Tour de France 2018, 18. Etappe
Ankunft
Berg der 4. Kategorie
Punktewertung
Berg der 4. Kategorie
Berg der 4. Kategorie
Hauptfeld
Beendet
 
Letzte Aktualisierung: 05:48:51
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171 km
Bis morgen
Damit ist die 18. Etappe der Tour de France geschafft. Vielen Dank für das Interesse! Morgen wird es noch einmal richtig anstrengend. Es warten 200,5 Kilometer durch die Pyrenäen - unter anderem mit dem Col d'Aspin, dem Tourmalet und dem Aubisque. Diese Schwierigkeiten muss Geraint Thomas auf dem Weg zum Tour-Sieg noch meistern. Sollte der Waliser seinen Vorsprung einigermaßen behaupten, wird er diesen im Zeitfahren konservieren. Für alle anderen bedeutet das also die letzte Gelegenheit, noch einmal zu attackieren. Wir dürfen uns auf gute Unterhaltung freuen. Bis dahin!
Trikots
In den übrigen Wertungen tat sich heute ebenfalls nichts. Peter Sagan zeigte sich von seinen Sturzverletzungen einigermaßen erholt, blieb zwar im Zielsprint chancenlos, möchte aber ohnehin nur noch das Maillot Vert nach Paris tragen. Julian Alaphilippe hatte einen geruhsamen Tag, baut nach wie vor auf 67 Punkte Vorsprung und muss diesen nur noch morgen verteidigen, damit ihm das Bergtrikot sicher gehört. Das Weiße Trikot darf aller Voraussicht nach Pierre Roger Latour auf die Champs-Elysees tragen - aufgrund komfortabler sechseinhalb Minuten Polster. Genauso sicher scheint die Teamwertung in den Händen von Movistar zu sein.
Gelb
Im großen Feld, welches knapp 90 Fahrer zählt, erreichen auch die Männer des Gesamtklassements das Ziel. Somit verteidigt Geraint Thomas sein Maillot Jaune ohne Mühe, behauptet die knapp zwei Minuten vor Tom Dumoulin. Auch die weiteren Positionen und Abstände in den Top 10 bleiben unverändert.
Ziel
Für John Degenkolb erfüllen sich die Hoffnungen nicht. Aus der letzten Kurve kommt der Deutsche nicht ideal heraus und muss sich letztlich mit Platz sieben begnügen - unmittelbar vor Peter Sagan.
Ziel
Arnaud Demare veredelt die Arbeit seiner Teamkollegen, schafft sich mit schnellen Beinen einen kleinen Vorsprung, von dem der Franzose dann zehrt. Christophe Laporte fährt zwar noch daneben und es fehlt am Ende nicht viel, ihm aber bleibt nur Rang zwei. Dritter wird Alexander Kristoff.
500 m
Nun bleiben noch gut 500 Meter. Arnaud Demare befindet sich in guter Position. Für John Degenkolb sieht es dagegen nicht so optimal aus.
1 km
Flamme Rouge! Es geht auf die letzten 1.000 Meter. Dann folgt die letzte der angesprochenen Kurven - es geht links ums Eck.
2 km
Zwei Kilometer vor dem Ziel wird der letzte Kreisverkehr bewältigt. Dabei geht alles glatt. Zwei scharfe Kurven aber bleiben noch.
3 km
Den Ton gibt an der Spitze nach wie vor Bora-Hansgrohe an. Degenkolb schiebt sich Stück für Stück nach vorn. So mischen alle verbliebenen Sprinter irgendwie vorn mit. Laporte ist auch da, Kristoff ohnehin.
5 km
Wo steckt John Degenkolb? Der Mann von Trek-Segafredo befindet sich dort wohl unter den ersten 15 Fahrern.
6 km
So wie Bora-Hansgrohe arbeitet, scheint sich Peter Sagan in der Lage zu fühlen, heute auf Sieg zu fahren. Groupama-FDJ bildet ebenfalls einen Zug für Arnaud Demare.
7 km
Auch Geraint Thomas fährt sehr weit vorn, befindet sich an siebter Position, beschützt von einem Sky-Helfer. Hier geht es darum, nicht in einen Sturz verwickelt zu werden.
8 km
Trotz des Fehlens einiger ganz schneller Leute sind immer noch genug Sprinter verblieben, die es auf den Etappensieg abgesehen haben.
9 km
Inzwischen mischt Bora-Hansgrohe an der Spitze mit. Marcus Burghardt spannt sich vors Feld und sorgt für ein entsprechend höheres Tempo.
10 km
Unterdessen ist die Entscheidung über den angriffslustigsten Fahrer des Tages gefallen. Der Australier Luke Durbridge von Mitchelton-Scott wird morgen die rote Startnummer tragen.
12 km
Sonderlich hoch ist die Geschwindigkeit nicht. Damit bleibt man anfällig für Attacken. Derzeit aber halten die Anwärter dafür die Füße still. Schließlich sind es noch zwölf Kilometer.
14 km
Nun müssen die Sprinterteams nur noch aufpassen, dass sich kein weiterer Pedaleur aus dem Hauptfeld entfernt. Es gilt, alles beisammen zu halten und in der Form auf die Zielgerade zu bringen. Groupama-FDJ macht an der Spitze das Tempo.
16 km
Schnell wird die kleine Lücke geschlossen. Das Peloton fährt ab sofort geschlossen in Richtung Pau.
17 km
Da sich da aber auch Daniel Martin mit aus dem Staub gemacht hat, scheint dieser Fluchtversuch zum Scheitern verurteilt zu sein, denn nun gibt es noch mehr Interessen, diesen zu unterbinden.
18,5 km
Guillaume van Keirsbulck holt sich noch den Bergpunkt und die 200 Euro an der Cote d'Anos ab. Dann schließen bereits die Verfolger um Clarke auf.
19 km
Im Hauptfeld kommt Bewegung rein. Es gibt eine Attacke von Education First. Simon Clarke ergreift die Initiative und zieht einige Profis mit. Es reißt eine Lücke auf.
20 km
Unterdessen schrumpft das Polster der Ausreißer auf eine halbe Minute. Das Quintett gibt alles, um vielleicht doch irgendwie durchzukommen.
21 km
Bevor wir jedoch der Zielankunft entgegenfiebern, steht noch ein Berg der 4. Kategorie im Weg. Die Bezeichnung Berg erscheint angesichts eines 2,1 Kilometer kurzen und im Schnitt 4,6 Prozent steilen Anstiegs etwas übertrieben. Ein Punkt wird an der Cote d'Anos dennoch vergeben.
23 km
Von den Sprintern kam John Degenkolb neben Alexander Kristoff am besten über die Berge, bewältigte die Strapazen im Hochgebirge gut. Entsprechend ist der Deutsche zusammen mit dem Norweger heute besonders zu beachten.
25 km
In diesem Moment schließt Laporte wieder auf. Zwei Mannschatfskameraden warten schon, um ihn wieder in vorderen Positionen zu lancieren, damit der 25-Jährige dann mit sprinten kann.
29 km
Christophe Laporte ereilt ein Defekt. Der Sprinter von Cofidis muss in dessen Folge den Rückstand wieder zufahren. Das kostet Kraft. Seine Teamkollegen an der Spitze des Hauptfeldes nehmen sich natürlich zurück.
31 km
Trotz der Ausweglosigkeit ihrer Situation arbeitet die Fluchtgruppe sehr gut zusammen. Was sollen die Fünf auch anderes tun. Ein Funken Hoffnung bleibt, dass im Peloton vielleicht doch irgendwann mal Uneinigkeit Einzug hält.
34 km
An der Spitze des Pelotons macht in der Summe Emirates die meiste Arbeit. Das erhöht die Verantwortung, die Alexander Kristoff auf der Zielgerade tragen wird. Und der Europameister rechnet sich auch etwas aus.
38 km
Unerbittlich wird im Hauptfeld gearbeitet. Derzeit sinkt der Abstand schon mal unter eine Minute. Für einen Zusammenschluss aber ist es eigentlich noch zu früh. Das würde nur wieder neue Attacken zur Folge haben und frühzeitig für Nervosität sorgen.
43 km
Für einen Etappensieg in Pau, der ja aller Voraussicht nach im Massensprint entschieden wird, kommen darüber hinaus Alexander Kristoff, Arnaud Demare und John Degenkolb in Frage. Ferner müssen wir ein Auge auf Sonny Colbrelli, Christophe Laporte, Andrea Pasqualon und Edvald Boasson Hagen haben.
48 km
Zurück noch einmal zu Peter Sagan. Der Weltmeister schätzt sich glücklich, dass sein schwerer Sturz doch relativ glimpflich ausgegangen ist. Natürlich sind die zahlreichen Blutergüsse und Hautabschürfungen schmerzhaft, doch es hätte auch schlimmer enden können. Wir werden heute noch beobachten, wie sich seine Situation über den Tag entwickelt hat, ob es über das Erreichen von Paris hinaus noch weitere Ziele für den Grünen Peter gibt.
52 km
Die Ausreißer dort vorn mussten damit rechnen, dass ihr Fluchtversuch erfolglos sein würde. Unverdrossen aber tun die Fünf ihre frustrierende Arbeit, die keine Früchte tragen dürfte. In der Schlussphase der Etappe werden die Flüchtigen nun erst recht nicht mehr weiter weg gelassen. Eine echte Chance hatte das Quintett zu keinem Zeitpunkt.
56 km
Bei der heutigen Hitze-Etappe wird sogar Eis gereicht. Im Mannschaftsfahrzeug von AG2R hält man jetzt ein solche Erfrischung bereit, die sich der Fahrer dann oben am Nacken unters Trikot klemmt.
60 km
Von den Sprinterteams hält sich Trek-Segafredo bislang bedeckt. Abgesehen von dem Versuch, Jasper Stuyven in die Spitzengruppe zu bekommen, versteckt man sich im Feld. Aktiv für John Degenkolb wird da bisher nicht gearbeitet.
64 km
Die Etappe steuert auf ihr unvermeidliche Ende zu. Den Ausreißern darf nach wie vor wenig Hoffnung gemacht werden. Die Sprinterteams sorgen dafür, dass sich der Abstand bei unter anderthalb Minuten bewegt. Eine Massenankunft scheint also vorprogrammiert.
68 km
Inwieweit die Zeitangaben der Tour immer so verlässlich sind, bleibt mitunter die Frage. Im Verlauf der Tour mussten wir die Erfahrung bereits machen. Nun wird der Abstand wieder mit anderthalb Minuten angegeben, was wohl eher der Realität entspricht.
70 km
Jetzt wächst der Vorsprung der Ausreißer noch einmal deutlich an. Zweieinhalb Minuten sind das plötzlich. Offenbar tritt Anthony Perez von Cofidis nicht schnell genug in die Pedale.
73 km
Seit geraumer Zeit haben wir eine stabile Rennsituation. Die fünfköpfige Fluchtgruppe fährt knapp zwei Minuten voraus. Im Hauptfeld hat sich mittlerweile auch Cofidis in die Nachführarbeit eingeschaltet. Das ist das Team von Christophe Laporte.
77 km
In der zweiten Stunde der heutigen Etappe ist die Durchschnittsgeschwindigkeit auf knapp 45 Stundenkilometer gesunken. Noch liegt das über dem schnellsten errechneten Schnitt, was auf eine Zielankunft gegen 17:30 Uhr schließen lässt.
81 km
Im Peloton hat Darwin Atapuma seinen Teamkollegen Rory Sutherland wieder in der Nachführarbeit abgelöst. Neben Emirates ist weiterhin auch Groupama-FDJ mit Tobias Ludvigsson vertreten.
84 km
So schließt Hayman recht zügig wieder auf. Zu fünft kurbeln die Ausreißer fortan weiter in Richtung Pau. Das Hauptfeld ist auf knapp zwei Minuten herangekommen.
85 km
Etwas mehr als eine halbe Minuten hat der Australier verloren. In der Fluchtgruppe entschließt man sich offenbar auf den tempoharten Mann von Mitchelton-Scott zu warten.
86 km
Mathew Hayman erleidet einen Hinterradschaden. Zwar ist schnell Hilfe zur Stelle, dennoch dauert es endlose Sekunden, bis das Rad getauscht ist. Inzwischen sind seine vier Fluchtbegleiter über alle Berge.
91 km
Umgehend geht dem Hauptfeld Tempo verloren, was den fünf Ausreißern wieder mehr Luft verschafft. Der Abstand steigt erstmals auf über zwei Minuten an.
94 km
Der Verfolgungsversuch von Jasper Stuyven und Sep Vanmarcke schlägt fehl. Beide werden vom Peloton gestellt.
96 km
Wir blicken kurz zurück zur Sprintwertung. Aus dem Hauptfeld erwies sich John Degenkolb als Schnellster, kassierte also noch 8 Zähler. Die weiteren Plätze holten Andrea Pasqualon (7), Alexander Kristoff (6), Peter Sagan (5), Greg van Avermaet (4), Daniel Oss (3), Stefan Küng (2) und Jacopo Guarnieri (1). Arnaud Demare und Sonny Colbrelli hielten sich komplett raus und schonten ihre Kräfte.
97 km
Inzwischen hat Nairo Quintana den Anschluss zum Hauptfeld wieder hergestellt, begibt sich nun aber zum Tour-Arzt, um sich am linken Ellbogen und an der Schulter behandeln zu lassen.
97,5 km
Unterdessen erreichen die Ausreißer den Zwischensprint in Aurensan. Gekämpft wird nicht. Guillaume van Keirsbulck fährt als Erster über die Linie und streicht dafür 20 Punkte und 1.500 Euro ein. Niki Terpstra und Mathew Hayman fassen 1.000 bzw. 500 Euro ab. Die weiteren Punkte gehen an Thomas Boudat (13), Luke Durbridge (11) sowie die Verfolger Sep Vanmarcke (10) und Jasper Stuyven (9).
100 km
Michael Gogl hat seine Arbeit als Lokomotive für Jasper Stuyven getan. Der Österreicher nimmt raus und lässt sich ins Feld zurückfallen. Nun muss es sein belgische Teamkollege zusammen mit Sep Vanmarcke allein richten, um die Lücke zur Spitzengruppe zu schließen.
104 km
Sturz im Peloton! Nairo Quintana liegt unter anderem am Boden. Fünf, sechs Fahrer müssen das sein. Alle klettern schnell wieder aufs Rad und können weiter fahren. Der Kolumbianer hat den Movistar-Kameraden Imanol Erviti an seiner Seite, der ihm beim Aufschließen zum Hauptfeld hilft.
105 km
Im Feld tut sich etwas. Trek-Segafredo attackiert. Michael Gogl macht sich auf den Weg, hat seinen Teamkollegen Jasper Stuyven im Schlepptau. Mit den beiden hält einzig Sep Vanmarcke von Education First mit.
Pau
Einen gehörigen Teil der Tour-Geschichte stellt das heutige Etappenziel dar. Lediglich in Paris und in Bordeaux war das Peloton während der nun schon 105 Frankreich-Rundfahrten häufiger zu Gast. Zum 123. Mal gastiert der Tour-Tross in Pau. Die hohe Zahl ergibt sich allerdings aus der Tatsache, dass Starts und Zielankünfte gezählt werden. In der Stadt jedoch kam es sehr häufig vor, dass beides in ein und demselben Jahr geschah. 2018 nicht - da erlebt Pau nur seine 61. Zielankunft. Im vergangenen Jahr endete hier übrigens letztmals ein Tagesabschnitt - mit einem Massensprint und dem Sieg von Marcel Kittel.
114 km
Die Ausreißer werden an der kurzen Leine gehalten. Zwischen einer und anderthalb Minute bewegt sich der Abstand zum Peloton, wo derzeit Darwin Atapuma für Emirates die Arbeit verrichtet.
117,5 km
Niki Terpstra fährt als Erster über die Bergwertung und staubt neben dem einen Zähler noch 200 Euro für die Mannschaftskasse von Quick Step Floors ab.
118 km
Sehr zügig sind die Fahrer heute unterwegs. Während der ersten Stunde wurden fast 49 Kilometer zurückgelegt. Damit bewegt man sich deutlich über dem schnellsten Schnitt, den die Tour in ihren Richtlinien vorgegeben hat. Sollte das so bleiben, erreichen wird das Ziel eventuell deutlich vor 17:30 Uhr.
120 km
So nähern wir uns der ersten Bergwertung des Tages. Es handelt sich um die Cote de Madiran - eine 4. Kategorie mit einem im Schnitt 7 Prozent steilen Anstieg von 1,2 Kilometern Länge. Keine wirkliche Herausforderung also! Und der eine Punkt interessiert die Ausreißer ohnehin nicht.
123 km
Etappenerfolge haben die Fünf dort vorn bei der Tour noch nicht errungen. Luke Durbridge ist zum fünften Mal bei der Grande Boucle dabei, Mathew Hayman zum vierten Mal. Thomas Boudat und Guillaume van Keirsbulck fahren ihre zweite Große Schleife. Letztgenannter Belgier trug im vergangenen Jahr mal die Rote Startnummer des angriffslustigsten Fahrers.
126 km
Zwei Paris-Roubaix-Sieger befinden sich in der Spitzengruppe. Mathew Hayman gewann den Klassiker 2016, Niki Terpstra 2014. Letzterer siegte überdies in diesem Jahr bei der Fandern-Rundfahrt. Der Niederländer fährt seine siebte Tour de France
130 km
Die Beteiligung von Bora-Hansgrohe beweist, dass sich Peter Sagan trotz seines gestrigen Sturzes in der Lage fühlt, heute um den Sieg zu sprinten. Das gilt offenbar auch für Arnaud Demare, der auf den letzten Bergetappen gewaltig litt. Und Emirates arbeitet für Alexander Kristoff.
133 km
Drei Teams zeigen Interesse an einer Sprintankunft. So lässt sich die Situation natürlich kontrollieren. Zumindest die ersten beiden Zwischenwertungen des Tages werden den Flüchtigen sicherlich gegönnt.
136 km
Früh also übernehmen die Sprinterteams Verantwortung. Somit ist abzusehen, dass Ausreißversuche heute kaum Erfolg haben werden. Wir steuern also zielgerichtet auf eine Massenankunft hin. Es deutet sich ein Verlauf wie auf der 13. Etappe an.
139 km
Und so stabilisiert sich die Zeitdifferenz zu den Ausreißern bei 1:40 Minuten, denn hinten finden sich auch Helfer von Emirates und Bora-Hansgrohe an der Spitze mit ein. Im Wind fährt nach wie vor Tobias Ludvigsson.
142 km
Nun bleibt es abzuwarten, wie viel Vorsprung man der Fluchtgruppe gewährt. Schnell zeigt sich das Interesse von Groupama-FDJ, die Angelegenheit doch im Rahmen zu halten. Das Team von Sprinter Arnaud Demare spannt ich vors Feld und übernimmt die Nachführarbeit.
145 km
Im Peloton nimmt man die Beine hoch. Das Feld fährt auf ganz breiter Linie langsam dahin. Die Verfolgung wird fürs Erste eingestellt. prompt steigt der Abstand rasant an und steuert auf eine Minute zu.
147 km
Bei sommerlichem Wetter radeln die Radprofis durch den Süden Frankreich. Eine Wolke trübt den strahlend blauen Himmel nicht. Entsprechend brennt die Sonne ungehindert und sorgt für Temperaturen von mehr als 30 Grad.
151 km
Lawson Craddock tritt an, fährt vorn aus dem Hauptfeld raus. Der US-Amerikaner erlitt auf der ersten Etappe einen Haarriss im Schulterblatt und strampelt immer noch mit. An der Spitze des Feldes jedoch hat man ihn über all die Etappen nie gesehen. Seine Flucht wird allerdings schnell unterbunden.
Trikots
Die übrigen Trikotwertungen sind praktisch entschieden. Der Grüne Peter muss es nur noch nach Paris schaffen. Im Kampf ums Bergtrikot vertraut Julian Alaphilippe auf 67 Punkte Vorsprung, was nur noch theoretisch aufzuholen ist. In der Nachwuchswertung liegt Pierre Roger Latour fast sechseinhalb Minuten vorn - auch da sollte nichts mehr anbrennen. Das gilt zudem für die gelben Startnummern der besten Mannschaft. Mehr als 24 Minuten Abstand sprechen da für Movistar.
155 km
Jetzt steigt der Abstand doch etwas an, bewegt sich zwischenzeitlich in Richtung einer halben Minute. Doch das Hauptfeld bleibt nervös. Von einer stabilen Rennsituation sind wir weit entfernt.
158 km
Bislang arbeiten die Ausreißer gut zusammen, bolzen mächtig Tempo. Aber das Quintett merkt auch, dass der Abstand nicht entscheidend wächst. Es bleibt bei etwa zehn Sekunden. Immer wieder geht jetzt der Blick zurück.
160 km
Für das Gesamtklassement haben die Flüchtigen keine Bedeutung. Bestplatzierter ist Thomas Boudat von Direct Energie, der als 89. weit mehr als zwei Stunden Rückstand aufweist. Mitchelton-Scott hat mit Mathew Hayman und Luke Durbridge zwei Männer vorn dabei.
Gelb
Mit seinem gestrigen dritten Platz festigte Geraint Thomas seine Führung im Gesamtklassement. Der Waliser baut auf ein knapp zweiminütiges Polster gegenüber Tom Dumoulin von Sunweb. Gut eine weitere halbe Minuten dahinter rangiert Chris Froome als Dritter. Es folgen Primoz Roglic und Nairo Quintana. Letztgenannter Kolumbianer wies ansteigende Form nach und wird morgen sicherlich noch einmal etwas probieren. Damit sind die heißesten Anwärter aufs Podium genannt.
164 km
Etwa zehn Sekunden sind die Ausreißer enteilt. Noch aber scheint man im Hauptfeld mit der Situation nicht ganz zufrieden. Einige Fahrer ringen um Anschluss. Zudem ist das Tempo hinten noch recht hoch.
168 km
Fünf Pedaleure finden sich an der Spitze zusammen. Tomas Boudat, Mathew Hayman, Niki Terpstra und Luke Durbridge sind die anderen Flüchtigen. Dahinter zeigte sich vorübergehend eine zweite Gruppe, die aber vom Peloton wieder gestellt wurde.
170 km
Mit der Startfreigabe preschen erste Fahrer los, wollen umgehend einen Fluchtversuch inszenieren. Guillaume van Keirsbulck ergreift als Erster die Initiative und bekommt schnell Begleiter.
Start
Pünktlich zum scharfen Start der 18. Etappe steigen wir in die Live-Berichterstattung ein. Tour-Direktor Christian Prudhomme schwenkt gerade die weiße Flagge, um das Rennen freizugeben. Die verbliebenen 146 Radprofis machen sich auf den Weg. Die Gemeinde Trie-sur-Baise ist übrigens erstmals Etappenort der Tour de France.
Verlauf
Natürlich ist erneut mit einer Ausreißergruppe zu rechnen. Im Hauptfeld wird Sky nur bis zu einem gewissen Punkt die Kontrolle ausüben, mehr aber nicht tun. So ist es an den Teams der wenigen verbliebenen Sprinter, den Rückstand im Rahmen zu halten, um die Flüchtigen rechtzeitig zurückzuholen. Es bleibt die Frage, ob das gelingt, ob dafür noch genügend Ressourcen und Interessen vorhanden sind. Ansonsten könnte eine Fluchtgruppe auch mit einem ganz großen Vorsprung in Pau ankommen.
Profil
Einige wenige kleine Hügel können der Bezeichnung Flachetappe nichts anhaben. Zwar warten auf die Fahrer zwei Bergwertungen, die mit Anstiegen von ein bis zwei Kilometern aber lediglich der 4. Kategorie angehören. Da lohnt die Mühe kaum für Julian Alaphilippe, sich um den jeweils einen Punkt zu bemühen. Sportlich besteht da wenig Anreiz, allenfalls die Geldprämien könnten locken. Das gilt so auch für den Zwischensprint nach 73,5 Kilometern.
18. Etappe
Ein wenig Gelegenheit zur Erholung bietet sich allen angeschlagenen Fahrern heute. Und auch die Klassementsleute und Bergziegen dürfen kürzer treten. Zwischen Trie-sur-Baise und Pau warten auf den 171 überwiegend flachen Kilometern keine besonderen Schwierigkeiten topografischer Art. Das Peloton zieht im Süden Frankreichs heute eine Schleife durch insgesamt vier Departements. Zu Beginn wechseln wir zwischen Hautes-Pyrenees und Gers hin und her, ehe es über Landes nach Pyrenees-Atlantiques geht, wo sich der Zielort befindet.
Sagan
Am Start erwarten wir auch Peter Sagan. Den Mann im Grünen Trikot erwischte es gestern auf der Abfahrt vom Col de Val Louron-Azet. Der Sturz verursachte Hautabschürfungen und Blutergüsse, also lediglich Verletzungen oberflächlicher Natur. Diese sind schmerzhaft, hindern den Weltmeister aber nicht daran, heute wieder anzutreten und das Sprintertrikot am Sonntag nach Paris zu tragen. Sein Punktevorsprung ist in jedem Fall uneinholbar groß.
Froome
Chris Froome hingegen spielt nicht einmal mehr die zweite Geige. Der Titelverteidiger musste auch Tom Dumoulin vorbeiziehen lassen und ist nur noch Dritter. Zudem wurde der Brite nach dem Rennen auf dem Weg zum Teambus von einem Gendarm fälschlicherweise für einen Fan gehalten und versehentlich zu Fall gebracht. Verletzungen erlitt der vierfache Tour-Sieger nicht und wird das Rennen heute fortsetzen können.
Rückblick
Noch ist der gestrige Bergsprint über 65 Kilometer und drei Pyrenäengipfel in aller Munde. Dabei überzeugte weniger der dem Motorsport entliehene Grid Start zu Beginn, wohl aber die Kürze der Etappe. Nie zuvor bei dieser Tour wagten die Klassementfahrer so viele Attacken. Am eindrucksvollsten setzte sich Nairo Quintana in Szene. Der Kolumbianer schien endlich zu seiner Form gefunden zu haben, holte sich den Etappensieg und machte Zeit gut. Darüber hinaus wusste erneut auch Geraint Thomas zu gefallen. Der Mann in Gelb nahm seinem Sky-Kapitän Chris Froome samt Bonifikation 52 Sekunden ab und darf sich inzwischen ernsthaft mit einem möglichen Tour-Sieg auseinandersetzen.
Bonjour
Herzlich willkommen zur 18. Etappe der Tour de France, die über 171 Kilometer von Trie-sur-Baise nach Pau führt.
Nur deutsche Fahrer anzeigen
 
Pos.
Fahrer
Zeit
1
Alexander Kristoff (UAD)
2:46:36
2
John Degenkolb (TFS)
+0:00
3
Arnaud Démare (FDJ)
+0:00
4
E. Boasson Hagen (DDD)
+0:00
5
Christophe Laporte (COF)
+0:00
6
Maximiliano Richeze (QST)
+0:00
7
Sonny Colbrelli (TBM)
+0:00
8
Peter Sagan (BOH)
+0:00
9
Andrea Pasqualon (WGG)
+0:00
10
Jasper de Buyst (LTS)
+0:00
17
Nikias Arndt (SUN)
+0:00
31
Pierre Latour (ALM)
+0:00
67
Geraint Thomas (SKY)
+0:00
70
Marcus Burghardt (BOH)
+0:00
81
Paul Martens (TLJ)
+0:24
102
Simon Geschke (SUN)
+0:30
105
Julian Alaphilippe (QST)
+0:30
134
Nils Politt (KAT)
+3:19
= Im Feld (Peloton)