Tour de France 2018, 17. Etappe
Berg der 1. Kategorie
Punktewertung
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Hauptfeld
Beendet
 
Letzte Aktualisierung: 03:52:24
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65 km
Bis morgen
Damit soll es das von dieser brettharten Sprint-Etappe über drei Pyrenäengipfel gewesen sein. Das am Motorsport orientierte Startprozedere hat sicherlich wenig Wirkung gezeigt. Inwieweit das zukünftig Sinn macht, wäre zu überdenken. Dass aber in der Kürze die Würze liegt, davon konnten wir uns heute auf den nur 65 Kilometern überzeugen. Sie fühlten sich hoffentlich gut unterhalten. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und bis morgen!
Trikots
Bei allen anderen Trikots herrschen ziemlich klare Verhältnisse. Grün gehört Peter Sagan, sofern er nach seinen Sturz das Ziel rechtzeitig erreicht. In Sachen Bergtrikot machte Julian Alaphilippe einen großen Schritt, baute seinen Vorsprung auf stattliche 67 Punkte aus. Mindestens eine Vorentscheidung gab es auch in der Nachwuchswertung, wo sich Pierre Roger Latour auf knapp sechseinhalb Minuten von Guillaume Martin absetzte.
Gelb
Vor allem aber brachte dieser Schlussanstieg Bewegung ins Gesamtklassement. Es zeigte sich, dass nicht Chris Froome der stärkste Mann von Sky ist. Nicht zu Unrecht fuhr also Geraint Thomas schon seit Tagen in Gelb und behauptete das Maillot Jaune heute eindrucksvoll. Der Vorsprung des Walisers wuchs auf knapp zwei Minuten - und zwar vor Tom Dumoulin, der am Titelverteidiger vorbeizog. Froome ist nur noch Dritter mit gut zweieinhalb Minuten Rückstand. Nairo Quintana machte Boden gut, liegt als Fünfter nun dreieinhalb Minuten zurück.
Quintana
Mit seiner Attacke im letzten Anstieg des Tages holte Nairo Quintana nicht nur den Etappensieg, er schnappte sich auf dem Dach der diesjährigen Tour zudem 40 Bergpunkte und das Souvenir Henri Desgrange. Als angriffslustiger Fahrer des Tages wird Tanel Kangert übrigens morgen die rote Startnummer tragen.
Ziel
Auf den letzten Metern ist Geraint Thomas zu einer Gegenattacke in der Lage, hängt Primoz Roglic und Tom Dumoulin ab, wird mit 47 Sekunden Rückstand Dritter und streicht sogar noch Zeitgutschrift ein. Chris Froome verliert 1:35 Minuten auf den Tagessieger.
Ziel
Dann hat es Nairo Quintana geschafft. Der Kolumbianer gewinnt zum zweiten Mal eine Etappe bei der Tour de France. Eine knappe halbe Minute später kämpft sich Daniel Martin über den Zielstrich.
1 km
Nochmals will es Primoz Roglic wissen. Geraint Thomas ist der Einzige, der folgen kann. Kurze Zeit später gelingt zumindest Dumoulin wieder der Anschluss - nicht aber Chris Froome.
1 km
Vorn rollt Nairo Quintana unter der Flamme Rouge hindurch. Eine halbe Minute später tut das auch Daniel Martin. Hier sind die Fronten geklärt.
2 km
Nun probiert es Tom Dumoulin. Erneut zeigt sich der Mann in Gelb hellwach. Steven Kruijswijk und Primoz Roglic bleiben ebenfalls dran. Chris Froome aber hat erneut Schwierigkeiten. Mit Helfer Bernal und Mikel Landa von Movistar fährt der Titelverteidiger hinterher.
2 km
Primoz Roglic ergreift die Initiative. Geraint Thomas geht die Attacke mit. Chris Froome jedoch sieht nicht so souverän aus. Egan Bernal aber ist sehr wohl auf der Höhe, übernimmt für Sky wieder das Kommando an der Spitze der Gruppe. Damit schließt auch Froome wieder auf.
3 km
Daniel Martin versucht alles, um doch noch an den Spitzenreiter heran zu gelangen. Etwas mehr als 20 Sekunden sind das noch. Im Vergleich jedoch wirkt Nairo Quintana lockerer.
4 km
Nairo Quintana fährt unverdrossen vorn weg. Es schaut ganz so aus, als könne der Kolumbianer heute die Etappe gewinnen und Zeit gut machen. Daniel Martin ist nach wie vor Zweiter, dem Iren fehlt immer noch eine halbe Minute.
4 km
Die Gruppe der Favoriten kommt nicht entscheidend näher. Steven Kruijswijk versucht jetzt sein Glück. Die Sky-Helfer schließen die Lücke ohne Probleme. Sieben Fahrer sind das noch - neben Thomas und Froome deren Helfer Egan Bernal. Dazu fahren hier Mikel Landa, Primoz Roglic, Steven Kruijswijk und Tom Dumoulin. Mehr sind nicht geblieben.
5 km
Weiter vorn ist Daniel Martin an Rafal Majka dran. Etwa eine halbe Minute fahren die beiden hinter Quintana. Der Pole vermag nicht lange dran zu bleiben. Der Ire macht sich allein auf den weiteren Weg.
6 km
Quintana forciert noch einmal! Der Kolumbianer will es heute wissen und hängt jetzt Rafal Majka ab. Was passiert in der Gruppe ums Gelbe Trikot? Romain Bardet zumindest wird heute nichts ausrichten. Der Franzose verliert den Anschluss.
7 km
Immer noch baut das Duo dort vorn auf etwas mehr als eine Minute Polster gegenüber der Gruppe um das Gelbe Trikot. Und noch geht es Nairo Quintana gut von der Hand. Die Rückstände nach hinten bleiben konstant.
7 km
Daniel Martin arbeitet sich nun auch an Tanel Kangert heran - und fährt letztlich mühelos am einstigen Spitzenreiter vorbei. Etwa 20 Sekunden muss der Ire noch nach vorn zufahren.
8 km
Nario Quintana kurbelt flüssig den Berg hinauf und hat Tanel Kangert fest im Blick. Schnell ist die Lücke geschlossen. Mit Rafal Majka im Schlepptau zieht der Kolumbianer vorbei. Kommt der Este da noch mit? Nein!
9 km
Die Gruppe mit dem Gelben Trikot umfasst derzeit elf Radprofis. Abgesehen von den bereits genannten Sportlern sind dort die Sky-Helfer Egan Bernal und Wout Poels zurück. Dazu Mikel Landa - und einige der ehemaligen Ausreißer.
10 km
Alejandro Valverde geht aus der Führung, ist am Ende seiner Kräfte, nun ist es an Nairo Quintana. Mit Rafal Majka am Hinterrad begibt sich der Kolumbianer auf die weitere Verfolgung von Spitzenreiter Tanel Kangert. 40 Sekunden fährt der Este noch voraus.
11 km
Valverde sorgt nun für eine erneute Auslese. Der Spanier investiert seine letzten Reserven, um Quintana zu helfen. Nur Rafal Majka hält da noch mit. Unterdessen ist weiter hinten Daniel Martin aus der Gruppe um das Gelbe Trikot herausgefahren.
11 km
Unterdessen fährt Nairo Quintana zu seiner Relaistation Alejandro Valverde auf. In der ersten Verfolgergruppe befinden sich nach wie vor Rafal Majka, Omar Fraile und Daniel Martinez. Der Abstand zu Spitzenreiter Tanel Kangert ist mehr als eine Minute groß.
12 km
Tom Dumoulin fährt ganz konstant und reduziert den Abstand zu Roglic und Froome kontinuierlich. Romain Bardet und Steven Kruijswijk sind ebenfalls dabei. So schließt man sich zusammen. Das Tempo geht kurz raus - auch von hinten schließen wieder Fahrer auf.
13 km
Im Peloton tritt Primoz Roglic an. Chris Froome geht mit. Geraint Thomas hält still, lässt die anderen machen. Was tun Dumoulin und Bardet? Der Niederländer von Sunweb übernimmt die Nachführarbeit - mit dem Gelben Trikot im Schlepptau. Die Gruppe ist auf sechs Fahrer geschrumpft.
13 km
Quintana hinterlässt einen starken Eindruck. Der 28-Jährige hat in der dritten Tour-Woche offenbar zu seiner Form gefunden und holt jetzt einen der ehemaligen Ausreißer nach dem anderen ein.
14 km
Nairo Quintana greift an! Daniel Martin versucht, mit dem Kolumbianer Schritt zu halten. Sky bleibt erst einmal entspannt. Als Achter der Gesamtwertung weist Quintana fast viereinhalb Minuten Rückstand auf.
15 km
Zusammen mit Martinez und Valverde ist Rafal Majka unterwegs. Dem Trio fehlt noch immer eine Minute zur Spitze. Und dazwischen fährt noch Julian Alaphilippe.
16 km
Die maßgebende Verfolgergruppe ist die um Alejandro Valverde. Und der Spanier macht Druck, hängt einen Begleiter nach dem anderen ab. Dann lanciert Daniel Martinez eine Gegenattacke. Zusammengearbeitet wird hier nicht mehr. Das ist erst einmal gut für Tanel Kangert.
17 km
Nun steht der Schlussanstieg an. Es geht hinauf zum Col de Portet. Diese Ehrenkategorie weist durchschnittlich 8,7 Prozent Steigung auf - im Maximum sogar mehr als zwölf. Und dann dauert es gar nicht lange und bei Julian Alaphilippe ist es vorbei. Der Mann im Bergtrikot muss raus nehmen, lässt Tanel Kangert ziehen.
20 km
Julian Alaphilippe und Tanel Kangert bilden mittlerweile den Spitze des Rennens. Kristijan Durasek hat den Anschluss verpasst, liegt 40 Sekunden zurück. Gut eine Minute hinter dem Duo ganz vorn bewegt sich die Gruppe um Valverde. Das Hauptfeld liegt zweieinhalb Minuten zurück.
23 km
Radio Tour meldet einen Sturz von Peter Sagan in der Abfahrt. Offenbar aber erlitt der Weltmeister keine schwerwiegenden Verletzungen. Der Grüne Peter sitzt wieder auf dem Rad.
27 km
Nun steht die letzte Abfahrt des Tages an - das sind gut und gerne zehn Kilometer bis hinunter nach Saint-Lary-Soulan. Diese Gemeinde ist zum zehnten Mal Etappenort der Tour de France. Zum achten Mal gibt es eine Ankunft - letztmals geschehen 2001. Damals kam Lance Armstrong als Erster an - eine Minute vor Jan Ullrich. Das passierte damals aber nicht auf dem Col de Portet.
28 km
Wenig überraschend ist Julian Alaphilippe auf dem Col de Val Louron-Azet als Erster oben. Der Franzose ergattert weitere zehn Punkte und 650 Euro für diese 1. Kategorie. Tanel Kangert nimmt acht Zähler mit, Kristijan Durasek sechs. Dann folgt die nächste Gruppe mit Alejandro Valverde (4), Daniel Martinez (2) und Rafal Majka (1).
29 km
Der Berg fordert weiteren Tribut. Mühlberger und Pellizotti sind am Ende ihrer Kräfte. Vor allem der Österreicher steht da quasi, kommt kaum noch voran.
30 km
Die erste Verfolgergruppe ist noch sechs Fahrer groß. Alejandro Valverde, Rafal Majka, Daniel Martinez, Omar Fraile, Franco Pellizotti und Gregor Mühlberger. 45 Sekunden fehlen zu den drei Spitzenreitern.
31 km
Unverdrossen kurbelt Pierre Roge Latour an der Spitze des Hauptfeldes. Als man dann zu Marc Soler auffährt, spannt sich der Spanier von Movistar davor, um AG2R zu helfen.
32 km
Durch die Arbeit des Pelotons schmilzt der Rückstand auf unter drei Minuten. Ganz vorn fährt nach wie vor das Trio um Julian Alaphilippe. Dazwischen ist noch immer die Verfolgergruppe unterwegs, die aber auch zunehmend ausdünnt.
33 km
Pierre Roger Latour nimmt Romain Bardet ans Hinterrad und tritt kräftig in die Pedale. Sky beobachtet das entspannt. Unterdessen wird ein ehemaliger Ausreißer nach dem anderen aufgeschnupft. Durch die Tempoverschärfung von AG2R reduziert sich das Hauptfeld auf etwas mehr als 20 Fahrer.
34 km
Unterdessen befinden wir uns längst im nächsten Anstieg. AG2R macht im Peloton jetzt die Arbeit auf dem Weg zum Col de Val Louron-Azet. 7,4 Kilometer sind bis nach oben zu absolvieren - bei 8,3 Prozent Steigung. Mitunter werden das sogar 13 Prozent.
35 km
Im Hauptfeld hält man den Abstand nach vorn seit geraumer Zeit konstant. Dreieinhalb Minuten sind das nach wie vor. Damit also bleibt für diese Fahrer auch der Tagessieg noch in Reichweite.
37,5 km
Die übrigen Punkte gehen an Jesus Herrada (13), der 50 Sekunden hinter der Spitze noch allein unterwegs ist, und an die Verfolger, die anderthalb Minuten zurückliegen: Gregor Mühlbauer (11), Marc Soler (10), Rafal Majka (9), Alejandro Valverde (8), Omar Fraile (7), Nicolas Edet (6), Daniel Martinez (5), Bauke Mollema (4), Franco Pellizotti (3), Daniel Navarro (2) und Adam Yates (1). Damit sind alle genannt, die sich in dieser Gruppe befinden.
37,5 km
Gesprintet wird nicht. Tanel Kangert fährt als Erster durch und nimmt neben den 20 Punkten noch 1.500 Punkte für den Mannschaftskasse von Astana mit. Durasek und Alaphilippe stauben noch 1.000 bzw. 500 Euro ab.
39 km
So bewegen sich die Ausreißer der Sprintwertung Loudenvielle entgegen. Die Punkte dort sind nicht von Interesse. Das Geld aber nehmen die Teams sicher gern mit.
44 km
Als guter Abfahrer macht Julian Alaphilippe Boden gut. Mit Kristjian Durasek im Schlepptau fährt der Franzose zum Spitzenreiter Tanel Kangert auf. Jesus Herrada ist da nicht mitgekommen, womit wir nun drei Fahrer in der Kopfgruppe haben.
49 km
So geht es nun in die rasende Abfahrt. Für das Hauptfeld passiert das etwa dreieinhalb Minuten später.
51 km
Noch einmal hält Quintana an. Jetzt ist das Teamfahrzeug zur Stelle. Nochmals wird das Vorderrad getauscht. Und dann begibt er sich erneut auf die Verfolgung des Hauptfeldes.
52 km
Defekt bei Quintana! Das Vorderrad hat schlapp gemacht beim Kolumbianer. Ein Teamkollege ist schon zur Stelle und wechselt das Laufrad aus. Einige Sekunden dauert das schon, aber das sollte Quintana mit Hilfe der Teamkameraden schnell wieder zufahren können.
52 km
Unterdessen hat Tanel Kangert den Peyresourde erklommen, belohnt wird das nicht. Es geht jetzt ganz kurz bergab, bevor die Steigung zum Peyragudes ansteht. Erst dort gibt es Geld und Punkte.
53 km
Es ist erstaunlich, was Alaphilippe zu investieren vermag. Nochmals ist der Franzose und der Lage, zu forcieren. Dabei hat sein schärfster Konkurrent im Kampf ums Bergtrikot zumindest öffentlich seinen Widerstand aufgegeben. Entsprechend hat sich Warren Barguil heute auch noch nicht gezeigt.
54 km
Julian Alaphilippe macht das Tempo in der Verfolgergruppe. Noch befindet sich die Rennspitze in Reichweite. Die 20 Sekunden wird der Mann im Bergtrikot bis zur Bergwertung sicherlich wettmachen. Im Hauptfeld lässt man es am Peyresourde erst einmal ruhig angehen. Der Rückstand ist auf mehr als zweieinhalb Minuten angewachsen.
55 km
Von einem Duo kann keine Rede mehr sein, denn Tanel Kangert ist wieder allein unterwegs, weil Nicolas Edet nicht Schritt zu halten vermag. Der Franzose fällt zurück und wird dann auch von der Verfolgergruppe überholt. Der zweite Teil dieser Gruppe mit Simon Geschke fährt inzwischen mehr als eine Minute hinter der Spitze.
56 km
Jetzt ergreift Julian Alaphilippe nochmals die Initiative. Der zweifache Etappensieger der diesjährigen Tour strebt nach weiteren Punkten für sein Bergtrikot. Zusammen mit Jesus Herrada und Kristijan Durasek begibt er sich auf die Verfolgung des Führungsduos.
57 km
Die erste Bergwertung des Tages wartet mit einer 15 Kilometer langen Kraxelei auf. Bei durchschnittlich 6,7 Prozent Steigung zum Doppelgipfel geht es zunächst bis auf den 1.569 Meter hohen Col de Peyresourde. Die Bergwertung wird allerdings erst auf dem Montee de Peyragudes abgenommen - in 1.645 Meter Höhe. Das zieht sich und ist in der Spitze sogar neun Prozent steil.
58 km
Bestplatzierter in der Verfolgergruppe ist Alejandro Valverde. Der Spanier ist aktuell Elfter mit gut neuneinhalb Minuten Rückstand auf Gelb. Um es in die Top 10 der Gesamtwertung zu schaffen, müsste er beinahe drei Minuten aufholen.
59 km
So schlecht ist Kangert im Gesamtklassement nicht platziert. Der Este ist 21. mit allerdings beinahe 23 Minuten Rückstand. Da Nicolas Edet weit mehr als eine Stunde zurückliegt, bedeuten diese beiden keine akute Gefahr für das Gelbe Trikot. Und es läuft gut für die Spitzenreiter, sie bauen ihren Vorsprung aus.
60 km
An der Spitze hat Tanel Kangert Gesellschaft bekommen. Nicolas Edet schließt auf. Etwa 20 Sekunden dahinter kurbeln die Verfolger. Diese Gruppe besteht aus 19 Fahrern. Das Peloton liegt eine Minute zurück.
61 km
Nun juckt es auch Julian Alaphilippe in den Beinen. Der Mann im Bergtrikot springt aus dem Hauptfeld und schließt schnell zu der Gruppe auf.
62 km
Hinter dem Ausreißer bildet sich eine Verfolgergruppe mit gut zehn Fahrern. Simon Geschke mischt hier mit - genau wie Bauke Mollema, Alejandro Valverde, Adam Yates, Lilien Calmejane, Rafal Majka, Pierre Rolland und andere.
63 km
Aber natürlich gibt es sofort auch Attacken. Im ersten Anstieg des Tages sortiert sich die Sache Stück für Stück. Der erste vielversprechende Angriff kommt von Tanel Kangert. Und hinten haben die Sprinter umgehend Probleme und verlieren den Anschluss.
64 km
Schnell durchmischt sich einerseits das Feld, darüber hinaus suchen die Helfer ihre Kapitäne auf. Insofern entspannt sich die Situation dahingehend.
Start
Geduldig harren die Profis in der Startaufstellung der Dinge, die da kommen sollen. Dann erlischt das rote Licht und die Etappe wird frei gegeben. Die 146 verbliebenen Fahrer machen sich auf den Weg.
Aufgabe
Einen weiteren Fahrer vermissen wir heute am Start. Philippe Gilbert musste nach seinem spektakulären Sturz von gestern die Waffen strecken. Der Belgier brach sich dabei die linke Kniescheibe, fuhr damit noch 60 Kilometer ins Ziel, ist nun aber der 30. Radprofi, der die Tour vorzeitig verlässt.
Trikots
Mit Blick auf das Bergtrikot sind ebenfalls nur noch zwei Anwärter verblieben. Julian Alaphilippe weist allerdings bereits 49 Punkte Vorsprung gegenüber Warren Barguil auf. Immerhin jedoch gibt es heute maximal 60 zu holen. Beide haben keine optimalen Startpositionen inne, befinden sich im zweiten Block - Barguil als 22. und Alaphilippe als 31. Um Grün müssen wir uns nicht mehr kümmern. Dieses Textil hat Peter Sagan seit gestern sicher, muss es nur noch nach Paris bringen.
Weiß
Ähnlich wie um Gelb wird natürlich um Weiß gerungen. Für die Nachwuchswertung bleiben allerdings nur noch zwei Anwärter. Trikotinhaber Pierre Roger Latour baut auf ein Polster von knapp zweieinhalb Minuten und hinterließ im Vergleich zu seinem Konkurrenten Guillaume Martin zuletzt einen deutlich besseren Eindruck. Gibt es da vielleicht heute eine Vorentscheidung?
Gelb
Höchstschwierigkeiten en masse! Wie wird Geraint Thomas damit klar kommen? Ist es dem Waliser möglich, seinem Sky-Kapitän auch heute vor der Nase herumzufahren? Chris Froome muss natürlich etwas probieren, wenn er seinen Titel verteidigen möchten. Doch so lange sich Thomas nicht abschütteln lässt ... Uns interessiert aber selbstverständlich auch, was Tom Dumoulin, Primoz Roglic und Romain Bardet vorhaben. Von denen sollte heute ebenfalls zwingend etwas kommen. Doch das gilt für alle, die sich im Gesamtklassement verbessern wollen. Allein die Top 10 sind da ja mitunter schon ein lohnendes Ziel.
Idee
Es wird von Beginn an Vollgas erwartet. Die Idee hinter dieser Startprozedur ist, dass die Kapitäne von ihren Helfern auf den hinteren Positionen isoliert sind. Denen bleibt einfach keine Zeit, auf die Teamkollegen zu warten und diese um sich zu scharen. Bis dahin ist vorn längst die Post abgegangen. Darüber hinaus geraten Sprinter und angeschlagene Fahrer aufgrund des erwarteten Tempos und der Kürze der Etappe eventuell in Schwierigkeiten, das Ziel im Rahmen der Karenzzeit zu erreichen.
Grid Start
Für zusätzliche Spannungsmomente soll die besondere Form des Starts sorgen. Ähnlich wie im Motorsport bekommt jeder Radprofi seine Position in der Startaufstellung zugewiesen. Und die ergibt sich aus dem Gesamtklassement. Die Pole Position gehört natürlich dem Gelben Trikot. Hinter Geraint Thomas folgen jeweils etwas versetzt die weiteren Fahrer der Top 10. Links dahinter Chris Froome, rechts Tom Dumoulin, links am Straßenrand Primoz Roglic, rechts Romain Bardet. In dieser Form geschieht das auch mit den Plätzen sechs bis zehn. Alle weiteren Rennfahrer sortieren sich in Fünferreihen gemäß ihrer Gesamtplatzierung ein. Dabei werden Blocks von je 20 Fahrern gebildet.
Finale
Zum Abschluss der Etappe setzt es den 16 Kilometer langen Anstieg auf den Col de Portet. Dieser Berg der Ehrenkategorie ist durchschnittlich 8,7 und in der Spitze 12,5 Prozent steil und führt auf das Dach der Tour. In 2.215 Metern Höhe kann die Luft schon mal dünn werden. Belohnt wird der Erste dort oben mit dem Etappensieg, dem Souvenir Henri Desgrange und doppelten Punkten für die Bergwertung.
Profil
Vor den Pedaleuren liegen hammerharte 65 Kilometer. Vom Start weg beginnt die Kletterei hinauf auf den Col de Peyresourde. Doch die Bergwertung der 1. Kategorie wird nicht auf dessen Gipfel abgenommen, sondern anderthalb Kilometer später auf dem Peyragudes. In der Summe handelt es sich um knapp 15 Kilometer mit durchschnittlich 6,7 Prozent Steigung - in der Spitze sind es gar mehr als neun Prozent. Nach der rasenden Abfahrt wartet im Tal der Zwischensprint in Loudenvielle. Kurze Zeit später steht der nächste Berg der 1. Kategorie im Weg. Der Col de Val Louron-Azet wird über 7,4 Kilometer bestiegen und ist im Schnitt 8,3, im Maximum sogar weit mehr als 13 Prozent steil. Die folgende Abfahrt führt hinunter nach Saint-Lary-Soulan. Und von dort richtet sich der Blick zum finalen Härtetest.
17. Etappe
Oftmals scheuten die Profis aber auch vielmals vor der Dominanz von Sky und trauten sich Angriffe erst gar nicht zu. Als hätten die Organisatoren so etwas geahnt, ließen sie sich etwas Besonderes einfallen. Und genau das wird auf der heutige 17. Etappe in die Tat umgesetzt - ein lediglich 65 Kilometer langer Bergsprint über drei Pyrenäengipfel. Von Bagneres-de-Luchon im Departement Haute-Garonne führt der Weg in Richtung Westen ins benachbarte Departement Hautes-Pyrenees nach Saint-Lary-Soulan - und dort auf den Col de Portet.
Rückblick
Ausreißergruppen prägten die letzten Etappen der Großen Schleife. Auch gestern setzten sich wieder zahlreiche Fahrer ab, von denen einige durchkamen. Julian Alaphilippe festigte dabei sein Bergtrikot und feierte überdies seinen zweiten Tageserfolg bei der diesjährigen Tour. Im Hinblick aufs Gesamtklassement jedoch tut sich seit geraumer Zeit wenig. Das liegt vor allem an der Stärke von Team Sky, das nahezu alle Attacken pariert. Nur in Einzelfällen sind für die anderen mal ein paar Sekunden drin - wie im Falle von Primoz Roglic auf der 14. Etappe. Häufig handelte es sich einfach um den Mut der Verzweiflung. Einige probierten es zumindest - so wie Daniel Martin am Sonntag - wenn auch erfolglos.
Bonjour
Herzlich willkommen zur 17. Etappe der Tour de France, die über 65 Kilometer von Bagnères-de-Luchon nach Saint-Lary-Soulan auf den Col de Portet führt.
Nur deutsche Fahrer anzeigen
 
Pos.
Fahrer
Zeit
1
Alexander Kristoff (UAD)
2:46:36
2
John Degenkolb (TFS)
+0:00
3
Arnaud Démare (FDJ)
+0:00
4
E. Boasson Hagen (DDD)
+0:00
5
Christophe Laporte (COF)
+0:00
6
Maximiliano Richeze (QST)
+0:00
7
Sonny Colbrelli (TBM)
+0:00
8
Peter Sagan (BOH)
+0:00
9
Andrea Pasqualon (WGG)
+0:00
10
Jasper de Buyst (LTS)
+0:00
17
Nikias Arndt (SUN)
+0:00
31
Pierre Latour (ALM)
+0:00
67
Geraint Thomas (SKY)
+0:00
70
Marcus Burghardt (BOH)
+0:00
81
Paul Martens (TLJ)
+0:24
102
Simon Geschke (SUN)
+0:30
105
Julian Alaphilippe (QST)
+0:30
134
Nils Politt (KAT)
+3:19
= Im Feld (Peloton)