Tour de France 2018, 16. Etappe
Berg der 1. Kategorie
Berg der 1. Kategorie
Berg der 2. Kategorie
Punktewertung
Berg der 4. Kategorie
Berg der 4. Kategorie
Berg der 4. Kategorie
Hauptfeld
Beendet
 
Letzte Aktualisierung: 22:48:37
Bis morgen
Für heute soll es das gewesen sein von der Grande Boucle. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit! Morgen sollten Sie unbedingt wieder dabei sein, dann erwarten wir den mörderischen Pyrenäen-Sprint über drei Gipfel und lediglich 65 Kilometer. Vom Start weg wird es da mit dem Anstieg zum Col de Peyresourde zur Sache gehen. Wir übertragen die 17. Etappe von Bagneres-de-Luchon nach Saint-Lary-Soulan komplett. Bis dahin!
Trikots
Im Gesamtklassement tat sich nichts. Geraint Thomas verteidigte sein Maillot Jaune ein weiteres Mal ohne große Mühe vor seinem Sky-Kapitän Chris Froome. In deren Verfolgung bleiben Tom Dumoulin, Primoz Roglic und Romain Bardet. Dagegen fiel in Sachen Grün heute bereits eine Entscheidung. Peter Sagan hat dieses Textil schon rechnerisch sicher, muss es nur noch bis nach Paris tragen. In der Nachwuchswertung holte Pierre Roger Latour trotz allen Bemühens lediglich zwei Sekunden auf Guillaume Martin heraus, weist im Klassement also nach wie vor knapp zweieinhalb Minuten Vorsprung auf.
Fazit
Erneut also hatte eine Ausreißergruppe Erfolg. Von den einstmals 47 Profis staubte Julian Alaphilippe heute richtig ab. Denn neben seinem Etappensieg festigte der Franzose auch sein Bergtrikot, weist da inzwischen 49 Punkte Vorsprung gegenüber Warren Barguil auf. Den Tageserfolg hatte der 26-Jährige auch dem Sturzpech von Adam Yates zu verdanken. Der Brite befand sich am letzten Gipfel nämlich auf gutem Kurs, machte aber auf den zehn Kilometern Abfahrt in Richtung Ziel unliebsame Bekanntschaft mit dem Asphalt.
Ziel
Jetzt hat auch das Hauptfeld die Tagesaufgabe bewältigt und trudelt mit dem Mann in Gelb und allen weiteren verbliebenen Favoriten ins Ziel - knapp neun Minuten nach dem Sieger.
3 km
Sky kontrolliert das Tempo in der Abfahrt. Immer wieder geht der Blick des Führenden Michal Kwiatkowski zurück. Sind die Kapitäne noch da? Ja, sind sie.
6 km
Das Hauptfeld hat noch etwas Weg zurückzulegen. Die zwei angesprochenen Attacken hatten keinen Erfolg. Weitere Angriffe sparte man sich, zu stark erwies sich Sky heute wieder.
Ziel
Dann ist es vollbracht. Julian Alaphilippe gewinnt seine zweite Etappe bei der diesjährigen Tour de France. 15 Sekunden später holt sich Gorka Izagirre den zweiten Platz - mit Adam Yates und Bauke Mollema im Schlepptau.
1 km
Den letzten Kilometer darf der Franzose genießen. Um Sekunden geht es für ihn nicht. Einzig der Sieg zählt jetzt noch.
2 km
Alaphilippe ist bereits in Bagneres-de-Luchon und sieht die Flamme Rouge näher kommen.
3 km
Unterdessen wird Philippe Gilbert zum kämpferischsten Fahrer des Tages gekürt. Ein wenig Trost für den Belgier nach dem abrupten Ende seiner Soloflucht wegen des spektakulären Sturzes.
4 km
Statt nach vorn muss Yates nach hinten schauen, Gorka Izagirre rollt zu ihm auf. Dagegen scheint Julian Alaphilippe konkurrenzlos zum Sieg zu fliegen.
5 km
In hohem Tempo heizt der Mann im Bergtrikot zu Tal. Und der Franzose riskiert alles. Dagegen hat Adam Yates den Schneid verloren, der traut sich nichts mehr zu und wird so keine Chance auf den Sieg haben.
8 km
In der Abfahrt kommt Adam Yates zu Fall. In einer Linkskurve rutscht ihm das Vorderrad weg. Schnell rappelt sich der Brite wieder auf. Doch Alaphilippe rauscht vorbei.
9 km
Ein Blick voraus zum Ziel! Bagneres-de-Luchon ist zum 105. Mal Etappenort der Tour de France. Zum 50. Mal wird hier eine Ankunft stattfinden. Letztmals passierte das 2016 mit einem Sieg von Chris Froome.
10 km
Auf dem Col du Portillon streicht Adam Yates jetzt die 20 Punkte und 650 Euro ein. Etwa 20 Sekunden dahinter erkämpft sich Julian Alaphilippe noch einmal 16 Zähler für sein Bergtrikot. Und der Franzose ist ein phänomenaler Abfahrer. Der fährt dort vorn sicher noch ran und kann nun sogar noch um den Tagessieg kämpfen.
11 km
Unterdessen attackiert Jakob Fuglesang aus dem Hauptfeld. Kurz darauf versucht sich Ilnur Zakarin.
11 km
In der Tat baut Adam Yates seinen Vorsprung aus. Die Bergwertung lockt mit doppelter Punktzahl - statt zehn für diese 1. Kategorie gibt es also 20 Zähler. Eine Besonderheit in den Pyrenäen!
13 km
Im Peloton ist noch nichts passiert. Movistar hat sich wieder zurückgenommen. So ist es an Sky, das Tempo zu machen. Und Wout Poels tritt gehörig in die Pedale.
13 km
Nun kurbelt Adam Yates auf und davon, schafft sich schnell zehn Sekunden Luft zu seinen sechs einstigen Begleitern. Ist das die entscheidende Attacke in Richtung Etappensieg?
14 km
Inzwischen kämpfen die Ausreißer gegen sich und den Berg. An der Spitze liegen inzwischen sechs Profis. Gorka Izagirre, Marc Soler und Adam Yates sind ebenfalls dabei. Ein paar Meter dahinter kämpft Julian Alaphilippe um Anschluss.
15 km
Jetzt erreicht das Hauptfeld ebenfalls den Anstieg. Movistar zeigt sich in breiter Phalanx vorn.
15 km
In der Gruppe gibt Pierre Roger Latour Gas, möchte Guillaume Martin, seinen Kontrahenten in der Nachwuchswertung, nun endgültig abhängen. Das scheint zu gelingen. Unterdessen schließt ganz vorn Bauke Mollema zu Gesink und Pozzovivo auf.
16 km
Deutlich vielversprechender tritt jetzt Robert Gesink an, Domenico Pozzovivo heftet sich an dessen Hinterrad. Der Niederländer investiert sehr viel. Diese Attacke muss sitzen, sonst in es das gewesen.
17 km
Umgehend kommt Unruhe in die Spitzengruppe. Michael Valgren und Rudy Molard sind die erste Angreifer. Noch zieht das keinen Erfolg nach sich.
18 km
Nun steht der letzte Berg des Tages an. Mehr als acht Kilometer Kletterei auf den im Schnitt 7,1 Prozent steilen Col du Portillon. Gleich an dessen Fuß ist es um Warren Barguil endgültig geschehen, der Franzose wird abgehängt. Und es wird noch steiler - bis zu mehr als zwölf Prozent.
19 km
Mathias Frank macht die Arbeit in der Aureißergruppe. Der Schweizer hat hier noch seinen Teamkollegen Pierre Roger Latour dabei. Darüber hinaus sind einzig Bahrain-Merida und Movistar doppelt vertreten.
23 km
Dann schnupft das Peloton mit Marcus Burghardt einen weiteren ehemaligen Ausreißer auf. Im Hauptfeld wird gerade etwas mehr Gas gegeben, was den Rückstand zur Fluchtgruppe auf elf Minuten schrumpfen lässt. Neben Sky beteiligt sich hier jetzt auch Movistar an der Nachführarbeit.
27 km
Jetzt erreicht die Tour spanisches Staatsgebiet. Dabei handelt es sich allerdings lediglich um einen kurzen Abstecher über knapp 20 Kilometer.
28 km
Für den Moment haben wir eine stabile Situation mit der angesprochenen Ausreißergruppe.. Etwa zwölf Minuten Rückstand weist das Hauptfeld auf, das immer mal wieder einen der ehemaligen Flüchtigen schluckt.
31 km
Konsequent wird nicht gefahren, womit sich die Gruppe wieder vereinigt. In dem flachen Abschnitt will man doch gemeinsame Sache machen. 17 Fahrer umfasst die Kopfgruppe derzeit.
33 km
Warren Barguil schließt nun zusammen mit Andrey Amador, Michael Frank und Jelle Vanendert wieder auf. Unterdessen tritt vorn Rudy Molard an. Dem Franzosen setzen Marc Soler und Pierre Roger Latour nach.
34 km
Somit lässt sich vermuten, dass der Etappensieger aus der aktuellen Spitzengruppe kommen wird - selbst wenn da noch anderer Fahrer heranfahren sollten. Die werden am nächsten Berg wahrscheinlich wieder abgehängt.
37 km
Gerade ist die Abfahrt beendet, da rollt die Kopfgruppe zusammen. Zwölf Profis nehmen den nun folgenden relativ flachen und im weiteren Verlauf nur ganz leicht ansteigenden Abschnitt gemeinsam unter die Räder. Beinahe zwölf Minuten fahren diese dem Hauptfeld voraus.
41 km
Weit weg kommt Alaphilippe nicht, das liegt erst einmal auch nicht in seinem Interesse. Mühlberger schließt auf. Unterdessen gesellen sich Marc Soler, Rudy Molard und Guillaume Martin wieder zur Gruppe.
44 km
Unterdessen rollen Gregor Mühlberger und Gorka Izagirre zur Kopfgruppe auf. Neun Fahrer sind da unterwegs. Einer aber hat ein paar Meter Vorsprung. Als guter Abfahrer fliegt Alaphilippe für den Moment davon.
46 km
Inzwischen hat Julian Alaphilippe seinen Vorsprung im Kampf ums Bergtrikot auf 33 Punkte ausgebaut. Verfolger Warren Barguil fällt also weiter zurück.
47 km
So findet sich eine siebenköpfige Gruppe zusammen. Bergpunkte gehen auch an Bauke Mollema (8), Damiano Caruso (6), Domenico Pozzovivo (4), Robert Gesink (2) und Pierre Roger Latour (1). Adam Yates geht leer aus.
47 km
Mit einer Energieleistung kämpft sich Julian Alaphilippe an die beiden Spitzenreiter heran und holt sich am Col de Mente zehn Punkte sowie 650 Euro ab. Oben an diesem Berg der 1. Kategorie schiebt sich an der Spitze alles ein wenig zusammen.
48 km
Latour arbeitet natürlich für sein Weißes Trikot, hat mitbekommen, dass Guillaume Martin, sein ärgster Konkurrent, Probleme hat. Und so geht es auf den letzten Kilometer bis zur Bergwertung.
49 km
Nun tritt Mühlberger an. Der Österreicher von Bora-Hansgrohe sucht im Alleingang den Anschluss zu den beiden Spitzenreitern, die etwa 20 Sekunden Vorsprung haben. Dahinter bildet sich ein Trio mit Pierre Roger Latour, Julian Alaphilippe und Pozzovivo.
50 km
Marc Soler drückt jetzt auf die Tube. Gregor Mühlberger klemmt sich an dessen Hinterrad. Auch Domenico Pozzovivo und Julian Alaphilippe bleiben dabei. Zwischen den 15 verbliebenen Fahrern tun sich kleinere Lücken auf.
51 km
Für Nils Politt und Marcus Burghardt ist dieser Berg zu anspruchsvoll. Auch die beiden Deutschen können das Tempo nicht mehr halten. Was ist mit Simon Geschke? Der Mann von Sunweb fehlt ebenfalls.
52 km
Nun fährt die Verfolgergruppe zu Warren Barguil auf. Das sind in der Summe noch knapp 20 Fahrer, die da beisammen sind. Tendenz fallend - denn immer weitere Profis müssen reißen lassen.
53 km
Warren Barguil büßt jetzt für seinen ständigen Kampf um die Bergpunkte. Der Franzose verliert den Anschluss. Gesink und Caruso ziehen davon.
54 km
Auf dem Weg nach oben wird die Auslese unter den Ausreißern forciert. Warren Barguil und Damiano Caruso ergreifen die Initiative. Robert Gesink schließt sich diesen beiden an. Zu dritt setzt man sich ab.
55 km
Unterdessen beginnt bereits der Anstieg zum Col de Mente. Die Schwierigkeiten wachsen mit diesem Berg der 1. Kategorie. Knapp sieben Kilometer dauert die Kletterei und ist durchschnittlich 8,1 Prozent steil. Auch hier sind an einzelnen Stellen mitunter mehr als zehn Prozent zu bewältigen.
60 km
Der Abhang hinter der Mauer ist offenbar nicht allzu steil. Inzwischen ist Philipp Gilbert wieder nach oben auf die Straße geklettert. Einige Helfer kümmern sich um ihn. Nach einer kurzen Zeit des Berappelns streckt Gilbert den Daumen nach oben. Offenbar ist nichts Schlimmeres passiert. Dann setzt er sich wieder aufs Rad und weiter geht es. Seine Flucht aber ist natürlich beendet. Der Belgier befindet sich nun zwischen den Ausreißern und dem Hauptfeld und kann hinter diesen Tag einen Haken setzen.
60 km
Gilbert stürzt! Eine Linkskurve fährt der Belgier zu schnell und in ungünstigem Winkel an. Der Fahrer erkennt das Unheil nahen und bremst hart. Doch dann geht ihm die Straße aus. In spitzem Winkel gerät er an eine flache Steinmauer und vermag den Sturz nicht zu verhindern.
62 km
Aus der Fluchtgruppe heraus holt sich Julian Alaphilippe im Duell mit Warren Barguil drei weitere Zähler. Für den Konkurrenten gibt es zwei. Ein Pünktchen wandert aufs Konto von Bauke Mollema.
62,5 km
Nun erklimmt Philippe Gilbert den Gipfel des Col de Portet d'Aspet. Für diesen Berg der 2. Kategorie streicht der Belgier 500 Euro und fünf Punkte ein. In der Summe kommt der Belgier nun auf acht. In Richtung Trikot braucht der 36-Jährige nicht zu schielen.
64 km
Während Gilbert konstant den Berg hinauf fährt, hat sich das Geschehen unter den Verfolgern wieder beruhigt. Dadurch kommen einige schon Abgehängte wieder heran - nicht aber Christophe Laporte und Mathew Hayman. Für die hat sich die Sache erledigt, die müssen nun nur noch möglichst ökonomisch das Ziel erreichen.
66 km
In der Verfolgergruppe geht es nun heftiger zur Sache. Viele Attacken lassen die ziemlich zerfliegen. Für den einen oder anderen geht das jetzt zu schnell. So richtig nach vorn absetzen kann sich allerdings noch keiner. So weist Philipp Gilbert nun bereits fast eine Minute Vorsprung auf.
67 km
So biegt Gilbert nun in den ersten Pyrenäen-Anstieg ein. Der Col de Portet d'Aspet ist 5,4 Kilometer lang und im Schnitt 7,1 Prozent steil. Mitunter jedoch sind an diesem Berg in Abschnitten durchaus auch mehr als zehn Prozent zu bewältigen.
69 km
Philippe Gilbert macht sich aus dem Staub. Der Belgier von Quick Step Floors probiert es auf eigene Faust, beschwört mit seiner Attacke zunächst keine Reaktion bei seinen bisherigen Fluchtbegleitern herauf.
70 km
Drei Stunden sind die Radprofis nun bereits unterwegs. Aufgrund des topografisch anspruchsvolleren Geländes sinkt die Geschwindigkeit jetzt. Insgesamt ist man heute bislang gut 46 Stundenkilometer schnell.
73 km
Inzwischen wurde nochmals nachgerechnet. Im Kampf um Grün gibt es bis Paris noch maximal 270 Punkte zu gewinnen. Da Peter Sagan allerdings 282 Zähler Vorsprung aufweist, ist das nicht mehr aufzuholen. Nun muss der Slowake nur noch in Paris ankommen.
76 km
In jedem Fall müssen die Profis heute nicht so hohe Temperaturen ertragen. Etwas mehr als 20 Grad - viel mehr gibt es heute nicht. Zudem macht sich die Sonne erstmals richtig rar. Und so viele Regentropfen wie heute gab es während der gesamten bisherigen Tour noch nicht.
79 km
Natürlich wird die Gruppe in der Zusammensetzung nicht im Ziel ankommen. Dafür stehen den 47 Fahrern einfach noch zu viele Schwierigkeiten im Weg. Ein Kandidat für den möglichen Tagessieg ist sicher Adam Yates. Warren Barguil und Julian Alaphilippe ringen ums Bergtrikot. Und einige Teams haben gewiss auch Relaistationen positioniert - für eventuelle Angriffe der Kapitäne aus dem Hauptfeld.
83 km
Fortuneo-Samsic hat stattliche fünf Fahrer in der Kopfgruppe dabei. Bis auf Sky sind alle Mannschaften unter den Ausreißern vertreten.
87 km
Im Hauptfeld übt Team Sky die Kontrolle aus. Zumindest bis es dann richtig steil wird, herrscht hier erst einmal Ruhe. Es geht entspannt dahin.
90 km
Das lange Vorgeplänkel neigt sich nun langsam dem Ende entgegen. Beinahe unmerklich steigt die Straße an. Wir nähern uns den Pyrenäen. Der Vorsprung der Ausreißer wächst weiter kontinuierlich. Mehr als sechs Minuten sind das derzeit.
93 km
Mit Blick auf die weiteren Platzierungen beim Zwischensprint eröffnet sich zugleich eine teilweise Sicht auf die Zusammensetzung der Spitzengruppe. Zähler ergatterten ferner Laurent Pichon (13), Thomas Boudat (11), Nils Politt (10), Koen de Kort (9), Mathew Hayman (8), Philippe Gilbert (7), Silvan Dillier (6), Tejay van Garderen (5), Nicolas Edet (4), Simon Geschke (3), Marcus Burghardt (2) und Damiano Caruso (1).
94 km
Zwei richtige Sprinter sind vorn dabei. Und es geht ja auch um etwas Geld. Edvald Boasson Hagen und Christophe Laporte schenken sich nichts. Der Franzose hat am Ende das Rad vorn, holt sich 20 Punkte und 1.500 Euro. Für den Norweger bleiben 1.000 und für Greg van Avermaet 500 Euro.
95 km
Für die Flüchtigen sollte der Sprint in Saint-Girons nicht die ganz große Bedeutung besitzen. Inwiefern Greg van Avermaet als Fünfter der Wertung ums Grüne Trikot Interesse daran hat, muss sich zeigen.
97 km
Damit wird es am Zwischensprint keine Vorentscheidung in Sachen vorzeitiger Vergabe des grünen Textils geben. Der Weltmeister hätte dort mit neun weiteren Punkten - sofern Alexander Kristoff leer ausgegangen wäre - die Wertung bereits für sich entschieden. Nun aber machen die Ausreißer die Punkte dann gleich unter sich aus.
100 km
Natürlich sind die beiden Jungs, die sich um das Bergtrikot streiten. auch mit von der Partie. Peter Sagan aber hält heute die Fuß still, begnügt sich mit einem Platz im Schoße des Pelotons. Der Grüne Peter lässt es mal etwas ruhiger angehen.
105 km
Pierre Roger Latour, Guillaume Martin und ihr deutscher Begleiter schaffen es jetzt, zur Kopfgruppe aufzuschließen. Diese umfasst 47 Fahrer. Die beiden angesprochenen Top-Leute der Nachwuchswertung sind zusammen mit Greg van Avermaet im Gesamtklassement am besten platziert. Zwischen 17 und 20 Minuten liegen die hinter dem Gelben Trikot zurück, stellen also keine akute Gefahr für Geraint Thomas und Sky dar.
110 km
Offenbar arrangiert man sich im Hauptfeld mit der Situation, dass beinahe 50 Profis geflohen sind. Deren Vorsprung wächst zügig an - auf annähernd fünf Minuten. Dazwischen ringen die beiden Anwärter ums Weiße Trikot zusammen mit Nils Politt um Anschluss nach vorn.
120 km
So langsam kommt jetzt Bewegung rein. Die Lage scheint sich zu sortieren. Es setzen sich Fahrer ab, andere fallen nach hinten raus. Interessant ist, dass sich erneut eine ziemlich große Fluchtgruppe bildet.
140 km
Nach Fernando Gaviria (12. Etappe) verliert Quick Step Floors nun einen zweiten Fahrer. Tim Declercq steigt vom Rad und gibt die Tour auf.
146 km
Nun steht die zweite Bergwertung des Tages an. An der Cote de Pamiers begeben sich die beiden Protagonisten ins direkte Duell. Julian Alaphilippe beweist auf nicht ganz so schwerem Terrain, dass er die schnelleren Beine hat. Mit dem einen Zähler baut der Franzose seine Führung wieder auf 22 Punkte aus. 35 sind heute maximal noch zu holen.
Trikots
Über das Grüne Trikot müssen wir kaum noch philosophieren. Peter Sagan weist 282 Punkte Vorsprung auf. Interessant ist nur noch, wann der Weltmeister das Textil auch rechnerisch sicher hat. Ums Bergtrikot wird da schon heftiger gerungen. Nach dem Ausscheiden von Serge Pauwels gelten Inhaber Julian Alaphilippe und Warren Barguil als ernsthafte Interessenten. 21 Punkte liegen beide aktuell auseinander. In Weiß fährt nach wie vor Pierre Roger Latour - knapp zweieinhalb Minuten vor Guillaume Martin.
Gelb
Geraint Thomas trägt das Maillot Jaune heute zum fünften Mal. Verwaltet der Waliser das Trikot lediglich für seinen Sky-Kapitän Chris Froome? Oder wird er dem Titelverteidiger auch in den Pyrenäen Paroli bieten können. So lange sich der 32-Jährige nicht abhängen lässt, darf er angesichts von 1:39 Minuten Vorsprung natürlich selbst auf den Tour-Sieg hoffen. Weitere Interessenten für Gelb lauern mit Tom Dumoulin und Primoz Roglic, die sich beide zuletzt in starker Verfassung präsentierten.
188 km
Tour-Direktor Christian Prudhomme entschloss sich das Rennen zu stoppen. Die betroffenen Fahrer konnten behandelt werden. Wenig später wurde das Rennen nach Rücksprache mit der Polizei wieder frei gegeben.
188 km
Etwa fünf Kilometer nach der Bergwertung kam es zu einem Zwischenfall. Demonstranten hatten die Straße mit Heuballen versperrt. Die Landwirte wollten auf ihre Sorgen wegen Kürzungen stattlicher Mittel aufmerksam machen. Die Polizei reagierte heftig und setzte Tränengas ein - ohne offenbar dessen Verbreitung durch den Wind zu beachten. Auch einige Radprofis wurden in Mitleidenschaft gezogen.
193 km
Trotz der gewohnten Attacken entstand auf den ersten Kilometern zunächst keine Fluchtgruppe. So fuhr das Peloton geschlossen der ersten Bergwertung des Tages entgegen. An der Cote de Fanjeaux ergatterte Warren Barguil den einzigen Punkt und die 200 Euro.
Aufgaben
Wegen des Sturzes eingangs der Zielgerade auf der 15. Etappe mussten Serge Pauwels und Damien Howson am Ruhetag die Segel streichen. Der Belgier, immerhin Dritter im Kampf ums Bergtrikot, wurde bereits am gebrochenen rechten Ellbogen operiert. Den Australier hat es an der rechten Hand erwischt.
Moscon
Drei weitere Fahrer sind seit Sonntag nicht mehr dabei. Zunächst hatte sich mit Gianni Moscon einer der Sky-Helfer verabschieden müssen. Dem Italiener wurde ein Schlag gegen Elie Gasbert angelastet. Die Jury reagierte mit einer Disqualifikation.
Start
Gegen 11:45 Uhr erfolgte in Carcassonne der scharfe Start. Die 148 verbliebenen Pedaleure wurden in Renntempo versetzt.
Pyrenäen
Bis zum Col de Portet d'Aspet steigt die Straße von der Sprintwertung aus über beinahe 30 Kilometer stetig an. Klassifiziert sind lediglich die letzten 5,4 mit 7,1 Prozent durchschnittlicher Steigung. Nach dieser 2. Kategorie folgt der Col de Mente. Knapp sieben Kilometer ist dieser Aufstieg lang - und im Schnitt 8,1 Prozent steil. Die Kraxelei führt hinauf bis in 1.349 Meter Höhe. Zum Abschluss wartet zehn Kilometer vor dem Ende noch der 8,3 Kilometer lange und 7,1 Prozent steile Weg auf den Col du Portillon. Die beiden letztgenannten Berge gehören der 1. Kategorie an.
Profil
Während der 218 Kilometer des Tages warten fünf Bergwertungen. Allerdings geht es auf welligem, teils flachem Terrain erst einmal gut 125 Kilometer seicht dahin. Zwei Berge der 4. Kategorie stellen keine Herausforderung dar. Der Zwischensprint hat wegen der klaren Situation ums Grüne Trikot nur untergeordnete Bedeutung. Dann jedoch beginnt der Ernst das Radfahrerlebens. Die Pyrenäen bauen sich vor den Profis auf. Eine stetige Berg- und Talfahrt beginnt.
16. Etappe
Nach dem wohlverdienten Ruhetag in Carcassonne startet heute die letzte Tour-Woche. Dabei wird das Peloton das einzige Mal während dieser Rundfahrt für kurze Zeit französischen Boden verlassen. Vom Startort im Departement Aude aus geht es zunächst grob in Richtung Südosten. Danach wird das Departement Ariege durchfahren, bevor Haute-Garonne folgt, wo sich auch das heutige Ziel befindet. Ganz im Süden Frankreichs nimmt das Fahrerfeld einen kleinen spanischen Zipfel mit. Knapp 20 Kilometer werden das sein, ehe es über den Col du Portillon zurück nach Frankreich geht. Von dort sind es noch zehn Kilometer bis zum Ziel in Bagneres-de-Luchon.
Bonjour
Herzlich willkommen zur 16. Etappe der Tour de France, die über 218 Kilometer von Carcassonne nach Bagnères-de-Luchon führt.
Nur deutsche Fahrer anzeigen
 
Pos.
Fahrer
Zeit
1
Alexander Kristoff (UAD)
2:46:36
2
John Degenkolb (TFS)
+0:00
3
Arnaud Démare (FDJ)
+0:00
4
E. Boasson Hagen (DDD)
+0:00
5
Christophe Laporte (COF)
+0:00
6
Maximiliano Richeze (QST)
+0:00
7
Sonny Colbrelli (TBM)
+0:00
8
Peter Sagan (BOH)
+0:00
9
Andrea Pasqualon (WGG)
+0:00
10
Jasper de Buyst (LTS)
+0:00
17
Nikias Arndt (SUN)
+0:00
31
Pierre Latour (ALM)
+0:00
67
Geraint Thomas (SKY)
+0:00
70
Marcus Burghardt (BOH)
+0:00
81
Paul Martens (TLJ)
+0:24
102
Simon Geschke (SUN)
+0:30
105
Julian Alaphilippe (QST)
+0:30
134
Nils Politt (KAT)
+3:19
= Im Feld (Peloton)