfahrt. Damit schlug der 32-Jährge seinem Sky-Kapitän und Titelverteidiger Chris Froome ein Schnippchen, der mit 2:24 Minuten Rückstand aber immerhin erneut auf dem Podium landete. Zwischen die beiden schob sich Tom Dumoulin von Sunweb (+1:51 Minuten).
Ziel
Letztlich spricht das bessere Timing für Alexander Kristoff. Der Europameister schiebt sich links am Deutschen vorbei, hat das Rad am Ende vorn und sichert sich erstmals den prestigeträchtigen Etappensieg auf den Champs-Elysees. John Degenkolb wird Zweiter, hält immerhin Arnaud Demare in Schach.
300 m
Etwa 300 Meter vor dem Ziel fliegt das Hauptfeld mit den Sprintern heran. So ist es um Lampaerts geschehen. Es kommt zum erwarteten Sprint. John Degenkolb ist vorn, gibt alles, aber befindet sich etwas zu früh im Wind.
1 km
Und Lampaerts scheint noch eine Menge Sprit im Tank zu haben. Während sich die anderen beiden übernommen haben, fährt der belgische Meister inzwischen allein und passiert die Flamme Rouge.
2 km
Marco Mercato ist der Wahnsinnige, der sich aus dem Staub macht. Daniel Oss und Yves Lampaerts gehen nach.
3 km
Das erschwert natürlich auch das Unterfangen der Teams, ihre Sprinter zu positionieren. Doch aufgepasst! Ein Profi von Emirates springt jetzt tatsächlich vorn aus dem Feld.
4 km
Allerdings gibt das Höllentempo kaum Möglichkeiten zur Flucht. Das Peloton ist mit weit mehr als 60 Stundenkilometern unterwegs.
5 km
Noch einmal kreiseln die Radprofis um den Triumphbogen. Und alles wappnet sich offenbar für den Sprint Royal. Oder wagt noch ein Fahrer eine Attacke?
6 km
Politt kurbelt rechts am Bordstein, auf der gegenüberliegenden Straßenseite holt das Peloton in Riesenschritten auf - und schluckt den Deutschen wenig später. Gut fünf Kilometer vor dem Ziel ist alles beisammen.
7 km
Es geht in die letzte Runde. Noch sieben Kilometer bis zum Ziel der Tour de France 2018! In diesem Moment werden die einstigen Begleiter von Politt gestellt. Einzig der Mann von Katusha fährt noch allein vornweg.
8 km
Nils Politt greift noch einmal an. Der Deutsche riskiert seine letzten Körner.
9 km
Unterdessen schrumpft der Vorsprung der Kopfgruppe auf etwa zehn Sekunden. Das Unterfangen des Sextetts ist ganz offensichtlich zum Scheitern verurteilt.
11 km
Julian Alaphilippe hat noch nicht genug. Der zweifache Etappensieger und Gewinner des Bergtrikots entflieht dem Hauptfeld. Kevin Ledanois folgt ihm, die beiden kommen aber nicht weg.
12 km
Auf den langen und breiten Straßen haben die Verfolger die Spitze meist im Blick. Kontrolliert reduziert man den Abstand. Es scheint schwer vorstellbar, dass es für einen der sechs dort vorn reichen sollte. Zu intensiv wird im Peloton gearbeitet.
13,5 km
Während Greg van Avermaet mit technischen Problemen aus dem Hauptfeld zurückfällt, begibt sich die Ausreißergruppe in die vorletzte Runde.
15 km
Cofidis hat inzwischen drei Fahrer an der Spitze des Pelotons. Diese Initiative zeigt Wirkung, der Rückstand schmilzt auf etwas mehr als 20 Sekunden.
16 km
Gewiss glauben die Sprinterteams, die Angelegenheit im Griff zu haben und die Flüchtigen rechtzeitig stellen zu können. Dennoch bleibt den Ausreißern natürlich nichts anderes übrigen, als alles in die Waagschale zu werfen.
18 km
Wähend das Peloton auf den Arc de Triomphe zusteuert, kommt die Ausreißergruppe auf der Gegenfahrbahn schon wieder entgegen. Immer noch spricht eine gute halbe Minute für die Kopfgruppe mit den sechs Profis.
20,5 km
Drei Runden bleiben. Gut 20 Kilometer sind es bis ins Ziel. Im Hauptfeld lässt sich inzwischen auch Cofidis vorn sehen, um sich an der Nachführarbeit zu beteiligen. Drei Teams also arbeiten mit dem Ziel eines Massensprints.
22 km
Taylor Phinney schafft es in der Tat, wieder zur Fluchtgruppe aufzuschließen. Welch Energieleistung! Das Sextett allerdings kommt nicht weiter als eine dreiviertel Minute vom Hauptfeld weg.
24 km
Ein Tour-Etappensieger befindet sich nicht unter den Ausreißern. Michael Schär hat zumindest bereits zwei Mannschaftszeitfahren gewonnen - so auch das diesjährige mit dem BMC Racing Team.
26 km
Wenig später ist der Wagen von Education First zur Stelle. Phinney wechselt das Rennrad. Damit geht die Post vorn ohne den US-Amerikaner ab, der anschließend zwischen den Ausreißern und dem Peloton fährt.
27,5 km
Vier Runden noch! Taylor Phinney hat offenbar Probleme mit dem Sattel, begibt sich nun zu einem neutralen Begleitfahrzeug. Lässt sich die Sache in solch rasender Fahrt regeln?
29 km
Cofidis, Emirates oder Trek-Segafredo halten sich noch zurück. Das sind die Teams von Christophe Laporte, Alexander Kristoff und John Degenkolb.
31 km
Mit annähernd 60 Stundenkilometern heizen die Radprofis über die Champs-Elysees. Bora-Hansgrohe hat jetzt zwei Männer ganz vorn. Dennoch steigt der Abstand zu den Flüchtigen tendenziell an. Mehr als 40 Sekunden sind das inzwischen.
34 km
Fünf Runden bleiben noch. Bislang beteiligen sich lediglich Groupama-FDJ und Bora-Hansgrohe an der Nachführarbeit. Dahinter fährt Sky und ist bemüht den Mann in Gelb zu behüten.
37 km
Die durchaus schlagkräftig besetzte Fluchtgruppe hält sich wacker. Inzwischen ist es die anvisierte halbe Minute. Damit jedoch befindet man sich unter Kontrolle und in Reichweite der Sprinterteams.
40 km
Hinter den Top 3 werden nur noch Punkte vergeben. Der Vollständigkeit halber seien die Platzierungen hiermit genannt: Silvain Dillier (13), Guillaume van Keirsbulck (11), Taylor Phinney (10). Im Hauptfeld wird nicht gekämpft. Rudy Mollard (9), David Gaudu (8), Pawel Poljanski (7), Rafal Majka (6), Tobias Ludvigsson (5), Arthur Vichot (4), Marcus Burghardt (3), Gregor Mühlberger (2) und Lukas Pöstlberger (1) nehmen die anderen Zähler im Vorbeigehen mit.
40 km
Kurz nach der dritten Passage des Ziels steht nun die Sprintwertung an. Michael Schär investiert dafür Kraft, setzt sich ein klein wenig ab und ergattert neben den 20 Zählern noch 1.500 Euro für die Mannschaftskasse von BMC. Damien Gaudin und Nils Politt streichen 1.000 bzw. 500 Euro ein.
43 km
Nur langsam entwickelt sich der Abstand in Richtung einer halben Minute. Richtig weit will man die Ausreißer nicht weglassen. Eventuell reicht es für die Sechs dort vorn bis zum Zwischensprint, wo die Punkte weniger von Interesse sein werden. Aber dort liegen noch ein paar Geldprämien bereit.
46 km
Inzwischen bewegt sich das flüchtige Sextett etwa 20 Sekunden vor dem Peloton. Im Hauptfeld macht Groupama-FDJ die Nachführarbeit. Bora-Hansgrohe ist dort auch mit vertreten. Das sind die Teams von Arnaud Demare und Peter Sagan - zwei der Favoriten für heute.
48 km
Jetzt zaubern neun Kampfjets der französischen Luftwaffe die Tricolore, die Nationalfarben Frankreichs, an den Himmel über Paris.
50 km
Und die Fluchtgruppe wächst noch an. Michael Schär und Nils Politt gesellen sich dazu. Auch Guillaume van Keirsbulck schließt auf. Unterdessen ereilt Niki Terpstra weiter hinten ein Defekt.
52 km
Die Zeit von Sylvain Chavanel ist vorbei. Der 39-jährige Franzose verschwindet im Hauptfeld. Andere Akteure rücken in den Blickpunkt. Silvain Dillier, Taylor Phinney und Damien Gaudin sind entwischt.
54,5 km
Nun wird erstmals das Ziel passiert. Somit sind es jetzt noch genau acht Runden. Und dann wird das Rennen richtig eröffnet. Einzelne Fahrer versuchen, sich abzusetzen. In rasender Fahrt kreiseln die Profis um den Arc de Triomphe.
55 km
Team Sky übt nach wie vor die Kontrolle aus, fährt in kompletter Mannschaftsstärke an der Spitze. Allein ist davor noch immer Sylvain Chavanel unterwegs. Von einem ernsthaften Fluchtversuch aber darf hier nicht die Rede sein.
58,5 km
Jetzt begibt sich auch das Fahrerfeld auf den finalen Rundkurs in Frankreichs Hauptstadt. Ab sofort beginnt das Rennen. Bei höllischem Tempo und auf unebenem Straßenbelag mit Kopfsteinpflasterabschnitten wird den Radprofis noch einmal alles abverlangt.
61 km
Jetzt prescht Sylvain Cavanel vorn raus. Der 39-Jährige bestreitet die letzten Tour-Kilometer seiner Karriere und darf mit einem kleinen Vorsprung am Arc de Triomphe vorbei auf die Champs-Elysees fahren.
63 km
Noch fährt Sky an der Spitze, doch inzwischen orientieren sich auch die Sprinter-Mannschaften so langsam noch vorn. Denen kommt gleich die Aufgabe zu, das Feld möglichst bis zum Ende zusammenzuhalten.
66 km
Soeben fährt das Peloton auf der Pont de Suresnes über die Seine ins Stadtgebiet von Paris. Anschließend geht es durch den Bois de Boulogne.
70 km
So langsam wappnet man sich für die finale Auseinandersetzung auf den Champs-Elysees, wo die Tour de France seit 1975 zum 44. Mal in Folge endet. Insgesamt gibt es in Paris zum 108. Mal eine Etappen-Ankunft.
74 km
Von den 22 Mannschaften, die bei dieser Großen Schleife unterwegs sind, hat genau die Hälfte zumindest einen Etappensieger in den Reihen. Stattliche vier Tageserfolge feierte Quick Step Floors mit den je zwei Siegen von Fernando Gaviria und Julian Alaphilippe. Dreimal triumphierte Bora-Hansgrohe mit Peter Sagan.
78 km
Eine der Geschichten dieser Grande Boucle schrieb Sylvain Chavanel. Der 39-Jährige bestritt seit 2001 alle Frankreich-Rundfahrten und stellte in diesem Jahr mit seiner 18. Teilnahme einen einsamen Rekord auf. Dabei jedoch wird es der Franzose, der in all diesen Jahren insgesamt drei Tour-Etappen für sich entschied, belassen und seine Karriere zum Jahresende beenden.
81 km
In der ersten Rennstunde legte das Peloton etwas mehr als 32 Kilometer zurück. Das wird heute definitiv noch schneller zur Sache gehen.
83 km
Insgesamt 31 Radprofis blieben während der drei Wochen Tour de France auf der Strecke, mussten aufgeben, verpassten das Zeitlimit oder wurden disqualifiziert. Am heftigsten gebeutelt wurde Lotto Soudal. Das Team verlor fünf seiner ursprünglich acht Fahrer. Beinahe zwangsläufig findet sich die Mannschaft am Ende der Teamwertung wieder - mit mehr als siebeneinhalb Stunden Rückstand.
87 km
So bietet sich Zeit für einen etwas anderen Blick aufs Gesamtklassement. Von seinen 1:51 Minuten Vorsprung ergatterte Geraint Thomas allein 33 Sekunden durch Zeitbonifikationen - bei Zielankünften sowie während der ersten neun Etappen bei den Bonussprints. Eifriger Zeitgutschriften sammelte einzig Peter Sagan (52 Sekunden). Julian Alaphilippe ist Dritter dieser inoffiziellen Wertung (29).
90 km
Obwohl jetzt etwas zügiger getreten wird, bleibt die Atmosphäre noch locker und gelöst. Die Sky-Profis, die inzwischen an der Spitze fahren, haben natürlich allen Grund zur Freude. Nach wie vor sind Attacken verpönt, damit warten wir bis Paris.
94 km
Offenbar sind der Worte genug gewechselt. Doch recht zielstrebig bewegt sich das Peloton jetzt über die Landstraße. Eventuell möchte man nicht ganz so spät in der Hauptstadt ankommen, um heute Abend mehr Zeit zum Feiern zu haben. Oder es steht bei dem einen oder anderen vielleicht schon die Heimreise an.
96 km
Von den ursprünglich elf deutschen Tourstartern befinden sich heute noch sechs auf dem Weg nach Paris. Zu diesen gehört der einzige Etappensieger. John Degenkolb triumphierte auf "seinem" Terrain in Roubaix und feierte damit seinen ersten Erfolg überhaupt bei der Großen Schleife. Bester im Gesamtklassement ist Simon Geschke. Platz 25 bedeutet für den Mann von Sunweb das beste Abschneiden bei allen seinen inzwischen sechs Tour-Teilnahmen.
98 km
Ein anderer Held dieser Tour ist Lawson Craddock. Als Letzter im Gesamtklassement weist der US-Amerikaner zwar mehr als viereinhalb Stunden Rückstand auf, doch nach seinem Sturz auf der 1. Etappe hat der 26-Jährige die gesamte Rundfahrt mit all ihren Höchstschwierigkeiten trotz eines Haarrisses im Schulterblatt bewältigt. Chapeau!
101 km
Ein anderer Trikotträger hatte zuletzt schwer zu leiden. Den Grünen Peter plagten während der letzten Tage nach seinem Sturz arge Probleme. Den Schmerzen jedoch gewinnt Sagan sogar etwas Positives ab: "Ich glaube, es tut auch ganz gut, ein bisschen zu leiden, bevor ich diese schöne Belohnung bekomme." Und angriffslustig zeigt sich der Weltmeister auch schon wieder, möchte heute um den Sieg mit sprinten. "Ich weiß nicht, ob ich in der Lage sein werde zu gewinnen. Ich werde es auf jeden Fall versuchen."
104 km
Ob Geraint Thomas inzwischen realisiert hat, was ihm gelungen ist? Gestern noch hatte er damit so seine Schwierigkeiten: "Ich kann es immer noch nicht glauben. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll, bin total überwältigt. Ich habe die Tour gewonnen! Insgesamt habe ich daran geglaubt, dass ich die anderen mal schlagen kann. Aber über drei Wochen beim größten Rennen der Welt - ich bin einfach sprachlos."
107 km
Nun ist es nicht so, dass sich Geraint Thomas auf den ersten Kilometern schonen könnte. Es gibt einiges zu tun. Nach dem Champagner wird dem Tour-Sieger nun die walisische Flagge gereicht. Schließlich muss auch gewürdigt werden, dass erstmals ein Triumphator der Frankreich-Rundfahrt aus Wales kommt.
109 km
Sieben Fahrer sind Sky verbleiben, die nun in einer Reihe fahren. Einzig Gianni Mouscon fehlt. Der Italiener wurde nach der 15. Etappe disqualifiziert, weil er gegenüber Elie Gesbert handgreiflich geworden war.
110 km
Team Sky hat sich komplett ans Ende des Hauptfeldes zurückfallen lassen. Jetzt gibt es den obligatorischen Champagner. Es ist Zeit, auf das Erreichte anzustoßen. Zum Wohl!
111 km
Ganz vorn radeln die beiden französischen Trikotträger. Bergkönig Julian Alaphilippe und der beste Nachwuchsmann Pierre Roger Latour befinden sich ebenfalls im Gespräch. Das Mitteilungsbedürfnis der Fahrer scheint enorm. Was es da wohl zu besprechen gibt?
112 km
Gelöste Stimmung herrscht im Peloton. Zahlreiche lächelnde Gesichter sind zu sehen. Es werden angeregte Unterhaltungen geführt. Aufgrund der extrem langsamen Geschwindigkeit bietet sich zudem den Zuschauern die Möglichkeit, den einen oder anderen Blick mehr auf die Radprofis zu erhaschen.
115 km
Passend zum großen Finale zeigt sich das Wetter von einer guten Seite. Es ist stellenweise sonnig, immer wieder bieten Wolken etwas Schatten, was angesichts von beinahe 30 Grad sehr willkommen erscheint. Mit Niederschlägen wird nicht gerechnet, das ist das wichtigste.
Start
Nun ist es an Christian Prudhomme, letztmals in diesem Jahr die weiße Flagge zu schwenken und die Schluss-Etappe frei zu geben. Wie angekündigt, wird allerdings längst nicht scharf gefahren, die üblichen Attacken bleiben aus. Tour d'Honneur eben!
Es rollt
Inzwischen sind die Fahrer bereit und setzen sich langsam in Bewegung. In neutralisierter Phase rollen sich die 145 verbliebenen Radprofis ein - ganz vorn die Trikotträger. Ehre, wem Ehre gebührt! Tausende Menschen säumen die Straßen in Houilles und jubeln den Helden der Landstraße zu.
Houilles
Erstmals ist Houilles Etappenort der Tour de France. Von der Gemeinde im Departement Yvelines sind es gerade etwa zehn Kilometer Luftlinie bis zu den Champs-Elysees. Das Fahrerfeld aber bewegt sich erst einmal grob in Richtung Westen, um dann nach Süden eine Schleife zu ziehen. Durch das Departement Hauts-de-Seine geht es gen Osten ins Zentrum von Paris.
Trikots
Nahezu alle Entscheidungen sind gefallen, die Trikots sind vergeben - Grün schon seit geraumer Zeit an Peter Sagan, Gepunktet seit vorgestern an Julian Alaphilippe. Das Weiße Trikot gehört Pierre Roger Latour. Die gelben Startnummern des besten Teams dieser Tour hängen an den Männern von Movistar. Und der kämpferischste Fahrer der gesamten drei Wochen ist Daniel Martin. Natürlich müssen alle heute noch das Ziel erreichen.
Rückblick
Und dabei wird Thomas zurückblicken auf die drei Wochen und aufs gestrige Zeitfahren, welches er durchaus hätte gewinnen können. Zunächst fuhr der 32-Jährige sehr wohl am Limit, stellte an beiden Zwischenmesspunkten klare Bestzeiten auf. Nach einigen heiklen Situationen auf feuchter Straße bremste ihn die sportliche Leitung ein: "Mach langsam, entspann Dich und gewinne die Tour!" Der Etappensieg rückte in den Hintergrund, Thomas wurde am Ende Dritter. Beinahe jedoch wäre es für Team Sky dennoch perfekt gelaufen, doch letztlich fehlte Chris Froome eine kümmerliche Sekunde, um sich für die missglückte Titelverteidigung mit dem Etappensieg entschädigen zu können. So griff stattdessen der Zeitfahrweltmeister zu. Tom Dumoulin von Team Sunweb war gestern der Schnellste im Kampf gegen die Uhr.
Gelb
Zunächst jedoch darf sich der Tour-Sieger 2018 feiern lassen. Mit einem Gläschen Champagner wird traditionell angestoßen. Geraint Thomas nimmt die Glückwünsche der Kollegen entgegen, die bislang noch keine Gelegenheiten fanden, dem Waliser zu seiner famosen Leistung zu gratulieren. Entsprechend gemächlich laufen die ersten Kilometer nach dem Start in Houilles, nordwestlich von Paris, ab.
Profil
Und damit es ein spektakuläres Finale gibt, die hunderttausenden Zuschauer eine ordentliche Show geboten bekommen, sind auf den Champs-Elysees knapp neun Runden zu drehen. Während der vierten steht die einzige Zwischenwertung des Tages an. Der Sprint 40 Kilometer vor dem Ziel findet allerdings nicht am späteren Ziel statt, sondern etwa einen Kilometer dahinter. Am Ende der letzten Runde erwarten wir einen Sprint Royal um den Tagessieg. Oder sollte es vielleicht doch eine Überraschung geben - einen erfolgreichen Ausreißversuch. Letztmals geschah dies 2005 durch Alexander Vinokourov.
21. Etappe
Nach 3.233 zurückgelegten Kilometern und enormen Strapazen während der vergangenen drei Wochen haben es die 145 verbliebenen Fahrer geschafft, sie dürfen die Tour d'Honneur genießen - die letzte Etappe der Grande Boucle 2018. Zumindest auf der ersten Hälfte der 116 Kilometer des Tages geht es weitgehend entspannt dahin. Ganz ohne sportlichen Anspruch jedoch bleibt die Angelegenheit dennoch nicht. Spätestens, wenn das Peloton Paris erreicht hat und auf die Champs-Elysees einbiegt, beginnt der knallharte Kampf um den prestigeträchtigen Etappenerfolg auf dem Prachtboulevard der französischen Hauptstadt.
Bonjour
Herzlich willkommen zur 21. Etappe der Tour de France, die über 116 Kilometer von Houilles nach Paris führt.
Nur deutsche Fahrer anzeigen
 
Pos.
Fahrer
Zeit
1
Alexander Kristoff (UAD)
2:46:36
2
John Degenkolb (TFS)
+0:00
3
Arnaud Démare (FDJ)
+0:00
4
E. Boasson Hagen (DDD)
+0:00
5
Christophe Laporte (COF)
+0:00
6
Maximiliano Richeze (QST)
+0:00
7
Sonny Colbrelli (TBM)
+0:00
8
Peter Sagan (BOH)
+0:00
9
Andrea Pasqualon (WGG)
+0:00
10
Jasper de Buyst (LTS)
+0:00
17
Nikias Arndt (SUN)
+0:00
31
Pierre Latour (ALM)
+0:00
67
Geraint Thomas (SKY)
+0:00
70
Marcus Burghardt (BOH)
+0:00
81
Paul Martens (TLJ)
+0:24
102
Simon Geschke (SUN)
+0:30
105
Julian Alaphilippe (QST)
+0:30
134
Nils Politt (KAT)
+3:19
= Im Feld (Peloton)